Neues Verfahren im Jahr 2021

Dürfen Apotheken auf die Eigenbeteiligung bei der Maskenausgabe verzichten?

Berlin - 30.12.2020, 16:30 Uhr

Die ABDA rät vom Verzicht auf die Eigenbeteiligung bei Maskenabgabe ab. (c / Foto: imago images / Eibner)

Die ABDA rät vom Verzicht auf die Eigenbeteiligung bei Maskenabgabe ab. (c / Foto: imago images / Eibner)


Manch eine Apotheke macht aus der Not eine Tugend und nutzt die Ausgabe der FFP2-Masken zu Marketingzwecken. Dabei kommt schnell die Frage auf, ob sie ab 6. Januar 2021 auf das Einziehen der Eigenbeteiligung von 2 Euro je Sechserpack Masken verzichten dürfen. DAZ.online erkundigte sich bei der ABDA.

Einige Apotheken haben die Masken-Aktion für sich entdeckt und nutzen sie zu Marketing-Zwecken. DAZ.online erreichten mehrere Anfragen von Lesern, die wissen wollten, ob sie ihren Kund:innen die 2 Euro Eigenbeteiligung erlassen dürfen. Die ABDA äußert sich dazu auf Anfrage wie folgt: „Sofern einzelne Apotheken planen, auf die Eigenbeteiligung von 2 Euro für Masken im kommenden Jahr nach § 6 SchutzmV zu verzichten, ist dieses Vorgehen im Einzelfall rechtlich nicht zu unterbinden.“ Weiter teilt die Bundesvereinigung mit, nach dem Wortlaut der Regelung „ist es zunächst naheliegend, eine Pflicht der Anspruchsberechtigten zur Leistung der Eigenbeteiligung anzunehmen.“

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Doch ist das tatsächlich so? Die ABDA schreibt: „Ob sich dem Wortlaut der Regelung auch eine Einziehungspflicht der abgebenden Apotheke entnehmen lässt, ist hingegen zweifelhaft. Der Verordnungsgeber selbst ist der Auffassung, dass die Eigenbeteiligung nach § 6 SchutzmV  keine Zuzahlung im Sinne des § 61 SGB V ist. Die diesbezüglichen Regelungen des SGB V können damit nicht unmittelbar zur Anwendung kommen.“

Ein Verzicht ist aus Sicht der Standesvertretung jedoch nicht ratsam. „Allerdings erachten auch wir es als wünschenswert, dass die Apotheken die vom Verordnungsgeber vorgesehene Eigenbeteiligung bei den Anspruchsberechtigten einziehen, um eine verantwortungsvolle Inanspruchnahme der bereitgestellten Schutzmasken zu gewährleisten, und diese nicht als Wettbewerbsinstrument nutzen. Eine rechtliche Möglichkeit, dies im Einzelfall zu unterbinden, sehen wir jedoch nicht.“


Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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44 Kommentare

12+12

von Peter Schneider am 04.01.2021 um 12:28 Uhr

Der Apotheker aus dem Nachbarort macht einfach 12+12.
Am Wochenende das ganze Umland mit Flyer übersäht.
Ich finde das einfach ungeheuerlich.
Kennt sich jemand aus und kann einschätzen, ob das wettbewerbsrechtlich zulässig ist?

» Auf diesen Kommentar antworten | 6 Antworten

AW: 12+12

von Conny am 04.01.2021 um 13:36 Uhr

Zulässig ! Übrigens 24x .‘0.70 gleich 16.80 plus Mwst. 12x 6.0 gleich 72euro. Gewinn ca. 50 Euro . Allles gut.

AW: 12+12

von Rainer Apothekenmasken.de am 04.01.2021 um 13:50 Uhr

Der Kollege ist ja richtig clever ! Schenkt der dazu noch die 2 Euro ?
Eine super Neujahrswerbung. Gerad für Pflegeheime etc.

Ich denke man sollte seine Masken als Apotheker nicht bei Technisat oder Continental kaufen auch wenn die gute Satelittenschüsseln oder Autosysteme haben.

Wir sind selbst Maskenimporteuer und bieten Masken für 0,69 Euro an, da kann man die Werbeaktion gut verkraften.

