DAZ-Adventsrätsel – Tag 11

Eine Göttin und das Feuerzeug

Stuttgart - 11.12.2019, 01:00 Uhr

Hätten Sie gedacht, dass das Element, das Feuerzeuge zum Zünden bringt, auch in der Pharmazie eingesetzt wird? (Foto: Arnut / stock.adobe.com)

Hätten Sie gedacht, dass das Element, das Feuerzeuge zum Zünden bringt, auch in der Pharmazie eingesetzt wird? (Foto: Arnut / stock.adobe.com)


Was haben eine Göttin, ein Zwergplanet und ein Feuerzeug gemeinsam? Das und welches alte Feuerzeug-Prinzip sich bis heute bewährt hat, erfahren Sie hinter dem 11. Türchen des DAZ-Adventskalenders.

Feuer fasziniert die Menschen seit jeher. So gibt es in der römischen und griechischen Mythologie die „Göttin von Heim und Herd“, die keusche Hüterin des heiligen Feuers Vesta (griechisch Hestia). Der römische Gott des Feuers und der Schmiede Vulcanus (griechisch Hephaistos) bildet das männliche Pendant dazu. Uns Sterblichen soll allerdings Prometheus, der dem Göttergeschlecht der Titanen angehört, das Feuer und damit die Zivilisation gebracht haben. Doch im heutigen DAZ-Adventsrätsel soll es um eine andere Göttin gehen, die erst auf den zweiten Blick mit der Erzeugung von Feuer in Zusammenhang gebracht werden kann.

Nicht immer war das „Feuermachen“ so einfach wie heute. Hinter dem ersten Türchen des DAZ-Adventskalenders haben Sie bereits von der Entwicklung unserer modernen Streichhölzer erfahren. Ein Apotheker soll im Jahr 1827 erstmals Streichhölzer zum Verkauf angeboten haben. Hinter dem heutigen Türchen des DAZ-Adventskalenders soll es aber um eine „Revolution der Feuerzeugung“ aus dem Jahr 1903 gehen. Denn damals wurde ein bestimmtes Metall entdeckt – gesucht wird aber nur ein Bestandteil davon, ein Element des Periodensystems. Tatsächlich handelte es sich bei der damaligen Entdeckung nämlich nicht um ein einzelnes Metall, sondern um eine Legierung aus zwei verschiedenen Metallen, welche auch Auermetall genannt wird. Dieser Name leitet sich von seinem Entdecker Auer von Welsbach ab, der übrigens zur Entdeckung vier weiterer Lanthanoide des Periodensystems beigetragen hat (Neodym, Praseodym, Ytterbium und Lutetium)

Als Zündstein ist die Verbindung bis heute in nahezu jedem gängigen Feuerzeug zu finden. Zur Zündung kommt es durch Reibung, indem der Stein mit einer Feder gegen ein Reibrad gedrückt wird. Während zunächst als Brennmittel noch Benzin eingesetzt wurde, wird erst seit den 1960er Jahren – so wie wir es heute kennen – Gas eingesetzt.

Das Element, das wir suchen, wurde 1803 entdeckt, also bereits 100 Jahre vor seinem Einsatz in Feuerzeugen. Und hier kommt eine weitere Göttin der römischen und griechischen Mythologie ins Spiel. Sie ist zwar die Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit (griechisch Demeter), ihren römischen Namen leiht sie aber einem damals entdeckten Zwergplaneten, der wiederum Namensgeber für unser gesuchtes Element war.

Als Nitratverbindung wird unser gesuchtes Element übrigens auch heute noch in Europa pharmazeutisch in einem Fertigarzneimittel eingesetzt, zur antiseptischen Behandlung von Brandwunden.

Frage: Nach welchem Element suchen wir? 

Gesucht wurde das Element Cerium oder Cer. Es wurde 1803 nach dem damals neu entdeckten Zwergplaneten Ceres benannt, welcher den Namen der römischen Göttin des Ackerbaus trägt. 

Als Eisen-Mischmetall-Legierung wird „Cer-Eisen“ oder Auermetall® in Feuerzeugen in Form von Zündsteinen eingesetzt. 

 

Gewonnen hat Carmen Lorenz aus München, herzlichen Glückwunsch!


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