DAZ.online-Umfrage

Was halten Sie von der Zava/Noventi-Kooperation?

Berlin - 12.02.2020, 12:30 Uhr

Was meinen Sie? Ist die Kooperation Zava/Noventi gewinnbringend für die Apotheken oder hätte der apothekereigene Konzern verzichten sollen? (s / Foto: imago images / Westend61)

Was meinen Sie? Ist die Kooperation Zava/Noventi gewinnbringend für die Apotheken oder hätte der apothekereigene Konzern verzichten sollen? (s / Foto: imago images / Westend61)


Der apothekereigene Dienstleistungskonzern Noventi und die britische Online-Arztpraxis Zava wollen kooperieren. Über die Noventi-App „Call my Apo“ sollen die Patienten von Zava (ehemals DrEd) eine Apotheke im Noventi-Netzwerk zur Abholung ihres verordneten Arzneimittels auswählen können. Die Zava-Rezepte landen somit erstmals in den Apotheken. Das Geschäftsmodell der Briten ist aber weiter umstritten. Ist es gut, dass die Noventi die Zava-Rezepte in den Apothekenmarkt holt? Oder hätte der Konzern verzichten sollen? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und hinterlassen Sie gerne Kommentare!

Patienten der britischen Online-Arztpraxis Zava können sich – beschränkt auf einige bestimmte Indikationen, wie etwa erektile Dysfunktion, Geschlechtskrankheiten oder Verhütung – im Internet Rezepte ausstellen lassen. Dazu müssen die Patienten zunächst einen Fragebogen ausfüllen, können per Video mit einem Arzt sprechen und erhalten dann ein Rezept, das direkt an einen Versandhändler weitergeleitet werden kann. Das Modell war jahrelang in der Politik umstritten, der Bundestag verabschiedete 2016 einen Passus im Arzneimittelgesetz, der verhindern sollte, dass DrEd-Rezepte in den Apotheken landen.

Und die Kritik hält an: Erst kürzlich testete eine Lokalredakteurin den Zava-Dienst und kam zu dem Schluss, dass man bei Zava viel zu leicht an Rezepte komme und sich seine Präparate (hier: hormonelle Kontrazeptiva) selbst aussuchen könne. Doch für Zava wurden hierzulande zwei wichtige Regulierungen aufgehoben – das Fernverordnungs- und das Fernbehandlungsverbot. Die Online-Praxis hat nun freien Zugang zum hiesigen Apothekenmarkt. Bislang wanderten die Zava-Rezepte in ausländische Versandapotheken. Und der apothekereigene Dienstleistungskonzern Noventi hilft den Briten mit seiner Vorbestell-App „Call my Apo“ nun dabei, seine Rezepte in die Vor-Ort-Apotheken zu bringen.

Wie sehen Sie das? Finden Sie es gut, dass die Noventi nun dafür sorgt, dass die Rezepte nicht mehr nur ins Ausland wandern? Oder finden Sie, dass der Konzern nicht im Sinne der Apotheke handelt, wenn er eine solche Kooperation abschließt?


Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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2 Kommentare

Hilfe

von Karl Friedrich Müller am 12.02.2020 um 12:40 Uhr

Wer soll da noch durchblicken?
Jeden Tag wird es schlimmer. Ich hab es schon oft gesagt: Diese Zersplitterung ist der Untergang.
Auch für den Anwender/Kunden.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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