Die gute Nachricht des Tages

WHO hat Hoffnung auf Corona-Impfstoffe noch in diesem Jahr

Stuttgart - 19.06.2020, 07:00 Uhr

Das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hat eine zweite klinische Prüfung eines Impfstoffs gegen COVID-19 in Deutschland genehmigt. (Foto: imago images / Future Image)

Das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hat eine zweite klinische Prüfung eines Impfstoffs gegen COVID-19 in Deutschland genehmigt. (Foto: imago images / Future Image)


Ist bei der Impfstoffentwicklung gegen SARS-CoV-2 noch kein Land in Sicht? Einige Meldungen der letzten Tage geben Hoffnung: Die erste klinische Studie mit dem Corona-Impfstoffkandidaten der Firma CureVac hat am Donnerstag an der Uniklinik Tübingen begonnen. Und nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation könnten bis Ende des Jahres ein oder zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus schon hergestellt werden. 

Vorhersagen sind immer schwierig, aber wenn alles glatt läuft mit den derzeitigen Studien, könnten bis Ende des Jahres nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein oder zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus vorliegen – und auch schon einige Hundert Millionen Impfdosen hergestellt sein, sagte die Chefwissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan, am vergangenen Donnerstag in Genf. An rund 200 möglichen Impfstoffen werde zur Zeit geforscht, ein knappes Dutzend werde schon am Menschen getestet. „Selbst, wenn der erste oder zweite schließlich doch nicht hält, was er verspricht, sollten wir die Hoffnung nicht aufgeben“, sagte Swaminathan.

Eine Herausforderung seien die Herstellungskapazitäten, so Swaminathan weiter. Mehrere Firmen hätten aber schon kräftig investiert. Bis Ende nächsten Jahres könnten zwei Milliarden Impfdosen vorliegen, zeigte sich die Wissenschaftlerin überzeugt.

Die WHO arbeite mit allen Ländern der Welt an einer Vereinbarung über Prioritäten bei der Verteilung. Dass ein Land einen Impfstoff für sich sichere, solle vermieden werden, sagte sie. Auf einer Prioritätenliste könnten zum Beispiel das Personal in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Polizisten, Verkäufer, ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen stehen.

Obwohl Impfstoffe nun im Rekordtempo entwickelt würden, dürfe es keine Kompromisse bei der Sicherheit geben, sagte Swaminathan. Sie schloss nicht aus, dass bei Massenimpfungen sehr seltene Nebenwirkungen auftreten. Man müsse Risiko und Nutzen stets gut abwägen. „Es gibt nichts in der Welt, das null Risiko hat“, sagte sie.



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4 Kommentare

Irrwitzig

von Jens Menne am 26.06.2020 um 16:06 Uhr

Ihnen ist schon klar, dass sie mit ihrem wahnwitzigen Vorschlag (Ältere opfern) gegen das Grundgesetz verstoßen? Glücklicherweise ist eine Aufrechnung von Leben nicht zulässig. Da müssen Sie zum Glück in irgendeine Bananenrepublik auswandern um in den Genuss solch abstruser Vorschläge zu kommen.

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Wunderimpfung

von Fred Mahr am 21.06.2020 um 20:37 Uhr

Es wird keinen Zauberimpfstoff 2020 geben,
der "Strohhalm" wäre ein Herdenimmunität !!
Wir haben "die besten Virologen", die mir Hoffnung geben!
Wir haben die Pflicht unsere älteren Mitmenschen zu schützen,
einen Impfstoff wird es erst ab Sommer 2021 geben!
Der beste Schutz wären ANTIKÖRPER !!
Es gibt doch alle Jahre "Grippewellen", Impfungen
für Mitmenschen die es brauchen!! Ist auch OK!
Wir brauchen mehr als 4 Jahre für eine Herdenimmunität,
Lösung : mit Verstand und Pflichterfüllung in eine
"positive Zunkunft"!! DANKE !!

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AW: Wunderimpfung

von Gion am 23.06.2020 um 18:14 Uhr

4 Jahre wollen sie also noch warten bis wieder Schausteller Volksfeste Kneipen Discos etc eröffnen dürfen?
Überlegen Sie mal was Sie da fordern lieber ältere opfern wie von jungen die Zukunft verbauen

AW: Wunderimpfung

von Marco Brose am 24.06.2020 um 8:06 Uhr

Dieser Meinung bin ich auch. Wor können nicht und dürfen nicht Jahrelang mit diesen Einschränkungen leben. Der Schaden für die Gesellschaft ist jetzt schon enorm. Wir würden den eine ganze Generation von Kinder ihr Leben lang Zeichen. Ganz zu schweigen von unserem Kulturellen zusammenleben. Wir brauchen Maßnahmen die gezielt die Risikogruppe schützt. Für alle anderen ist das Virus nicht gefährlich.

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