Ende der Engpässe in Sicht?

1A und Hexal: Valsartan wieder verfügbar

Stuttgart - 06.11.2019, 17:50 Uhr

Welche Firmen können wieder Valsartan liefern? (c / Foto: privat)

Welche Firmen können wieder Valsartan liefern? (c / Foto: privat)


Wer derzeit in der Lieferengpass-Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nach dem Wirkstoff Valsartan sucht, der stößt immer noch auf 86 Meldungen – darunter auch die beiden Anbieter Hexal und 1 A Pharma. Diese beiden teilten vergangenen Dienstag allerdings mit: „Ab sofort stehen Valsartan Hexal und Valsartan Hexal comp sowie Valsartan - 1 A Pharma und Valsartan - 1 A Pharma plus wieder zur Verfügung.“

Eines haben fast alle der 86 Mitteilungen zu offenen Valsartan-Lieferengpässen in der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeinsam: Den Beginn des Engpasses, nämlich im Juli 2018 – also im Sommer als der Valsartan-Skandal seinen Lauf nahm. Wann jeweils das Ende der Engpässe erwartet wird, unterscheidet sich aber je nach Anbieter. Manche sollen erst im Juni, März oder Januar 2020 wieder lieferfähig sein, andere schon im November 2019. Auch für Valsartan von Hexal und 1 A findet sich dort noch das prognostizierte Ende des Engpasses datiert auf Dezember 2019.

Die Valsartan-Rückrufe vom Sommer 2018

Am gestrigen Dienstag hieß es aber nun in einer Pressemitteilung der beiden Anbieter (beide gehören zu Sandoz, einer Division der Novartis-Gruppe): „Sandoz hat neue Prozesse etabliert und setzt jetzt auf einen neuen Wirkstoffhersteller, der über ein alternatives Herstellungsverfahren verfügt.“ Somit seien Valsartan Hexal® und Valsartan Hexal® comp sowie Valsartan - 1 A Pharma® und Valsartan - 1 A Pharma® plus wieder in allen Wirkstärken und Packungsgrößen verfügbar.

Die Überprüfung jeder Charge erfolge mit Qualitätsstandards über behördliche Vorgaben hinaus, es sei nämlich „sichergestellt, dass die Werte bereits jetzt signifikant unter den aktuell von der Europäischen Arzneimittelagentur festgelegten Grenzwerten liegen“.



Diana Moll, Apothekerin, DAZ.online
redaktion@daz.online


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