DAZ.online-Umfrage

Wie lange soll die PTA-Ausbildung dauern?

Stuttgart - 05.11.2019, 16:30 Uhr

Wie lange sollen PTA künftig ausgebildet werden? 2,5 Jahre wie bisher oder 3 wie alle anderen Gesundheitsberufe. ( r / Foto: Volker Witt/stock.adobe.com)

Wie lange sollen PTA künftig ausgebildet werden? 2,5 Jahre wie bisher oder 3 wie alle anderen Gesundheitsberufe. ( r / Foto: Volker Witt/stock.adobe.com)


Verlängerung auf drei oder 2,5 Jahre wie bisher – das ist neben der Kompetenzerweiterung wohl der strittigste Punkt bei der geplanten PTA-Reform. BVpta und Adexa wollen eine längere Ausbildung. Unter anderem die ABDA hält dagegen und möchte es bei der Ausbildungsdauer beim Bewährten lassen. Und was meinen unsere Leserinnen und Leser? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil!

Die PTA-Ausbildung soll reformiert und an die aktuellen Anforderungen in Apotheken angepasst werden. Das Ziel ist klar: Der Beruf soll attraktiver und dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Wie man dieses Ziel erreicht, da gehen die Meinungen allerdings auseinander. Ein strittiger Punkt ist die Ausbildungsdauer. Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf sieht vor, dass es grundsätzlich bei der zweieinhalbjährigen Berufsausbildung in ihrer bisherigen Struktur (zwei Jahre Schule, danach sechs Monate Praktikum in der Apotheke) bleiben soll – allerdings mit überarbeiten Inhalten. 

Das spiegelt unter anderem die Meinung der ABDA und der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft „Theoretische und praktische Ausbildung“ (DPhG-AG TuPA) wieder. Sie sind überzeigt, dass an den bestehen Grundsätzen nichts verändert werden sollte, eine Aktualisierung der Inhalte wünscht man sich aber schon. 

Anderer Meinung sind der Bundesverband PTA und die Apothekengewerkschaft Adexa. Sie halten eine längere schulische Ausbildung für unabdingbar. Neues Wissen in alten Strukturen zu vermitteln ist aus ihrer Sicht kontraproduktiv. Befürworter der längeren Ausbildung glauben auch nicht, dass eine um ein halbes Jahr längere Schulausbildung ein unlösbares Organisationsproblem für die Schulen darstellt.

Auch der Bundesrat will eine „mindestens“ dreijährige Ausbildung. Und in der SPD-Bundestagsfraktion macht man sich ebenfalls für eine Verlängerung stark. Wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn diesem Druck nachgeben? Klar ist: Eine Einigung ist sowohl mit dem Koalitionspartner als auch mit den Ländern nötig, soll die Reform wirklich kommen. 

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Nehmen Sie an unserer Umfrage teil!

Wir wollen von unseren Lesern wissen, was sie meinen: Reichen 2,5 Jahre mit überarbeiteten Inhalten? Oder ist eine Verlängerung auf drei Jahre nötig, um den gestiegenen Anforderungen im Beruf gerecht zu werden? Zudem steht noch der Vorschlag der PTA-Lehrer im Raum: 2,5 Jahre wie bisher plus die Möglichkeit einer Weiterqualifizierung. Die Umfrage ist beendet. 


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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3 Kommentare

PTA Ausbildung

von Barbara Remter am 07.11.2019 um 19:11 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, die Diskussion um eine Verlängerung oder inhaltliche Veränderung der Ausbildung geht wieder an der Realität meilenweit vorbei.
Was wir brauchen ist eine generelle und umfassende Änderung aller Berufssparten in der Apotheke. Die PKA wird eh totgeschwiegen, sie soll einfach mal auslaufen, unbemerkt. Die PTA möge das bitte noch mit erledigen. Wenn sie das lernt ist sie ja besser auf den Apothekenalltag vorbereitet als so mancher Pharmazeut.
Und wenn ein Apotheker sagt, der Beruf muss besser bezahlt werden, dann soll er es einfach tun.
Eine frustrierte langjährige Apothekenangestellte!

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PTA - Ausbildung

von Wilhelm Hülshoff am 06.11.2019 um 12:56 Uhr

Möchte mich der Meinungsäußerung des Erik Modrack anschließen. Eine PTA - Plus sollte eine dann angemessene Vergütung erhalten.
Wilhelm Hülshoff
Löwen-Apotheke
49626 Berge

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Der Kern der Sache

von Erik Modrack am 05.11.2019 um 17:53 Uhr

Was wir unbestritten benötigen, sind mehr PTA für die öffentliche Apotheke. Wie man das erreichen kann, darüber gibt es verschiedene Meinungen.
Die primäre Entscheidungsgrundlage für einen ca. 16 jährigen Schulabgänger ist die finanzielle Perspektive - und zwar für die Zeit der Ausbildung und für die Zeit nach der Ausbildung.
Die PTA-Ausbildung konkurriert mit anderen Ausbildungsberufen, in denen die Auszubildenden eine nicht unerhebliche Ausbildungsvergütung erhalten. Das hier die PTA-Schule, in der die PTA-Schüler bezahlen müssen ins Hintertreffen gerät, ist leicht verständlich. Ich sehe dieses Problem als vordringlicher an, als die Diskussion um die Ausbildungszeit.
Auch nach Beendigung der Ausbildung halte ich die Bezahlung der PTA gemessen an Ausbildung, Verantwortung und Arbeitszeiten für unzureichend.
Hier müsste die Politik primär ansetzen und das Apothekenwesen finanziell besser ausstatten, damit auch die Angestellten besser bezahlt werden können.

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