Beispiel Völker-Schule in Osnabrück

Was bedeutet die Coronakrise für die PTA-Schulen?

Berlin - 26.03.2020, 12:29 Uhr

Die Völker-Schule in Osnabrück ist wie alle PTA-Schulen von den bundesweiten Schulschließungen betroffen. Jetzt wurde auf digitale Lehre umgestellt, damit der Unterricht trotzdem weitergehen kann. (s / Foto: Völker-Schule)

Die Völker-Schule in Osnabrück ist wie alle PTA-Schulen von den bundesweiten Schulschließungen betroffen. Jetzt wurde auf digitale Lehre umgestellt, damit der Unterricht trotzdem weitergehen kann. (s / Foto: Völker-Schule)


Aufgrund der Corona-Pandemie wurden in ganz Deutschland Schulen vorerst geschlossen, in den meisten Bundesländern bis zum Ende der Osterferien. Das stellt auch PTA-Schulen vor eine Herausforderung, denn der Unterricht soll weitergehen. Viele Schulen stellen jetzt auf digitale Lehre um. Die Völker-Schule in Osnabrück erklärt gegenüber DAZ.online, wie man sich an die aktuelle Situation anpasst, um kontinuierlich neues Fachpersonal auszubilden zu können.

Während die meisten Pharmaziestudierenden derzeit eigentlich Semesterferien hätten – wenn sie nicht gerade im zweiten Staatsexamen sind –, wäre an den PTA-Schulen in Deutschland reguläre Unterrichtszeit. Doch die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie lassen einen gewöhnlichen Unterrichtsbetrieb nicht mehr zu. Die bundesweiten Schulschließungen betreffen auch Berufsschulen. Viele stellen jetzt auf digitale Lehre um.

In der aktuellen Lage sei es besonders wichtig, gerade die PTA-Ausbildung fortzusetzen, damit ab August weiteres Fachpersonal die Apotheken unterstützen könne, erklärt Burkhard Pölzing, Schulleiter der Völker-Schule in Osnabrück. Seine Schule hat seit vergangener Woche den Unterricht umgestellt und ist nun durch Online-Meetings, Cloud-Server und per E-Mail für ihre 215 Schülerinnen und Schüler da, um ihnen so einen geregelten Schulalltag bieten zu können. So findet seit vergangener Woche der Schulunterricht in etwas abgespeckter Form nach Stundenplan statt. Alles klappe noch nicht immer optimal, aber man gehe optimistisch an die Sache heran und sei offen für neue Ideen, erklärte die Schule.

Wie die Schüler mit der Situation umgehen:

„Die aktuelle Stimmung bei meinen Mitschülern, Mitschülerinnen und mir ist gut. Wir sind alle motiviert, den Unterricht, wie er in dieser Woche stattgefunden hat, in der nächsten Woche so fortzuführen“, sagt die Klassensprecherin der P18d. Vor allem sich untereinander austauschen zu können und sich dabei auch noch im virtuellen Klassenzimmer zu sehen, werde rege genutzt. Das einzige, was ihnen während des Unterrichts aufgefallen sei, ist, dass man durch das lange auf den Bildschirm schauen, den Vormittag über schnell Kopfschmerzen bekomme. Nun soll es mehr Pausen für alle geben.

Finden Abschlussprüfungen statt?

Viele Schüler denken auch an Ihre Klassenarbeiten, Prüfungspraktika oder sogar an die Versetzung oder Abschlussprüfungen. Klassenarbeiten und Prüfungspraktika finden derzeit allerdings nicht statt. Die Durchführung der Prüfungen ist aktuell noch bei den Ministerien in Klärung. Bei der Versetzung und den Abschlussprüfungen im Sommer soll es für Sie als Schülerinnen und Schüler jedoch keine Nachteile geben, erklärt der Schulleiter. Was genau das jedoch bedeutet, ist wie so vieles in dieser Zeit noch unklar.

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Svea Türschmann
redaktion@daz.online


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