Mögliche Kontamination

Apotheke in Brighton vorsorglich wegen Coronavirus geschlossen

Remagen - 13.02.2020, 12:29 Uhr

Die zum deutschen Apothekenkonzern McKesson Europe gehörende Apothekenkette Lloydspharmacy musste Anfang dieser Woche eine Filiale im südenglischen Brighton (hier ein Symbolfoto) schließen. Grund: Verdacht auf Coronavirus. (s / Foto: McKesson Europe)

Die zum deutschen Apothekenkonzern McKesson Europe gehörende Apothekenkette Lloydspharmacy musste Anfang dieser Woche eine Filiale im südenglischen Brighton (hier ein Symbolfoto) schließen. Grund: Verdacht auf Coronavirus. (s / Foto: McKesson Europe)


In Großbritannien wurde Anfang der Woche eine Lloyds-Apotheke wegen einer befürchteten Kontamination mit dem neuartigen Coronavirus vorübergehend geschlossen. Alles wurde gründlich gereinigt. Nun können die Patienten wiederkommen.

Eine Lloydspharmacy-Filiale in Brighton wurde am Montag dieser Woche vorsorglich geschlossen, nachdem in einer Hausarztpraxis ein Fall von Coronavirus-Infektion aufgetreten war. Beide befinden sich in demselben Gebäude, dem County Oak Medical Centre. Diese berichtet das Portal „Chemist and Druggist“ (C+D). Die Schließung der Apotheke sei eine Vorsichtsmaßnahme auf Anraten des örtlichen National Health Service (NHS) gewesen, gab ein Sprecher der Apotheke am Dienstag gegenüber C+D an. Alle Geräte und Oberflächen seien inzwischen gründlich gereinigt und die Patienten könnten nun wie gewohnt wieder in die Apotheke kommen.

Arztpraxen ebenfalls gereinigt

Auch die beiden Allgemeinarztpraxen im County Oak Medical Centre, die Warmdene Surgery and Carden Surgery, sind laut Statements auf den Webseiten der Praxen in Übereinstimmung mit Public Health-Empfehlungen sorgfältig und umfassend gereinigt worden. Seit gestern sollen sie wieder für die Patienten geöffnet sein, bieten aber in den kommenden ein bis zwei Wochen nur eingeschränkte Dienstleistungen an. „Wir arbeiten jetzt fieberhaft daran, alle Patienten und andere medizinische Mitarbeiter zu identifizieren, die möglicherweise in engen Kontakt mit dem Infizierten gekommen sind“, teilte die ärztliche Direktorin von Public Health England Yvonne Doyle C+D mit. „Zum jetzigen Zeitpunkt glauben wir, dass die Zahl relativ klein ist."

Die BBC hatte am Dienstag berichtet, dass unter den acht Personen, die bisher in Großbritannien positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden, noch ein weiterer Hausarzt sein soll.

Rechtsgrundlage für Isolierung der Patienten

Am Montag dieser Woche hat der britische Gesundheitsminister Matt Hancock die „Health Protection (Coronavirus) Regulations 2020“ erlassen. Diese ermächtigen den nationalen Gesundheitsdienst dazu, „Personen in Isolation zu halten, wenn Gesundheitsfachleute ein angemessenes Risiko sehen, dass sie mit dem Virus infiziert sein könnten.

Die BBC beschreibt ein Beispiel eines Infizierten, das verdeutlicht, wie rasant die Ansteckung mit dem Virus verläuft. Ein Brite habe an einer Konferenz in Singapur teilgenommen und sei dann zum Skifahren nach Frankreich gefahren. Er werde mit fünf weiteren Infektionen in UK in Verbindung gebracht. Zusätzlich seien fünf britische Staatsangehörige in Frankreich nach der Reise des Mannes aus Brighton in das Skigebiet positiv getestet worden.


Dr. Helga Blasius (hb), Apothekerin
redaktion@daz.online


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