Zu viele falsch negative Ergebnisse?

FDA bezweifelt Zuverlässigkeit von Corona-Tests in den USA

Berlin - 15.05.2020, 15:00 Uhr

Beim Corona-Testsystem von Abbott, das unter anderem im Weißen Haus verwendet wird, fürchtet die FDA zu viele falsch negative Resultate. ( r / Foto: imago images/MediaPunch)

Beim Corona-Testsystem von Abbott, das unter anderem im Weißen Haus verwendet wird, fürchtet die FDA zu viele falsch negative Resultate. ( r / Foto: imago images/MediaPunch)


Bei einem unter anderem im Weißen Haus verwendeten Corona-Schnelltest in den USA gibt es zunehmend Zweifel an der Zuverlässigkeit. Die US-Arzneimittelaufsicht FDA warnte am Donnerstag (Ortszeit), dass das vom Gesundheitskonzern Abbott hergestellte Testsystem womöglich falsche Ergebnisse liefere.

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA traut dem Corona-Schnelltest von Abbott nur bedingt: Es sei möglich, dass das System falsch negative Ergebnisse liefere, teilte die FDA am Donnerstag mit. Sie verwies dabei auf mehrere Studien. Für den Test hatte Abbott erst im März eine Notfallzulassung der FDA erhalten. US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident Mike Pence sowie Top-Mitarbeiter werden derzeit täglich mit Hilfe des Schnelltests auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet.

Das System namens ID Now soll mit Material von Nasenabstrichen eine Infektion mit Sars-CoV-2 nachweisen können. Die FDA äußerte die Besorgnis, dass es dabei womöglich häufiger zu falschen Resultaten kommt: Infizierte Personen könnten womöglich ein negatives Testergebnis erhalten. Sie wähnen sich dann gesund und können in der Folge unwissentlich andere Menschen anstecken.

Positive Ergebnisse sind verlässlich

Nicht bezweifelt werde die Zuverlässigkeit des Tests, wenn dieser ein positives Ergebnis liefert, hieß es. Die FDA sei zudem noch in der in der Überprüfungsphase und befinde sich im direkten Kontakt mit Abbott. Das Unternehmen teilte mit, es werde derzeit untersucht, wie die Stichhaltigkeit der Ergebnisse verbessert werden könne. Es verwies darauf, dass Nutzer bisher eine sehr geringe Fehlerquote gemeldet hätten. Zudem sei das Gerät in einigen Studien nicht sachgerecht verwendet worden. Fehler bei Handhabung, Lagerung und Transport des Systems könnten das Ergebnis beeinflussen.


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