Schon im Januar

Die Heuschnupfensaison hat begonnen

05.02.2020, 14:30 Uhr

Erkältungs- oder Heuschnupfen? Insbesondere in den Wintermonaten wird eine laufende Nase von den Patienten gerne mal fehlinterpretiert. (Foto: contrastwerkstatt/stock.adobe.com)

Erkältungs- oder Heuschnupfen? Insbesondere in den Wintermonaten wird eine laufende Nase von den Patienten gerne mal fehlinterpretiert. (Foto: contrastwerkstatt/stock.adobe.com)


Verstopfte und laufende Nasen sind in den Wintermonaten keine Seltenheit. Doch während die meisten sogleich Erkältungsviren im Verdacht haben, können diese Symptome auch allergisch bedingt sein. Denn was vielen Patienten sicherlich nicht bewusst ist: Die Heuschnupfensaison hat Ende Januar bereits begonnen! 

Angetrieben durch milde Temperaturen in den Wintermonaten entsenden bereits im Januar die ersten Frühblüher – wie z. B. Erle und Hasel – ihre Pollen. Für Allergiker beginnt damit die Heuschnupfensaison. Aus diesem Grund sollte das pharmazeutische Personal dieser Tage besonders aufmerksam sein, wenn ein Kunde mit der Eigendiagnose Schnupfen und dem Wunsch nach einem „Nasenspray“ in die Apotheke kommt.

Erkältung oder Allergie?

Eine Erkältung wird meist durch Rhinoviren ausgelöst und kündigt sich in der Regel durch Unwohlsein, Schlappheit, Kratzen im Hals und Kopfschmerzen an. Abends oder in der Nacht beginnt meist die Nase zu laufen, die typischen Beschwerden setzen nach und nach ein. Eine Erkältung dauert circa eine Woche. Oft gehen die Beschwerden nach drei bis vier Tagen schon zurück.

Anders ist dies bei einer allergischen Reaktion. Hier setzt der Schnupfen sehr plötzlich und ohne Vorwarnung ein. Zudem können Nase, Augen sowie Rachen jucken und auftretende Niesattacken sind oft heftiger. Außerdem gehen die Beschwerden nicht langsam zurück, sondern halten sich hartnäckig bis die Ursache – z. B. Pollen oder Hausstaubmilben – aus dem Weg geräumt sind. Bei einem allergischen Schnupfen fühlen sich die Betroffenen ansonsten nicht krank. Das Schnupfensekret ist meist klar und ziemlich wässrig. Im Rahmen einer Erkältungskrankheit ist das Sekret oft dickflüssiger. Typisch für den Heuschnupfen ist zudem, dass die Beschwerden jedes Jahr zur selben Zeit auftreten.

Heuschnupfensymptome vom Wetter abhängig

Durch länger anhaltende Niederschläge kann ein Großteil der Pollen aus der Luft gewaschen werden. Nehmen bei Schneefall oder Regen die Schnupfensymptome ab, spricht das daher für eine allergische Rhinitis. Ein „echter“ Schnupfen würde dagegen durch Kälte und Nässe begünstigt.

Entsteht während des Beratungsgesprächs der Verdacht auf eine allergische Rhinitis, sollte zur Abklärung ein Arztbesuch empfohlen werden. Dieser kann anhand verschiedener Hauttests oder Blutuntersuchungen die genaue Allergiediagnose stellen und die auslösenden Allergene identifizieren.



Cornelia Neth, Autorin DAZ.online
redaktion@daz.online


Nadine Sprecher, Apothekerin, Redakteurin PTAheute.de
redaktion@daz.online


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