„Nach intensiven Verhandlungen“

Phoenix und MVDA arbeiten doch weiter zusammen

Stuttgart - 15.11.2019, 15:15 Uhr

Phoenix bleibt auch weiterhin Kooperationspartner des MVDA. (m / Foto: Phoenix)

Phoenix bleibt auch weiterhin Kooperationspartner des MVDA. (m / Foto: Phoenix)


Der Marketing Verein Deutscher Apotheker (MVDA e. V.) und der Großhändler Phoenix wollen in Zukunft weiter zusammenarbeiten. Noch vor knapp zwei Monaten hatte der MVDA angekündigt, seine exklusive Zusammenarbeit mit Phoenix als Großhändler aufzukündigen, mit AEP als weiterem Logistikpartner zusammenzuarbeiten und die Verhandlungen mit der Industrie wieder in Eigenregie zu führen. Laut einer Mitteilung vom gestrigen Donnerstag will man nun aber die „Zusammenarbeit neu aufsetzen“.

Lange haben es der MVDA und Phoenix nicht ohne einander ausgehalten. Nach intensiven Verhandlungen habe man sich auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigt, heißt es in einer aktuellen Mitteilung. Ein vorläufiges Ende hatte die Liaison nämliche Mitte September gefunden. Treibende Kraft war der MVDA gewesen, der angekündigt hatte, seine exklusive Zusammenarbeit mit Phoenix als Großhändler aufzukündigen und mit AEP einen weiteren Logistikpartner ins Boot zu nehmen. Außerdem wollte die Kooperation – wie bereits bis 2003 – die Verhandlungen mit der Industrie wieder in Eigenregie führen. Als weiterer Baustein der neuen strategischen Ausrichtung wollte man zudem, zusammen mit einem namenhaften, großhandelsunabhängigen Branchenakteur, ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Mittlerweile weiß man, dass es dabei um die Noventi Group geht, mit der der MVDA und die dazugehörige Apothekenkooperation Linda ein Joint Venture gründen wollen. Auf der Expopharm in Düsseldorf soll dies durch einen Letter of Intent vertraglich besiegelt worden sein.

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Aber laut der aktuellen Mitteilung hat man sich nun wieder zusammengerauft. So soll sich künftig jeder Partner auf seine jeweiligen Kernkompetenzen konzentrieren. Das sei der Kern der Vereinbarung, heißt es. Phoenix erhält demnach bis 2020 das Verhandlungsmandat der Konditionen für das über den Mannheimer Großhändler realisierte P/S Sortiment mit allen Industriepartnern. Damit bleibe Phoenix auch weiterhin der wichtigste Kooperationspartner des MVDA, erklären die beiden. Der MVDA seinerseits will zukünftig noch stärker die leistungsorientierte Bonifizierung direkt an seine Mitglieder ausschütten, wie er erklärt. 

Aus dem MVDA-Präsidium heißt es dazu von Präsidentin Gabriela Hame-Fischer in der Mitteilung:


Wir haben nach vielen intensiven Gesprächen einen Weg gefunden, unsere langjährige Partnerschaft gemeinschaftlich fortzuführen. Wir achten einerseits unsere gemeinsamen Wurzeln und setzen trotzdem die nötigen Veränderungen für die strategische Neuausrichtung des MVDA um.“

MVDA Präsidentin Gabriela Hame-Fischer


Auch Marcus Freitag, Vorsitzender der Geschäftsleitung Deutschland der Phoenix Pharmahandel GmbH & Co KG., wird zitiert: „Unser Ansinnen ist seit jeher, der wichtigste Großhandels- und Technologiepartner des MVDA zu sein. Ich bin zufrieden, dass wir ein kooperatives Ergebnis erzielen konnten, um ab dem kommenden Jahr unter den bisherigen Vorzeichen weiterhin verlässlich und erfolgreich zusammenzuarbeiten.“

Die Zusammenarbeit des MVDA mit AEP bleibt von der Einigung mit Phoenix unberührt. Alle MVDA Mitglieder haben die Wahl , ob sie das P/S Sortiment über Phoenix oder AEP beziehen. Die Verhandlungen für das von AEP zur Verfügung gestellte Sortiment führt der MVDA selbst. 


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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