Aktuelle Bevölkerungsumfrage

Großes Interesse an Impfung in der Apotheke

Traunstein - 27.08.2020, 13:00 Uhr

Laut einer Umfrage halten 44 Prozent der Deutschen Präventionsmaßnahmen wie Impfen seit Beginn der Corona-Pandemie für wichtiger als zuvor. (Foto: contrastwerkstatt / stock.adobe.com)

Laut einer Umfrage halten 44 Prozent der Deutschen Präventionsmaßnahmen wie Impfen seit Beginn der Corona-Pandemie für wichtiger als zuvor. (Foto: contrastwerkstatt / stock.adobe.com)


In der Bevölkerung besteht eine große Bereitschaft, sich in der Apotheke impfen zu lassen. So äußerte bei einer aktuellen Umfrage jeder Zweite, dass er vorbeugende Dienstleistungen wie zum Beispiel Impfungen auch in der Apotheke wahrnehmen würde. 

Wie hat Corona das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen verändert? Das war Thema einer  repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, die im Auftrag von Pfizer Deutschland durchgeführt wurde. Und tatsächlich: 44 Prozent der Deutschen halten Präventionsmaßnahmen wie Impfen seit Beginn der COVID-19-Pandemie für wichtiger als zuvor, 42 Prozent halten sie für gleich wichtig wie in Vor-Corona-Zeiten. Dabei sind nur knapp 60 Prozent der Befragten der Ansicht, dass unser Gesundheitssystem gut darin ist, Krankheiten vorzubeugen.

Doch was würde dazu beitragen, dass  Präventionsmaßnahmen wie Impfungen mehr genutzt werden? 37 Prozent der Befragten wünschen sich bessere Informationen über Prävention, gefolgt von Bonusprogrammen, beispielsweise durch die Krankenkassen (27 Prozent). Knapp jeder Vierte würde eine Präventions-App nutzen und jeder Fünfte zusätzliche Angebote in Apotheken.

Impfungen haben durch Corona an Bedeutung gewonnen

Die Coronakrise und die Hoffnung auf einen wirksamen Impfstoff hat offenbar auch die generelle Beurteilung von Impfungen deutlich beeinflusst. Immerhin 42 Prozent der Befragten finden die Grippeimpfung wichtiger als vor der COVID-19-Pandemie und 40 Prozent die Pneumokokkenimpfung. Aber auch Impfungen wie Tetanus und Masern, die mit Corona eigentlich nichts direkt zu tun haben, konnten an Zuspruch gewinnen.

Für Pharmazeuten besonders spannend ist die Frage, inwieweit die Apotheken als Ort der Prävention akzeptiert werden. Da ist es vor dem Hintergrund der im Herbst startenden Modellprojekte zu Grippeimpfungen in der Apotheke durchaus erfreulich, dass 52 Prozent der Befragten angeben, vorbeugende Dienstleistungen wie Impfungen auch in der Apotheke nutzen zu wollen.

Fensch: Vorsorge muss einfacher werden

„Leicht zugängliche Präventionsangebote sind entscheidend, wenn wir  
unser Gesundheitssystem zukunftsfähig machen wollen", kommentiert Martin  
Fensch, Mitglied der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland, die Umfrageergebnisse. Die Menschen hätten durch Corona die Notwendigkeit erkannt, mehr für die eigene Gesundheit zu tun. Fensch fordert daher: „Jetzt gilt es, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu setzen und Vorsorge einfacher zu machen."  


Dr. Christine Ahlheim (cha), Chefredakteurin AZ
redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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