Aus der Praxis

E-Rezept ohne Smartphone – geht das?

Stuttgart - 07.10.2020, 13:40 Uhr

Apothekerin Heike Gnekow gab bei der Interpharm online praktische Tipps zum E-Rezept. Gnekow hat bereits Erfahrung mit E-Rezepten durch ein Projekt mit der TK in Hamburg-Wandsbek. (Foto: Schelbert)

Apothekerin Heike Gnekow gab bei der Interpharm online praktische Tipps zum E-Rezept. Gnekow hat bereits Erfahrung mit E-Rezepten durch ein Projekt mit der TK in Hamburg-Wandsbek. (Foto: Schelbert)


Das E-Rezept einmal ganz praktisch – das erklärte Apothekerin Heike Gnekow bei der Interpharm online. Wissen Sie schon, wie man bei Hilfsmitteln unterschreibt, wie man zusätzliche Erklärungen auf der Verordnung dokumentiert und was eigentlich Patienten ohne Smartphone machen?

Das E-Rezept kommt. Das ist kein hypothetisches Zukunftsszenario mehr. Dank eines sehr aktiven und treibenden Bundesgesundheitsministers arbeiten manche Arztpraxen und Apotheken bereits mit dem E-Rezept. Mit der Einführung ab Mitte 2021 sollen Papierrezepte zum Auslaufmodell werden, ab 2022 ist die Nutzung des E-Rezepts bundesweit für gesetzlich Versicherte und verschreibungspflichtige Arzneimittel verpflichtend – Ausnahmen bestätigen die Regel. Wobei relativierend gesagt werden muss, dass Deutschland in puncto elektronischem Verordnungsprozess nicht gerade Vorreiter ist. Finnland habe bereits vor Jahren eine 100-Prozent-E-Rezept-Quote erreicht, erklärte Heike Gnekow, Apothekerin aus Wandsbek und bereits versiert im alltäglichen Umgang mit E-Rezepten, bei der Interpharm online.

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Modellprojekt in Wandsbek mit der TK

Die Apothekerin ist routiniert im Umgang mit E-Rezepten: Ihre Adler-Apotheke in Wandsbek war die erste, die gemeinsam mit dem dortigen Diabeteszentrum und der Techniker Krankenkasse ein Modellprojekt zur elektronischen Verordnung startete (mittlerweile sind viele weitere Apotheken und Kassen dabei, die weit überwiegende Zahl der E-Rezepte läuft aber nach wie vor über die Adler-Apotheke). Wichtig war allen Beteiligten, dass es eine freie Apotheken- und Ärztewahl gibt und keine Zuweisung vorliegt. „Wir wollten zeigen, dass E-Rezepte klappen“, so Gnekow. Deswegen kümmere man sich im Modell ausschließlich um Verordnungen über Fertigarzneimittel und Hilfsmittel und vorerst nicht um Spezialrezepte, wie BtM- oder T-Rezepte und Rezepturen.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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1 Kommentar

Dafür

von Karl Friedrich Müller am 07.10.2020 um 16:07 Uhr

Dass das E-Rezept bald kommen soll, weiß man herzlich wenig, genau: gar nichts darüber.
Das ist schlicht unmöglich. Nur nebulöses Gequatsche. Es gibt ja auch noch nichts, nur Kuddelmuddel

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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