DAZ.online-Spezial: Reisen trotz Corona

Reisekaugummi richtig kauen (Teil 2)

Stuttgart - 08.07.2020, 16:30 Uhr

Manchmal hilft auch schon das Kaugummikauen ohne Wirkstoff geben Reiseübelkeit. (c / Foto: ZzzUfa /stock.adobe.com)

Manchmal hilft auch schon das Kaugummikauen ohne Wirkstoff geben Reiseübelkeit. (c / Foto: ZzzUfa /stock.adobe.com)


Auch wenn Fernreisen in diesem Jahr schwierig sein dürften, jedes achte Kind und viele Millionen Erwachsene leiden unter Reiseübelkeit. Die Fahrt mit dem Auto in den Urlaub könnte für manche zur Tortur werden. Wie Kinetosen entstehen, haben Sie bereits im ersten Teil erfahren. Welche Präparate aus der Apotheke wie helfen und wieso auch das Kaugummikauen erklärt sein will, erfahren Sie hier.

Das Antihistaminikum Dimenhydrinat wirkt durch eine Blockade der H1-Rezeptoren im Brechzentrum und im Vestibulariskern sowie durch eine Hemmung der Muskarinrezeptoren antiemetisch. Der Wirkstoff ist in verschiedenen Darreichungsformen auf dem Markt erhältlich: zum Beispiel Reisegold® Tabletten (ab sechs Jahren), Superpep® Reisekaugummis (ab sechs Jahren) oder Vomex A® Suppositorien (40 mg ab 8 kg, 70 mg ab 15 kg) oder Sirup (ab 6 kg). Das Antiemetikum sollte dabei etwa eine halbe bis ganze Stunde vor Reiseantritt verabreicht und die Eltern darauf hingewiesen werden, dass das Medikament müde machen kann. 

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Verlangt ein Kunde in der Apotheke ein Mittel gegen Reiseübelkeit, gilt es – neben dem Alter des Reisenden – zunächst abzuklären, ob das Mittel nur für den Fall eines Falles mit auf die Reise genommen werden soll, oder ob es dem Betroffenen regelmäßig auf der Fahrt übel wird. Je nachdem empfehlen sich dann unterschiedliche Darreichungsformen: Wird nur ein „Stand-by-Medikament“ benötigt, sind schnell wirksame Reisekaugummis das Mittel der Wahl. Wer dagegen regelmäßig von Reiseübelkeit geplagt wird, sollte schon prophylaktisch ein Antiemetikum in Tablettenform einnehmen. Ein wichtiger Abgabehinweis ist daher, die Tabletten eine halbe bis eine Stunde vor Reiseantritt mit etwas Flüssigkeit zu schlucken, damit sich die Übelkeit erst gar nicht einstellt. Nach drei bis vier Stunden kann die Einnahme wiederholt werden. Zäpfchen sind nicht nur für Kleinkinder, sondern auch dann eine geeignete Behandlungsoption, wenn der Brechreiz bereits so stark ist, dass man mit Tabletten nichts mehr ausrichten kann.



Cornelia Neth, Autorin DAZ.online
redaktion@daz.online


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