Rainer

AW: 12+12

von Peter Schneider am 04.01.2021 um 14:29 Uhr

Ich gehe davon aus, dass die 2,- auch erlassen werden.
Ausserdem wird auf Wunsch alles kostenfrei nach Hause geschickt.
Ein echter Hecht ;-)

AW: 12+12

von Rainer am 04.01.2021 um 14:37 Uhr

Peter laß Dich nicht fressen ;-)

Geht davon aus das bestimmt 20-30% Schrottmasken auf dem Markt sind. Vielleicht bekommst Du Ihn ja damit.

Briefpost ist nur geeignet wenn die Masken wasserdicht z.B. im Polybag verpackt sind. Filter sind Feuchtigkeitsempfindlich. Wenn Du willst meld Dich gern und mach doch eine 12 x 3 Aktion :-)

AW: 12+12

von Conny am 04.01.2021 um 15:21 Uhr

@Rainer : Hallo, die Alten und Pflegeheime sind außen vor, bekommen selber Masken gestellt. Mit schicken ist nicht die Post in einem Briefumschlag gemeint, sondern das Botendienstauto.

AW: 12+12

von Rainer am 06.01.2021 um 11:26 Uhr

sind denn schon erste Gutscheine im Umlauf ?

Brutto vs. Netto

von Uwe Hansmann am 03.01.2021 um 8:43 Uhr

Die 6€/Maske sind inkl.19%Mwst. Netto also 5,04€.

Die hier benannten Einkaufspreise sind sicherlich auch Nettopreise.

Rohertrag ist bei Netto-EK von 1,85€ für Masken guter Qualität aus deutscher Produktion(z.b.Technisat) also bei 3,19€.

Vor dem Hintergrund des damit verbundenen, weiteren Aufwandes von evt. Umpacken, Beipackzettel hinzufügen etc. sollte sich jeder mal an die Nase packen und überlegen, ob er die 2€ „großherzig“ verschenken möchte, kann, will.

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AW: Brutto vs. Netto

von Peter Zender am 25.01.2021 um 17:52 Uhr

Wenn ein Apotheker mehr als 1,- pro Maske zahlt ist er selber schuld.Das Angebot auf dem Markt ist riesig.Umgepackt wird da auch nichts.Einfach 6 Stück aus der Großverpackung nehmen und gut ist.Beipackzettel gibt es keine.Die Zertifikate liegen schon miteigeschweißt in der Tüte.Eine Anleitung zum aufziehen dürfte sich in 99,9% aller Fälle erübrigen und ist sogar vielfach auf der Einzelverpackung aufgedruck.Dafür gibt es dann 6,-/Brutto vom Staat sprich von allen Steuerzahlern.Wer so rechnet ist einfach unfähig und hat nie gelernt mit Geld umzugehen.Als Apotheker würde ich mich weigern bei so einer Geldvernichtung mitzumachen.Bringt nur nichts wenn alle anderen brav mitmachen.

Probleme über Probleme

von Bernd Jas am 01.01.2021 um 17:07 Uhr

Braucht noch jemand ein paar Grippespritzen?

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Maskenabgabe

von Kalle Schridde am 31.12.2020 um 21:36 Uhr

Hallo liebe Apotheker,,
Ich bin interessiert den Posts gefolgt und kann alle sehr gut verstehen. Ich bin selbst nicht Apotheker jedoch mit einigen befreundet und komme aus dem Marketing. Ich kann die 6 EUR Vergütung auch nicht verstehen und würde die Masken gern selbst abgeben. B8n selbst Maskenimporteur geworden und habe bei mir in der Region bereits zahlreiche Apotheken beliefert. Von 400 bis 20.000 Stck pro Apotheke. Eine Durchnittsapotheke wird 2021 min. 10000 Masken abgeben, manche Apotheke bis zu 30.00ü Stck. Man kann nur hoffen, dass nicht alle Kunden auf einmal kommen. Wenn eine Apotheke die Masken zu einem Preis von unter 80 Cent bezieht, verbleiben mehr als 5 EUR per Abgabe, also 30 EUR. Das möchte ich gern in 10 Min. verdienen. Warum dürfen das nur Apotheken? Und warum legen sich die Spotheken nur max. 5000 Masken h8n? Und gehen das Risiko ein, wieder bei Neubestellung keine zu bekommen. Das würde ich gern wissen.

