Symptome

Allergie oder Corona?

Bonn - 13.04.2020, 10:00 Uhr

Manche Allergiker sind besorgt, dass sie keine „normale“ Allergie haben, sondern sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Starker Niesreiz ist ein deutliches Indiz für eine Allergie.(Foto: BillionPhotos.com /stock.adobe.com)

Manche Allergiker sind besorgt, dass sie keine „normale“ Allergie haben, sondern sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Starker Niesreiz ist ein deutliches Indiz für eine Allergie.(Foto: BillionPhotos.com /stock.adobe.com)


Nachdem die Erkältungswelle in den letzten Wochen ausgelaufen ist und die Influenza in der Kalenderwoche 12 vom Robert Koch-Institut für beendet erklärt wurde, beherrscht in diesen Tagen das Corona-Virus das Krankheitsgeschehen. Das frühlingshafte Wetter bedingt aber derzeit einen erhöhten Pollenflug und viele Heuschnupfen-Geplagte leiden besonders unter den Symptomen. Allerdings sind manche Allergiker besorgt, dass sie keine „normale“ Allergie haben sondern sich mit dem Coronavirus angesteckt haben.  

Heuschnupfen-Geplagte gibt es das ganze Jahr über, das Aufblühen einiger Pflanzenarten von Februar bis März belastet alle, die gegen die Pollen von Frühblühern wie Hasel und Erle allergisch sind. Der Winter 2019/2020 verlief ungewöhnlich mild. Die Pollensaison startete daher in diesem Jahr mit der Blüte von Hasel und Erle früher und auch deutlich stärker als im langjährigen Schnitt. Und nicht nur, dass die Pollen-Saison dieses Jahr besonders früh gestartet ist, es wird auch insgesamt eine viel intensivere Saison erwartet.

Unterschiedlich starke Symptome von Saison zu Saison

Vor allem im April und Mai, wenn Birke, Eiche, Eibe, Esche, Flieder und Rotbuche blühen, sind die meisten Allergiker betroffen, denn jetzt ist die Belastung besonders hoch und es kommt vermehrt zur Allergischen Rhinitis. Die Symptome können von Jahr zu unterschiedlich stark in der Ausprägung sein: Während Heuschnupfen-Patienten in einem Jahr nur über leichte Beschwerden berichten, klagen sie in anderen Saisons über sehr starke oder auch noch nie da gewesene Symptome. Allerdings sind Allergiker mit starken Symptomen dieser Tage besonders besorgt und verunsichert und stellen sich und in der Apotheke die Frage, ob es sich nicht vielleicht bei auftretenden respiratorischen Symptomen wie Husten um eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus handelt.

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Hilfreich ist an dieser Stelle die Frage, ob ähnliche Symptome bereits in den vorherigen Jahren zur gleichen Zeit aufgetreten sind und eher allergietypisch sind, wie zum Beispiel juckende Augen, Fließschnupfen oder anfallsartiges Niesen. Durchaus berichten Allergiker aber in Jahren mit sehr starkem Pollenflug über Symptome, die vorher gar nicht oder nur sehr viel schwächer aufgetreten sind.



Lars Peter Frohn, Apotheker, Autor DAZ.online
radaktion@daz.online


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2 Kommentare

viele Unterschiede

von Thomas Raab am 25.04.2020 um 21:37 Uhr

Ich glaube, dass es kaum möglich ist, Corona mit einer Pollenallergie zu verwechseln. Corona ähnelt mehr einer Grippe, bei einer Allergie kommt es ja nicht zu Fieber oder so. Ich spreche da aus Erfahrungen, weil ich seitdem ich klein bin an einer Pollenallergie leide. Mittlerweile habe ich das aber dank natürlicher Antihistaminika wie Alleovite gut im Griff. So linderten sich auch meine Atembeschwerden und die verstopfte Nase .

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: viele Unterschiede

von Simmi am 29.04.2020 um 1:36 Uhr

Also, ist es richtig, dass du von dir auf alle anderen schließt?! Das macht natürlich Sinn! Die Menschen und Allergien sind ja so einseitig?!
Andere haben vielleicht noch andere chronischen Erkrankungen, wie Rheuma, wo Fieber durchaus mal vorkommen kann, bei Bronchitis durch Allergie übrigens auch. Erst recht, wenn man vor lauter Sorge sich wochenlang nicht traut die Immunsuppressiva einzunehmen wegen dem Corona. Dann hat dieser Mensch vielleicht dieses Jahr einen entzündeten Hals durch die Pollen und dann die Nebeneffekte der Maske (wie man auch bei Ministerpräsident Dr. Söder in der PK hören konnte), denn die trocknen den Rachen aus. Der Stoff fängt alle Feuchtigkeit auf. Pollen landen direkt im gereitzten und trockenem Hals. Bupps = Hustenreiz kommt dazu. Nach Tagen/Wochen Pollenflug kommt die Luftnot dazu. Inkubationszeit oder Komplikation durch Pollenallergie? Wann war ich wo? War ich beim Einkauf zu unvorsichtig? War da wer? Das macht einen verrückt, wenn man dieses Virus sicherlich nicht überleben würde. Wenn man nach zwei Wochen noch lebt, war es Allergie. Das Problem: die zwei Wochen beginnen jeden Tag von vorne oder spätestens dann, wenn ich wieder mal raus musste.
Mit dem heruntergefahrenem Immunsystem wegen dem Rheuma überlegt man sich viermal, ob man sich in einem Testzentrum einreiht.
Antiallergika helfen mal und beim nächsten Mal nicht. Wer kennt das nicht?!
Da kann man sich schon mal fragen, wovon man etwas abhängig machen soll. Weil eben nicht alles gleich läuft! Schon gar nicht bei Allergien.
Wenn der Körper eines Tages glaubt, hey, die Reaktion die ich da liefere, löst das Problem nicht, dann kann der Körper am nächsten Tag, im nächsten Monat mit Fingerschnippen anders reagieren. Das entscheidet ein jedes Immunsystem ganz individuell.

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