Rx-Versandverbot

Siemsen: Gutachten wurden aus Mitgliedsbeiträgen bezahlt

Berlin - 22.01.2020, 09:00 Uhr

Auch Kai-Peter Siemsen, Präsident der Apothekerkammer Hamburg, fordert die ABDA auf, die Gutachten zum Rx-Versandverbot herauszurücken. ( r / Foto: AKHH)

Auch Kai-Peter Siemsen, Präsident der Apothekerkammer Hamburg, fordert die ABDA auf, die Gutachten zum Rx-Versandverbot herauszurücken. ( r / Foto: AKHH)


Auch die Apothekerkammer Hamburg spricht sich dafür aus, Benedikt Bühler die ABDA-Gutachten zum Rx-Versandverbot zur Verfügung zu stellen. Kammerpräsident Kai-Peter Siemsen weist als Vorsitzender des ABDA-Haushaltsausschusses darauf hin, dass die Gutachten aus Mitgliedsbeiträgen bezahlt und im Interesse der Mitglieder zu verwenden seien.

Nach dem Hamburger Apothekerverein und der Landesapothekerkammer Hessen unterstützt nun auch die Apothekerkammer Hamburg die Position des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe zur Herausgabe der Rechtsgutachten über das Rx-Versandverbot an Benedikt Bühler. Dazu hat die Apothekerkammer Hamburg einen Brief an den Geschäftsführenden ABDA-Vorstand gerichtet. 

Darin heißt es, die Verweigerung der Herausgabe widerspreche der Beschlusslage der ABDA. Die Zeit für gesetzliche Regelungen zum Erhalt der Präsenzapotheken dränge. Untätigkeit halte die Kammer daher für keine geeignete Lösung. Stattdessen möchte die Kammer jede Gelegenheit nutzen, die berufspolitischen Forderungen in Erinnerung zu rufen. Daher sei die Debatte im Petitionsausschuss von erheblicher Bedeutung. „Hierfür sollten wir Herrn Bühler von Seiten der Standesorganisation jedwede Unterstützung, d. h. auch die drei Gutachten zum Rx-Versandverbot, zukommen lassen“, erklärt die Kammer.

Gutachten aus Mitgliedsbeiträgen bezahlt

Der Präsident der Apothekerkammer Hamburg, Kai-Peter Siemsen, äußert sich in dem Schreiben auch mit Blick auf seine Funktion als Vorsitzender des Haushaltsausschusses der ABDA. Er weist darauf hin, dass die Gutachten aus Mitgliedsbeiträgen bezahlt seien. Damit seien sie im Interesse der Mitglieder zu verwenden und öffentlich zu machen. Siemsen erklärt dazu: „Herr Bühler vertritt ein ausdrückliches Interesse der verfassten Apothekerschaft.“

Weiter heißt es in dem Schreiben der Apothekerkammer Hamburg: „Abschließend möchten wir noch einmal unser Unverständnis zum Ausdruck bringen, wie von Seiten der ABDA-Spitze mit Herrn Bühler und den Interessen der apothekerlichen Basis umgegangen wird.“


Dr. Thomas Müller-Bohn (tmb), Apotheker und Dipl.-Kaufmann
redaktion@daz.online


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1 Kommentar

Basisdemokratie

von Pille Palle am 25.01.2020 um 10:29 Uhr

man möchte meinen, dass die Grundsätze der Vertetung dahingehend interpretiert werden sollten dass im Interesse der meisten Beitragszahler agiert wird. Da hier keine Befragung stattfindet vor wichtigen - existenzrelevanten!- Entscheidungen, einfach Kurswechsel im Sinne der Gefälligkeit einzelnen großen Playern gegenüber vollzogen werden- forder ich eine Urabstimmung aller zahlenden Mitglieder über die sofortige Amtsenthebung von Friedemann Schmidt!!

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