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Prinzip Apotheke nicht vernachlässigen ...

von phamster am 31.12.2020 um 11:17 Uhr

Ich verstehe auch nicht, warum diese Idee überhaupt erst aufkommt. Wir haben uns seit dem EU-GH-Urteil (zurecht) beschwert, dass der Versandhandel RX-Boni geben darf und die Vor-Ort-Apotheken davon ausgenommen waren. Jetzt ist das RX-Boni-Verbot endlich umgesetzt und einige Apotheken meinen nun es den Versandapotheken gleichtun zu müssen. Zugegeben hinkt der Vergleich ein wenig, da dieser Bezugsschein per Definition kein Rezept ist und somit diese Eigenbeteiligung auch nicht als Zuzahlung gilt. Trotzdem ist es für mich als kaufmännischer Pharmazeut von zweitrangiger Bedeutung, ob darauf eine Arztunterschrift vorhanden ist oder nicht. Es bleibt schließlich ein Dokument, das zur Abrechnung dient. Man würde ja schließlich auch nicht auf die Idee kommen, bei Verbandsmaterial (,welches man auch ohne Rezept erhalten würde,) auf GKV-Verordnung einen Rabatt zu gewähren? Warum ist der Erlass von 2 € Eigenbeteiligung nun kein unlauterer Wettbewerb? Weil wir uns im Non-Rx-Bereich bewegen? Ich behaupte, dass dadurch massiv in die freie Apothekenwahl eingegriffen wird. Denn sind wir nun ehrlich, wenn ich nun in die Apotheke gehe um meine Gratismasken ohne Eigenbeteiligung zu holen, dann liegt es auch nahe, dass ich dort gleich mein Rezept miteinlöse. Zudem wird das schon seit Tagen kommuniziert, dass 2 € Eigenbeteiligung anfallen. Das ist schon in den Köpfen der Kunden und Kollegen verankert. Warum freiwillig darauf verzichten? Es steht uns zu. Ich denke, dass die Kollegen ebenso Masken bestellen, Masken verbuchen, Masken zu Dreierbündeln aufbereiten und hoffentlich auch eine adäquate Beratung mitgegeben haben. All das bringt Kosten mit sich. (Schwarze Schafe gibt es nunmal immer ...). Und wenn Sie jetzt meinen, dass die Beratung zu den Masken nicht mehr nötig ist, kann ich Ihnen aus Erfahrung sagen, dass mir beim Einkaufen gehen immer noch Menschen begegnen, die ihre FFP2-Maske nicht korrekt tragen. Wir sollten uns wirklich nicht unter unserem Wert verkaufen. Die Politik wird es uns nicht danken und wird in Zukunft die Apotheken darum bitten, noch tiefer in die Taschen zu greifen. So eine Rabattaktion zeugt auch nicht von wirklicher Kompetenz und Sozialverhalten. Konzentrieren wir uns doch lieber darauf, wie wir alles gut über die Bühne bringen ohne uns gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Falls Sie doch eine Marketingaktion beabsichtigen hier eine Idee: Nehmen Sie die 2 € ein und spenden Sie das an einem wohltätigen Verein in ihrer Umgebung. Schalten Sie eine Anzeige, damit ihre potenzielle Kundschaft davon erfährt. So machen sie sich präsent und das Geld kommt wirklich den Leuten zu Gute, die es auch benötigen.

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AW: Prinzip Apotheke nicht vernachlässigen

von Anja Witkowski am 01.01.2021 um 11:23 Uhr

Das sehe ich genauso.

AW: Prinzip Apotheke nicht vernachlässigen

von Eva-Maria Krieg am 06.01.2021 um 15:53 Uhr

Sehr guter Kommentar! Genau so sehe ich das auch. Vielen Dank!

Zuzahlung Masken

von Silvia Walter am 31.12.2020 um 10:23 Uhr

Die Masken die man jetzt von der Apotheke geschenkt bekam- kosten im Einkauf 0,65 €
Kommen aus China
Und für die restlichen 12 St. soll ich 2,00€ zuzahlen???

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AW: Zuzahlung Masken

von Sabine Schneider am 31.12.2020 um 15:53 Uhr

2x2 gleich 4. Wie kommen Sie auf 2?

