Coronavirus

China hilft der EU mit Schutzausrüstung

Remagen - 20.03.2020, 11:30 Uhr

Die EU-Kommission teilt mit, dass China im Kampf gegen das Coronavirus Schutzausrüstung spendet. (t/Foto: imago images / Müller)

Die EU-Kommission teilt mit, dass China im Kampf gegen das Coronavirus Schutzausrüstung spendet. (t/Foto: imago images / Müller)


Eine Hand wäscht die andere: Wie die Europäische Kommission mitteilt, wird China der EU im Kampf gegen das Coronavirus zwei Millionen Operationsmasken, 200.000 N95-Schutzmasken und 50.000 Diagnose-Sets liefern. Außerdem wird die Europäische Union im Rahmen der Notfallreserve „rescEU“ einen strategischen Vorrat an medizinischer Ausrüstung wie Beatmungsgeräten und Schutzmasken anlegen.

In einer aktuellen Pressemitteilung bedankt sich Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei China ausdrücklich für die angekündigte Unterstützung im Kampf gegen das Coronavirus. Bei der Gelegenheit erinnert sie daran, dass die EU Anfang des Jahres in kürzester Zeit 50 Tonnen Schutzkleidung und medizinische Ausrüstung nach Wuhan geliefert hatte. „China hat nicht vergessen, dass die EU im Januar ohne zu zögern geholfen hat, als China das Zentrum des Virusausbruchs war“, erklärt Von der Leyen. „Heute ist Europa das Zentrum der Coronavirus-Pandemie. Und jetzt brauchen wir selbst dringend Schutzausrüstung.“ Zwar sei Europa bereits dabei, die Produktion zu steigern um den europäischen Bedarf zu decken und einige Unternehmen stellten gerade ihre Produktionslinien auf den neuen Bedarf um, aber dieser Prozess brauche Zeit.

Strategischer Vorrat an Schutzausrüstung für die EU

Darüber hinaus will die Kommission zum ersten Mal im Rahmen der Notfall-Reserve rescEU eine gemeinsame europäische Reserve von medizinischer Notfallausrüstung anlegen. Zu den Produkten, die bevorratet werden sollen, gehören:

  • medizinische Ausrüstung für die Intensivpflege wie Beatmungsgeräte,
  • persönliche Schutzausrüstungen wie wiederverwendbare Schutzmasken,
  • Impfstoffe und Therapeutika,
  • Labormaterial.

Die Vorräte sollen zu 90 Prozent von der Kommission finanziert werden. Sie sollen von einem oder mehreren Mitgliedstaaten aufgenommen werden, die auch für die Beschaffung der Ausrüstung zuständig sein sollen. Die Verwaltung der Bestände über das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen soll sicherzustellen, dass sie dort zum Einsatz kommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.



Dr. Helga Blasius (hb), Apothekerin
redaktion@daz.online


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