SARS-CoV-2

Curevac will Corona-Impfstoff nicht zum Selbstkostenpreis anbieten

London / Tübingen - 17.08.2020, 10:30 Uhr

Curevac will an seinem Impfstoff gegen COVID-19 auch verdienen. (m / Foto: imago images / Eibner)

Curevac will an seinem Impfstoff gegen COVID-19 auch verdienen. (m / Foto: imago images / Eibner)


Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac will mit einem möglichen COVID-19-Impfstoff auch Gewinne für die Eigentümer erzielen. „Wir können das nicht zum Selbstkostenpreis machen“, sagte Curevac-Finanzchef Pierre Kemula im Interview der „Financial Times“. 

Während die Pharmakonzerne AstraZeneca und Johnson & Johnson im Rahmen von großen Vorbestellungen von EU- und US-Behörden angekündigt hatten, zumindest während der Pandemie keinen Gewinn mit möglichen Impfstoffen anzustreben, geht Curevac einen anderen Weg. Finanzchef Pierre Kemula erklärte im Interview der „Financial Times“ (Sonntag): „Wir können das nicht zum Selbstkostenpreis machen. Wir haben Investoren, die seit zehn Jahren Geld in das Unternehmen stecken, also sollte es eine kleine Rendite für sie geben.“

Curevac geht davon aus, dass vom eigenen Impfstoffkandidaten womöglich kleinere Dosen verabreicht werden können als bei Konkurrenten. „Das würde uns einen wettbewerbsgerechten Preis ermöglichen, mit dem wir noch eine gewisse ethische Marge erzielen könnten“, sagte Kemula dem Blatt. Wie hoch die Marge sein würde, wollte der Manager der Zeitung nicht verraten.

Mehr zum Thema

Impfstoffherstellung

GSK steigt bei Curevac ein

Vorstandschef Franz-Werner Haas stellte derweil in Aussicht, die Produktionskapazität des Impfstoffs schnell auszuweiten. Nach der geplanten Zulassung in der ersten Jahreshälfte 2021 könnte sie zunächst einige Hundert Millionen Dosen betragen. „Wir wollen bis Mitte 2022 mit einer weiteren industriellen Produktionseinheit in der Lage sein, eine Milliarde oder mehr Dosen pro Jahr herzustellen“, sagte Haas dem Finanzportal Börse-Online. „Eine beschleunigte Zulassung schließen wir nicht aus, sie kann es aber nur in enger Abstimmung mit den Behörden geben“, sagte Haas.



dpa-AFX / ks
redaktion@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Millionenfach bestellt und produziert – auch ohne Zulassung

Der „Run“ auf COVID-19-Impfstoffe

Sorgen über Delta-Virusvariante

Die Corona-News des Tages

Mit Rückenwind an die Nasdaq

Curevac plant Börsengang

Zwischenanalyse: 47 Prozent Wirksamkeit

Corona-Impfstoff von Curevac wirkt weniger als erhofft

Impfstoffherstellung

GSK steigt bei Curevac ein

Comirnaty ab 12 Jahren

Die Corona-News des Tages

Impfrekord, Zugespitzte Lage in Kliniken

Die Corona-News des Tages

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.