AW: Zuzahlung Masken

von Friedeman Ahlmeyer am 31.12.2020 um 18:03 Uhr

Also 65 Cent habe ich im Einkauf noch nie bezahlt. Zur Zeit liegt der Preis eher bei 1-1,5 € bei Abnahme entsprechender Mengen von 5000 Stück aufwärts. Was viele Leute leider nicht verstehen. Die Lohnstückkosten pro abgegebener Packung liegen in der Apotheke bei rund 2,5 €. Ich rechne meinen Schülerpraktikanten gerne vor, wieviele Packungen sie abgeben müssen, um auf ihren gewünschten Lohn zu kommen. Danach staunen die meistens.Es steht Ihnen selbstverständlich frei, wo sie sich Ihre Masken in gewünschter Stückzahl besorgen.

AW: Zuzahlung Masken

von Nicole Schemat am 01.01.2021 um 13:15 Uhr

Die Masken waren kein Geschenk von der Apotheke, sondern von der Regierung, verteilt über die Apotheken unter erheblichem zeitlichem und personellem Aufwand. Der Einkaufspreis von 65 Cent ist deutlich zu niedrig angesetzt, zumal die Preise im Zuge der Verordnung deutlich nach oben gegangen sind. Die Rechnung inklusive Personalkosten hat hier ja schon jemand sinnvoll erklärt, da stimme ich voll zu. Zum Anderen kamen unsere Masken nicht aus China, sondern zum Großteil aus der EU, z.B. Irland. Die Vergütung ist für die Apotheken aufgrund der Pauschale nicht wirklich transparent und wird zumindest bei uns deutlich unter der Vergütung der Preise , die für Masken mit Bezugsschein ab Januar ausgegeben werden, liegen.

Alles falsch gemacht

von Thomas Kerlag am 31.12.2020 um 10:12 Uhr

Das falsche Signal an die Schnäppchenjäger.
Das falsche Signal an die Politik, da ist noch Luft drin.
Der Apotheker ist des Apothekers Feind.
Kein Zusammenhalt, jede Möglichkeit wird genutzt den Nachbarn zu schädigen.
Ein Beruf zum davonlaufen, sofern man jung genug ist.
Hier der Beweis, ein Berufsstand der weder Respekt von der Bevölkerung verdient hat, noch
zukunfsfähig ist.
Wenn studierte Leute Masken verteilen und dann noch beschämende Aktionen daraus machten ist endlich klar, dass sie überflüssig sind!
Prost, auf eine lustige Zukunft für diejenigen die unser durchsichtiges Treiben beobachten.

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Aufreger

von Conny am 31.12.2020 um 10:12 Uhr

Endlich mal eine Diskussion . Gut gemacht Conny :-)

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AW: Aufreger

von Anita Peter am 31.12.2020 um 12:28 Uhr

Wer schreibt nun? Ebert? Conny? Oder Conny Selbstgespräche?

AW: Aufreger

von Conny am 31.12.2020 um 14:26 Uhr

@Frau Peter : das sollten Sie aber erkennen Frau Peter, es war eindeutig ein Eigenlob.

€ 2,00

von Sven Larisch am 31.12.2020 um 8:37 Uhr

Was für eine Diskussion. Wer kommt denn auf die Idee die € 2,00 nicht zu nehmen? Steht in der Presse- wird von uns seit dem 15.12. an unsere Patienten kommuniziert.
Einsammeln (wird uns ja eh vom Gesamtbetrag abgezogen)- Patienten die zu uns kommen noch was gutes tun und gut ist. Die Maskenverteilung wird keinen umbringen, selbst wenn jemand die Masken für 2,50 eingekauft hat (pro Stück). Und ehrlich- Kollegen die keine Masken mehr hatten - ich kann ihnen gerne die letzten 200 Emails und faxe zukommen lassen, die ich bekommen habe. (Lieferung innerhalb 3 WT). Mal alle locker durch die Hose atmen und das neue Jahr in Angriff nehmen. Die Maskenabgabe ist für mich ein finanzielles Geschenk und an sich schon eine kostenlose Werbung durch Herrn Spahn. Wie wir das umsetzen und uns der Bevölkerung präsentieren ist entscheidend. Sind wir griesgrämige Maskenabgabeverweigerer oder sagen wir eikinfach die kostenlose Maskenabgabe läuft unter Werbeausgaben und lächeln mal wieder, wenn mehr Kunden reinkommen. Sollen die Schnorrer uns doch egal sein. Die gibt es immer und überall. Wir müssen den Menschen nun zeigen, dass wir professionell mit allem fertig werden ohne uns gegenseitig zu zerfleischen. manchmal habe ich da noch Hoffnung, auch wenn wenige faule Eier in der Apothekerschaft mit Ihrer Gier und ihrem widerlichen Gebaren auffallen. Ich habe durch Corona 30% weniger Kunden und trotzdem werde ich das Jahr schaffen. Der Umsatz ist viel weniger zurückgegangen als gedacht.
Fazit: macht euren Job und nehmt die € 2,00 verflixt noch mal. ;-) Allen ein gutes 2021

