Sechs statt nur fünf Dosen

Mehr Impfstoff als gedacht

Stuttgart - 29.12.2020, 15:30 Uhr

Die Fläschchen mit BNT162b2 sind überfüllt, sodass eine sechste Dosis entnommen werden kann. (Foto: imago images / Pacific Press Agency)

Die Fläschchen mit BNT162b2 sind überfüllt, sodass eine sechste Dosis entnommen werden kann. (Foto: imago images / Pacific Press Agency)


In den USA entnehmen die Impfärzte schon seit geraumer Zeit sechs Dosen aus den Fläschchen mit BNT162b2 von Biontech/Pfizer. Nun darf auch in Deutschland offiziell statt der fünf Dosen laut Zulassung eine sechste Dosis entnommen und geimpft werden. Das bedeutet: Mehr Menschen können gegen COVID-19 geimpft werden.

Mit den nun ausgelieferten Fläschchen des Corona-Impfstoffs Comirnaty® von Biontech/Pfizer können mehr Menschen geimpft werden als erwartet. Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte am Montag, dass aus einer Ampulle unter bestimmten Voraussetzungen auch sechs statt der vorgesehenen fünf Impfdosen entnommen werden können.

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Laut EU-Zulassung müssen die Behälter fünf Impfdosen enthalten. Alle Ampullen enthalten laut einer Ministeriumssprecherin aber eine leichte Überfüllung, damit die vom Hersteller garantierte Menge sicher mit dem Impfbesteck entnommen werden kann. Bei sorgfältiger Vorgehensweise sei die Entnahme von sechs Dosen grundsätzlich möglich. Sichergestellt sein muss demnach aber immer, dass die vorgeschriebene Menge von jeweils 0,3 ml Impfstoff gespritzt wird.

Ein entsprechendes Papier mit diesen Informationen hat das Ministerium an die Bundesländer geschickt. Darin wird aber auch darauf hingewiesen, dass „unter keinen Umständen“ überschüssiger Impfstoff aus mehreren Durchstechflaschen zu einer Dosis vereint werden dürfe. Laut Gesundheitsministerium werden bis Ende Januar deutschlandweit drei bis vier Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Geimpft werden muss zweimal im Abstand von drei Wochen.


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