Consumer Health

Sanofi denkt über die Zukunft seines OTC-Geschäfts nach

Berlin - 22.11.2019, 07:00 Uhr

Medienberichten zufolge denkt der französische Pharmakonzern Sanofi darüber nach, seine OTC-Sparte abzutrennen. (Foto: imago images / Joko)

Medienberichten zufolge denkt der französische Pharmakonzern Sanofi darüber nach, seine OTC-Sparte abzutrennen. (Foto: imago images / Joko)


Der französische Pharmakonzern Sanofi stellt sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten (Consumer Healthcare) offenbar auf den Prüfstand. Noch sei keine Entscheidung über die Sparte für rezeptfreie Medikamente gefallen, doch das Management führe derzeit Gespräche mit Beratern, um die Reaktion der Aktionäre abzuschätzen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. An der Börse legte die Aktie am Vormittag um 0,83 Prozent zu.

Zur OTC-Sparte des französischen Konzerns gehören einige sehr bekannte OTC-Präparate, wie etwa Buscopan oder Ibuflam. Erst 2017 hat der Pharmakonzern sein OTC-Geschäft ausgebaut: Damals übernahm Sanofi das OTC-Portfolio von Boehringer, darunter unter anderem BoxaGrippal, Thomapyrin, Mucosolvan und Dulcolax. Im September dieses Jahres kam dann aber die Nachricht, dass die Marke BoxaGrippal abgestoßen werde. Nun steht offenbar eine komplette Trennung des OTC-Geschäftes im Raum. Zu den möglichen Optionen dürfte eine Abspaltung aber auch eine Fusion gehören, hieß es weiter.

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Diesen Weg waren in der Vergangenheit bereits andere Wettbewerber gegangen. Sanofi könne sich dadurch besser auf derzeitige Wachstumsmärkte wie die Krebstherapie konzentrieren. Gleichzeitig könne ein Festhalten an der Sparte helfen, die Umsätze vor dem Hintergrund des hohen Preiswettbewerbs stabil zu halten. Im dritten Quartal lagen die Erlöse des Konzerns mit 9,5 Milliarden Euro nur knapp im Plus.

Bloomberg bezifferte den Wert der auf dem Prüfstand stehenden Sparte auf 30 Milliarden Dollar (27 Milliarden Euro). Noch gebe es keine Entscheidungen, hieß es weiter. Der neue Chef Paul Hudson will seine Investoren am 10. Dezember im Zuge eines Strategieupdates über das weitere Vorgehen informieren.


bro / dpa
brohrer@daz.online


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