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AW: € 2,00

von Tilman Hecht am 31.12.2020 um 9:39 Uhr

Wenn es so einfach wird/wäre...
Es gibt Kollegen, die bieten ein Maskenmobil an, daß im ganzen Kreis den Leuten Masken bringt, aufsetzt und die Umschau da lässt...
Ein anderer bewirft die Leute mit Talern (bzw. Kaffeemaschinen oder Werkzeugkoffern) wenn sie ihm die beiden Gutscheine bringen.
Wenn man dem nichts entgegen hält, bleibt man auf tausenden Masken sitzen...Was ist dagegen schon der Verzicht auf 2 Euro?
Und ob wir das, in der Tat äußerst großzügig bemessene, Spahnsche Maskengeld wirklich behalten dürfen, hoffe ich sehr, allein mir fehlt der Glaube. In der Gesellschaft gehören wir zu den Gewinnern der Corona Krise.
Ergo: von uns kann man es nehmen, wenn sich in zwei Jahren doch jemand an die immens angehäuften Schulden erinnert.

AW: € 2,00

von Mathias Mallach am 31.12.2020 um 10:01 Uhr

Amen

AW: € 2,00

von Alex D am 31.12.2020 um 10:38 Uhr

@Tilman Hecht
"Und ob wir das, in der Tat äußerst großzügig bemessene, Spahnsche Maskengeld wirklich behalten dürfen, hoffe ich sehr, allein mir fehlt der Glaube. "

Da brauchen Sie nicht hoffen. Spätestens wenn das eRezept kommt sehen wir, wo das Geld hin geht. Leider sieht man doch jetzt schon (nicht nur bei den Apotheken) eine Tendenz, wo die Regierung das Geld haben will: Bei den Großkonzernen, am besten bei denen !nicht! in Deutschland. Alternativ auch ganz weit weg in fernen Ländern.....

Mittelstand Ade.
50%? Apotheken Ade...

Verzicht auf Eigenbeteiligung

von CS am 30.12.2020 um 23:43 Uhr

Auch im Hinblick auf die Außenwirkung, dieser fragwürdige Maskenverteilaktion sollte sich die Apothekerschaft schon überlegen ob es überhaupt sinnvoll ist von Rentnern, von denen viele unsere treuen Kunden sind, 2 EUR Eigenbeteiligung zu fordern. Diese Aktion ist beispielhaft für die Unfähigkeit des BMG und seines Chefs. FFP2 Masken sind seit Sommer ausreichend und zu akzeptablen Preisen zu bekommen, spätestens im Herbst hätte Spahn gefährdete Menschen mit Masken versorgen müssen und dies hätte im Interesse der Steuerzahler zu bessern Konditionen erfolgen müssen. Die Apothekerschaft sollten gemeinsam im Interesse unsere Patienten handeln und dazu gehört vielleicht auch auf die Eigenbeteiligung zu verzichten bzw. diese ggf. zu spenden.



