Zulassung erfolgt

EU-Kommission gibt grünes Licht für Moderna-Impfstoff

Brüssel/Berlin - 06.01.2021, 17:16 Uhr

In den USA wird der Moderna Impfstoff gegen COVID-19 nach einer Notfallzulassung der FDA bereits seit kurz vor Weihnachten verabreicht. Jetzt steht die Vakzine auch für Europa zur Verfügung. (Foto: imago images / ZUMA Wire)

In den USA wird der Moderna Impfstoff gegen COVID-19 nach einer Notfallzulassung der FDA bereits seit kurz vor Weihnachten verabreicht. Jetzt steht die Vakzine auch für Europa zur Verfügung. (Foto: imago images / ZUMA Wire)


Als zweiter Corona-Impfstoff ist ab sofort auch die Vakzine des US-Herstellers Moderna in der Europäischen Union zugelassen. Dies entschied die EU-Kommission am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA.

Bald kommen zusätzliche Impfstoffmengen in Europa auf den Markt: Nach Biontech/Pfizer hat nun auch Moderna die bedingte Zulassung für seinen Corona-Impfstoff erhalten. Erst heute hatte die EMA die Zulassung empfohlen. Die noch notwendige Zustimmung der EU-Kommission galt als Formsache und erfolgte nun umgehend.

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Der US-amerikanische Hersteller Moderna will einem Rahmenvertrag zufolge nach und nach 160 Millionen Einheiten an die EU-Staaten liefern. „Wir werden mehr als genug sichere und wirksame Impfungen zum Schutz aller Europäer haben“, versprach EU-Kommissionchefin Ursula von der Leyen. 

Seit dem Start der Impfkampagne in der EU am 27. Dezember gibt es unter anderem in Deutschland Kritik, dass zu wenig Impfstoff vorhanden sei. Mit der zweiten Zulassung dürfte sich die Lage etwas entspannen. Dennoch wird die Impfung breiter Bevölkerungsschichten noch Monate dauern. 

Von den 160 Millionen EU-weit bestellten Moderna-Dosen werde Deutschland mehr als 50 Millionen erhalten, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin. Im ersten Quartal kämen aber wegen der zuerst begrenzten Produktionskapazitäten nur knapp zwei Millionen Moderna-Dosen nach Deutschland. Der Impfstoff ist für Personen ab 18 Jahren zugelassen. 

Wie das Mittel von Biontech/Pfizer ist auch das von Moderna ein sogenannter mRNA-Impfstoff. Enthalten sind genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper ein Viruseiweiß herstellt. Ziel der Impfung ist es, den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen dieses Protein anzuregen, um die Viren abzufangen, bevor sie in die Zellen eindringen und sich vermehren.

In den nächsten Monaten sollen noch weitere Impfstoffe in Europa auf den Markt kommen. Als nächstes könnte das Vakzin von AstraZeneca an der Reihe sein, das in Großbritannien bereits mit einer Notfallzulassung genutzt wird. Davon hat die EU-Kommission bis zu 400 Millionen Dosen bestellt. Von Biontech/Pfizer waren es 300 Millionen Dosen. Die EU-Kommission verhandelt mit dem Unternehmen derzeit, ob noch mehr geliefert werden kann.


dpa-AFX / ks
redaktion@daz.online


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