Dringende Arzneimittel-Meldung

Vorsicht: Valproat-Ampullen statt Antiarrhythmikum Sotalol

Stuttgart - 09.03.2020, 14:00 Uhr

Sotalolpackungen von Carinopharm können Orfiril-Ampullen enthalten. Es drohen gefährliche Konsequenzen, sollten Sotalol-Patienten Orfiril verabreicht bekommen. (Foto: Zerbor / stock.adobe.com)

Sotalolpackungen von Carinopharm können Orfiril-Ampullen enthalten. Es drohen gefährliche Konsequenzen, sollten Sotalol-Patienten Orfiril verabreicht bekommen. (Foto: Zerbor / stock.adobe.com)


Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) informiert am heutigen Montag mittels AMK-PHAGRO-Schnellinformation über eine „Präparateuntermischung“: In einer Packung des Arzneimittels Sotalol-Carinopharm 40 mg/4 ml Injektionslösung, 5 Ampullen, mit intaktem Erstöffnungsschutz wurden Ampullen des Arzneimittels Orfiril 100 mg/ml Injektionslösung der Firma Desitin Arzneimittel GmbH gefunden. Patienten, die an akuten Herzrhythmusstörungen leiden, könnten also falsch behandelt werden.

Die Untermischung von Ampullen des Arzneimittels Orfiril® 100 mg/ml Injektionslösung der Firma Desitin Arzneimittel GmbH in einer Packung des Arzneimittels Sotalol-Carinopharm 40 mg/4 ml Injektionslösung, 5 Ampullen, mit intaktem Erstöffnungsschutz kann zur Fehlbehandlung von Patienten, die an akuten Herzrhythmusstörungen leiden, führen. Davor warnt aktuell die AMK (Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker) via Schnellinformationssystem. Würden die Orfiril®-Ampullen verabreicht (Wirkstoff: Valproat), sei mit unerwünschten, evtl. lebensbedrohlichen, Arzneimittelwirkungen zu rechnen. Denn bei Sotalol handelt es sich um ein Antiarrhythmikum der Klasse III, während es sich bei Valproinsäure um ein Antiepileptikum handelt.

Packungen der betroffenen Charge seien seit dem 11. April 2019 ausgeliefert worden. Festgestellt wurde die „Präparateuntermischung“ laut AMK in einer Krankenhausapotheke. Die AMK bittet nun Apotheken und Großhandel um sofortige Überprüfung der Warenbestände und Sperrung betroffener Packungen vom Verkauf. Unverzüglich sollen auch die belieferten Institutionen informiert werden.

Bei Rückfragen: telefonisch unter 05068 933330 oder per E-Mail an info@carinopharm.de 


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