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AW: Verzicht auf Eigenbeteiligung

von Rainer Apothekenmasken.de am 02.01.2021 um 12:52 Uhr

Als Maskenimporteur verfolge ich mit großem Interesse die Diskussionen der Apotheker hier im Forum. Wir sind seit März mit dem BMG direkt im Kontakt gewesen, und eine normale qualifizierte vorausschauende Beschaffung war leider nicht zu erkennen. Dem BMG ist sicher bewusst das bei solch einer überhasteten Aktion wieder sehr viel nicht konforme Ware geliefert wird. Selbst hat es das BMG im Openhouse Verfahren mit TÜV Nord Tochter DMT in Monaten nicht geschafft Krankenhäuser vor gefälschter oder unwirksamer Ware zu schützen. Mit den 6 Euro wälzt es die volle Verantwortung auf die Apotheker ab. Weder Apotheker noch Apothekengroßhandel dürften in der Lage sein wirksame Ware von unwirksamer Ware zu unterscheiden. Ein wesentlich besseren Weg hat das österreichische Sozialministerium gewählt. In AT sollen es wie folgt ablaufen: 10 Masken im Polybag zentral eingekauft zu 0,2975 Euro/Stk und durch ein staatliches Institut kontrolliert und mit der Post verschickt. Eigentlich vorbildlich, wenn nicht auch in AT die Politik nicht erst anfangen würde zu denken, wenn es schon zu spät ist.

Wäre ich Apotheker würde ich meiner älteren Stammkundschaft bei der Marge mit der sich das BMG die Unbeschwertheit erkauft die 2 Euro sicher gern schenken.

Ich selbst biete derzeit die qualifizierten Masken Apothekern zum Frühbucherpreis zu 0,69 Euro an.

Ich fasse es nicht

von Karl Friedrich Müller am 30.12.2020 um 18:58 Uhr

Die Einstellung, die 2€ zu erlassen, spaltet schon wieder die Apotheken. Das ist das Letzte.
Egoismus, Geldgier. Scheisse.
Ein tolles Bild nach außen.
Mit dem Stand ist gar nichts mehr anzufangen und stirbt zu Recht.
Ich geh dann mal mich übergeben.

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AW: Ich fasse es nicht

von Bernd Küsgens am 30.12.2020 um 19:09 Uhr

Wer auf dies 2 € verzichtet sollte doch seine Apotheke schließen, er hat doch Geld für seine
Leistung wenn er denn eine Leistung überhaupt erbringt nicht nötig. Eigentlich sollte er seine Apotheke wegen Reichtum schließen.

AW: Ich fasse es nicht

von Conny am 30.12.2020 um 19:57 Uhr

@Herrn Küsgens: Na ja, meinen Mitbewerber -Konkurrent ist das Internet- werden die zwei Euro mehr weh tun. Das ist gemein aber Realität. Und wobei verdiene ich die Summe wie bei einem sechser Coupon ? Übrigens ist Reichtum nicht schlecht, man kann sich viel leichter „Nein -Verkäufe“ leisten. Ein riesiger Vorteil für die Kundenberatung, und meine Kunden wissen das sehr zu schätzen.

AW: Ich fasse es nicht

von Michael Reinhold am 30.12.2020 um 20:21 Uhr

Conny, ich kenne Ihre Standortsituation nicht. Aber unsere Konkurrenz als Offizin-Apotheke ist nicht das Internet.

Einen Kunden, der aufgrund des Preises im Internet bestellt, können Sie als Offizin-Apotheke nicht halten oder zurückgewinnen. Das Ding haben wir verloren. Sie können als Offizin-Apotheke gar nicht so viel Nachlass bzw. Rabatt geben, dass Sie einen "Preisfuchs" dazu bekehren, weiterhin bei Ihnen einzukaufen. Sie machen sich mit sowas nur ihre Marge kaputt.

Sie müssen punkten mit: Service, Service, Service.

Ganz ehrlich: Ich würde Sie verstehen, wenn Sie die zwei Euro kassieren, aber dafür dem Kunden die Masken kostenfrei nach Hause liefern (so wie das DocMorris machen wird).
Aber einen Kunden, der aufgrund der Presse informiert ist, dass er zwei Euro zahlen muss, wird es Ihnen nicht danken, wenn er die zwei Euro jetzt nicht zahlen muss (für den Kunden sind diese zwei Euro "Peanuts").

Ihrer Formulierung "Fummelzweier" entnehme ich, dass es Ihnen irgendwie um das "Einkassieren des Kleinbetrags" geht.

Als angestellter Apotheker möchte ich Ihnen einen Vorschlag unterbreiten: Kassieren Sie diese zwei Euro pro Nase. Das gesammelte Geld wird durch die Mitarbeiteranzahl geteilt und im April an die Mitarbeiter ausgeschüttet.
Selbst, wenn es nur 50 oder 100 Euro pro Mitarbeiter sind: Jeder Ihrer Mitarbeiter wird sich darüber freuen.

