Für Risikogruppen

Bremer Apotheken verteilen kostenlose FFP2-Masken zum Schutz vor Corona

Stuttgart - 11.11.2020, 07:00 Uhr

Wie der „Weser-Kurier“ am vergangenen Dienstag meldete, befürchten Apotheker in Bremen einen Ansturm: Wird es durch die kostenlose Ausgabe von FFP2-Masken zu langen Schlangen vor den Apotheken kommen – so wie im Frühjahr vor dieser bayerischen Apotheke? (Foto: Schelbert)

Wie der „Weser-Kurier“ am vergangenen Dienstag meldete, befürchten Apotheker in Bremen einen Ansturm: Wird es durch die kostenlose Ausgabe von FFP2-Masken zu langen Schlangen vor den Apotheken kommen – so wie im Frühjahr vor dieser bayerischen Apotheke? (Foto: Schelbert)


Eine geplante kostenlose Ausgabe von FFP2-Masken zum Schutz vor Corona-Ansteckungen soll in Bremen am Freitag starten. Wie der „Weser-Kurier“ und Radio Bremen unter Berufung auf Angaben der Landesapothekerkammer meldeten, können Mitglieder von Risikogruppen – etwa Menschen ab 65 Jahren – die Masken demnächst in Apotheken abholen. Apotheker befürchten in Bremen nun einen Ansturm.

Derzeit informiert die Apothekerkammer Bremen auf ihrer Webseite unter Aktuelles: „Kostenlose Maskenabgabe für Menschen ab 65 – Detallierte Informationen zur Abgabe von kostenlosen Schutzmasken für Seniorinnen und Senioren in Bremen gibt der Senat am Donnerstag (12.11.2020) in der Senatspressekonferenz bekannt. Bislang ist noch keine Abholung der kostenlosen Masken in Bremer Apotheken möglich. Die Aktion beginnt voraussichtlich zu diesem Wochenende, der genaue Starttermin wird jedoch erst in der Senats-Pressekonferenz kommuniziert. Generell können keine Masken vorab reserviert werden.“

Der „Weser-Kurier“ und Radio Bremen hatten unter Berufung auf Angaben der Landesapothekerkammer gemeldet, dass Mitglieder von Risikogruppen – etwa Menschen ab 65 Jahren – FFP2-Masken demnächst in Apotheken kostenlos abholen können. Pro Monat sollen sie eine Packung mit jeweils zehn Stück erhalten, hieß es. Insgesamt würden nun rund 140 Apotheken in Bremen und Bremerhaven beliefert. Unklar war zunächst, ob auch jüngere Bürgerinnen und Bürger mit Vorerkrankungen einen grundsätzlichen Anspruch auf die Masken haben.

Der Bremer Senat hatte ein möglichst einfaches Ausgabeverfahren angekündigt: „Wir wollen den bürokratischen Aufwand dabei so gering wie möglich halten.“ Nach Angaben eines Sprechers aus der vorigen Woche sind weder ein ärztliches Attest noch ein Rezept nötig. „Es reicht, den Anspruch glaubhaft vorzutragen.“ Das Land Bremen will dafür zunächst 2 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Ausgabe der Masken soll die übrigen Corona-Schutzmaßnahmen zusätzlich unterstützen.

Apotheker in Sorge

Wie der „Weser-Kurier“ am vergangenen Dienstag meldete, befürchten Apotheker in Bremen nun einen Ansturm. Wird es durch die kostenlose Ausgabe zu langen Schlangen und dichtem Gedränge vor den Geschäften kommen? „Uns ist wichtig zu sagen, dass wir uns ehrenamtlich einbringen und dafür Sorge tragen müssen, dass für die Mitarbeiter und auch die Kunden die Sicherheit an erster Stelle steht. Es ist nicht sinnvoll, dass ab Freitag die Kunden dicht an dicht vor den Apotheken stehen. In diese Richtung geht auch meine Kritik, denn die Gratis-Verteilung von Masken birgt auch Risiken“, wird Thomas Real, Inhaber der Raths-Apotheke am Marktplatz, zitiert. „Jeder sollte darüber nachdenken, dass es nicht zu so Szenen kommt wie im Frühjahr beim Verkauf von Toilettenpapier. Wir wollen kein Wettrennen bei der Verteilung der Masken.“ Im Vorfeld hatte es laut „Weser-Kurier“ zunächst Überlegungen gegeben, die Ausgabe an ein ärztliches Attest zu knüpfen, was zusätzlich einen möglichen Ansturm auf Arztpraxen bedeutet hätte. 

Wie lange die Gratis-Ausgabe der Spezialmasken in den Apotheken des Landes laufen soll, ist derzeit noch nicht bekannt, schreibt der „Weser-Kurier“.


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2 Kommentare

Beziehen die Bremer Apotheken Inhaber und ihre Mitarbeiter ein Gehalt vom Stadtstaat?

von Andreas Michael Grünebaum am 11.11.2020 um 18:38 Uhr

Habe ich es vielleicht versäumt und die Bremer Apotheken wurden inzwischen verstaatlicht? Immerhin würden dann die Inhaber und Angestellten nach BAT vergütet und verfügten über sehr weitreichenden Kündigungsschutz, wie auch Unterstützung durch die ÖTV bei den jährlichen Tarifrunden.

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von Conny am 11.11.2020 um 8:12 Uhr

....und wenn ich schon mal hier bin, bitte noch die Apothekenumschau,Wie ohne Fernsehnprogramm ?Meine Stammapotheke hat aber... Haben Sie wenigstens einen Kalender ? Meine Apotheke ihrer ist aber mit Naiver Malerei. Haben Sie sonst noch einen Wunsch ? Nein, ich bestelle meine Medikamente online. In diesem Sinne viel Spaß nach Bremen !

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