AW: Ich fasse es nicht

von Conny am 30.12.2020 um 21:01 Uhr

@Herrn Reinhold : Ich bin kein Preisbrecher, es geht hier nur um den speziellen Fall mit den Maskencoupens. Meine Mitarbeiter bekommen übrigens alle ein vernüftiges Gehalt und schon immer ein 13. Gehalt. Ein gemeinsames Weihnachtsessen -natürlich dieses Jahr nicht- inclusive. Meine Mitarbeiter sind nett und kompetent und lieben das eigenverantwortliche Arbeiten. Bei Schulungen in der Apotheke gibt es immer etwas leckeres zu Essen. Aber was ich mit dem ganzen Geschwafel sagen will : mein Team weiss, wenn es dem Chef gut geht, geht es uns auch gut.Mein Team braucht Adexa nicht.

AW: Ich fasse es nicht

von Michael Reinhold am 30.12.2020 um 22:40 Uhr

Herr/Frau Conny, mit allem Respekt: Mir geht es hier wirklich nicht um ADEXA oder ob Sie ihre Mitarbeiter vernünftig bezahlen.

Mir geht es darum, dass ich - als angestellter Apotheker - meinen Chef höflich darauf ansprechen würde, wenn ich der Ansicht bin, dass er Firmengelder - gegen jeglichen betriebswirtschaftlichen Sachverstand - in den Wind hinausblasen würde.

Mit der gleichen Argumentation habe ich versucht, Ihnen hier begreiflich zu machen, dass Sie - meiner Ansicht nach - hier völlig unnötig echt bares Geld verbrennen.

Das was Sie da machen, ist in meinen Augen betriebswirtschaftlich total bescheuert.

Sie haben mir hier kein einziges Argument genannt, bei dem ich rational nachvollziehen kann, dass es betriebswirtschaftlich einen - irgendwie gearteten - Sinn ergibt, einem Kunden diese zwei Euro zu erlassen.

Hilfsmittel ohne Zuzahlung

von Kleiner Apotheker am 30.12.2020 um 17:54 Uhr

"...auch bei den Hilfsmitteln zukünftig die Zuzahlung erlassen..."

Nein, Leistungserbringer dürfen diese Zuzahlung erlassen (BGH im Urteil vom 01.12.2016), Apotheken nicht.
Das Verbot ist in der Berufsordnung geregelt.

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AW: Hilfsmittel ohne Zuzahlung

von Michael Reinhold am 30.12.2020 um 18:07 Uhr

Danke für den Hinweis. Ich hatte das Urteil anscheinend ungenau im Kopf. Ich hatte damals gelesen, dass ein inländischer Hilfsmittel-Versender die Zuzahlung bei Hilfsmitteln erlässt und dass das einem Sanitätshaus so nicht gepasst hat. Der Versender hat vor Gericht Recht bekommen: Er darf die Zuzahlung bei Hilfsmitteln erlassen.
Bei Arzneimitteln geht das nicht, weil: Arzneimittelpreisverordnung.

Eigentlich wollte ich bei meinem Post darauf hinaus: Apotheke A (Conny) erlässt diese zwei Euro bei den Masken. Der unmittelbare Konkurrent Apotheke B muss mitziehen und erlässt ebenfalls die Zuzahlung.
Im Endeffekt haben dann beide verloren und weniger Geld. Weder Apotheke A noch Apotheke B ziehen einen Benefit daraus.

Zuzahlung

von Conny am 30.12.2020 um 16:32 Uhr

Wir werden den Fummelzweier nicht einziehen .

» Auf diesen Kommentar antworten | 6 Antworten

AW: Zuzahlung

von Mathias Mallach am 30.12.2020 um 16:53 Uhr

Das wäre marketingtechnisch sehr clever - desweiteren allerdings sehr unkollegial und didaktisch die völlig falsche Richtung. Nur zur Info.

AW: Zuzahlung

von Michael Reinhold am 30.12.2020 um 17:16 Uhr

Echt jetzt?
Sonst beschweren Sie sich hier ständig, wie unfähig die ABDA wäre und dass Sie zu wenig Geld bekommen würden.

Und dann verzichten Sie auf diese lächerlichen zwei Euro, die zumindest verhindern sollen, dass die ganz gierigen Personen hier sechs Masken für lau mitnehmen, nur um sie anschließend daheim rumliegen zu lassen - weil die Masken halt "umsonst sind".

Ich sehe schon die Diskussion in den umliegenden Apotheken: "Aber in der Conny-Apotheke muss ich die zwei Euro nicht bezahlen."

Da hat die ABDA gerade eben erst halbwegs erfolgreich verhindert, dass wir Apotheken den GKV-Patienten Rabatte bei der Zuzahlung geben "dürfen" - und dann lese ich sowas.

Kleiner Tipp: Bitte dann auch bei den Hilfsmitteln zukünftig die Zuzahlung erlassen - hier darf man das weiterhin. Bitte dann aber sich nie mehr hier auf der DAZ beschweren, dass man zu wenig Geld verdienen würde.

Hey, so ungeschickt ist noch nicht mal DocMorris, den Patienten die zwei Euro Zuzahlung bei den FFP2-Masken zu erlassen.

AW: Zuzahlung

von Conny am 30.12.2020 um 18:11 Uhr

@Herrn Reinhold : Natürlich wird dann so geredet. Die Conny-Apotheke hat aber auch als einzigste Apotheke durchgängig Masken vorrätig. Der sechser Coupon ist eine sehr gute Einnahmequelle. Auf Kollegen Rücksicht nehmen? —schon lange nicht mehr

AW: Zuzahlung

von Philipp am 30.12.2020 um 18:47 Uhr

Genau - bei VK 36 Euro Brutto und EK < 5 Euro ist das doch kein Problem. Hier auf die zwei Euro zu bestehen ist ungefähr so wie Lactulose Ratiopharm zur UVP zu verkaufen ;-)

AW: Zuzahlung

von Michael Reinhold am 30.12.2020 um 19:44 Uhr

@Conny: Ich meine das gar nicht als Rücksichtnahme auf die Kollegen. Bei uns ist das so, dass man sich halt gegenseitig die Preise nicht kaputt macht. Da hat jeder was davon.

Ich kenne natürlich Ihr Umfeld nicht. Wenn bei Ihnen die Apotheken einen Preiskampf im OTC-Bereich führen, kann ihr Vorgehen sogar betriebswirtschaftlich sinnvoll sein.

Mich hat es nur gewundert, weil ich gerade von Ihnen hier immer wieder diese Kommentare lese, dass die ABDA ja das Rabattverbot auf auf den PKV-Bereich ausdehnen hätte können bzw. man das RX-Versandverbot weiter fordern hätte können.

@Philipp: Sie werden lachen: Wir verkaufen Lactulose ratiopharm zum UVP. Und es wird gekauft. Der Konkurrent bzw. Kollege stellt das Ding zwar immer mal wieder mit 20% Nachlass rein. Diese Aktionen haben allerdings nahezu keinen Effekt auf unsere Abverkaufszahlen.

An Euch Beide, Phillip und Conny, bitte mit etwas Humor lesen: Wenn es gerade bei den Apothekeninhabern so dermaßen Dicke reinkommt, scheint das für uns Angestellte ja gerade der richtige Zeitpunkt zu sein, morgen am 31.12.2020 zwecks des Coronabonuses mit dem Chef nochmal nachzuverhandeln. ;-)
Wenn es da Luft gibt, bei den Masken die zwei Euro zu erlassen und bei Lactulose ratio Rabatt zu geben, ist gerade sicherlich auch der richtige Zeitpunkt, sich auch mal zwecks einer Gehaltserhöhung zu unterhalten. :-)

Ich muss das gleich mal der ADEXA stecken, dass die Apothekeninhaber gerade gar nicht mehr wissen, wohin mit dem ganzen Geld. Die MfAs haben letztens 4-5 % Gehaltserhöhung rausgehandelt. ;-)

Oder ist es nicht doch so, dass die Apotheken coronabedingt in diesem Jahr doch einen geringeren Gewinn erwirtschaftet haben?

AW: Zuzahlung

von Anita Peter am 30.12.2020 um 19:46 Uhr

Conny, unter dem Namen Ebert wollten sie doch den Versandhandel verbieten, weil er Boni gibt.

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