Landtagswahl

Thüringen-Wahl: Ein SPD-Wahlkämpfer für die Apotheke vor Ort

Düsseldorf - 18.10.2019, 06:59 Uhr

Lutz Kromke kandidiert als Direktkandidat für die SPD bei der Landtagswahl in Thüringen. Sein Lieblingsthema: die Apotheke vor Ort. (Foto: Kromke)

Lutz Kromke kandidiert als Direktkandidat für die SPD bei der Landtagswahl in Thüringen. Sein Lieblingsthema: die Apotheke vor Ort. (Foto: Kromke)


Lutz Kromke ist zwar selbst kein Apotheker, das Wohl der Apotheken aber ist dem SPD-Direktkandidaten für den Thüringer Landtag im Wahlkreis 7, dem Wartburgkreis III, ein wichtiges Anliegen. Unter anderem auf seine Initiative hin nahm die Landes-SPD die Gleichpreisigkeit ihr Wahlprogramm auf.

Am 27. Oktober steht in Thüringen eine Landtagswahl an. So wie in Brandenburg und Sachsen stehen dem Bundesland – glaubt man den Umfragen – politische Veränderungen bevor. Derzeit regiert ein Bündnis aus Linken und SPD, Ministerpräsident ist Bodo Ramelow (Linke). Ob diese Koalition fortgesetzt werden kann, steht aber noch in den Sternen, denn insbesondere die SPD schwächelt. In den Umfragen lag sie zuletzt bei unter 10 Prozent. Zumindest für die Apotheker dürfte die Partei aber derzeit interessant sein: Schuld daran ist nicht zuletzt der SPD-Kandidat Lutz Kromke.

„Apotheker leisten viel für die Menschen – aber so richtig honoriert ihnen das kaum jemand“, sagt Lutz Kromke. Der 1959 Geborene aus der thüringischen Kleinstadt Creuzburg im Wartburgkreis in der Nähe von Eisenach setzt sich in seinem Wahlkampf für die Apotheker vor Ort besonders ein. Als Direktkandidat steht er am 27. Oktober auf dem Wahlzettel im Wahlkreis 7, dem Wartburgkreis III.

Kromke stammt aus einer Apotheker-Familie

„Nein, ich bin selbst kein Apotheker“, sagt er. Aber seine Frau, seine Tochter und sein Schwiegersohn sind es und Kromke arbeitet als kaufmännischer Angestellter in der Apotheke seiner Frau mit. „Somit bin ich ja selbst ein ‚Betroffener‘ und weiß, wie es den Apothekern im Land geht“, sagt der SPD-Politiker. „Deshalb steht auf meinem Wahlplakat auch ‚Die Apotheke vor Ort erhalten“, sagt er.

„Leider werden viele wichtige Entscheidungen zu Gesetzen und anderem, was die Apotheker betrifft, häufig von Leuten gefällt, die keine ausreichende Ahnung über die Vorgänge in der öffentlichen Apotheke vor Ort haben“, sagt Kromke. Zu nennen sei da etwa die persönliche Information und Beratungen zu Arzneimitteln, die Herstellung von Rezeptur-Arzneimitteln, Nacht- und Notdienste, die Sicherstellung der Versorgung im Katastrophenfall, der niederschwellige Zugang zu medizinischer Versorgung sowie wohnortnahe Arbeitsplätze. Damit sei die Apotheke vor Ort für die Infrastruktur unverzichtbar, sagt er.

Es sei von Bedeutung, für den Erhalt der Apotheke vor Ort „mehr zu trommeln“ um mehr Öffentlichkeit zu erzeugen. „Die Kampagne vor einiger Zeit für die Apotheke vor Ort war da schon ein guter Ansatz.“



Volker Budinger, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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5 Kommentare

Apotheke vor Ort

von Altmann am 18.10.2019 um 13:08 Uhr

Man sollte nichts unversucht lassen!
Es ist schon erstaunlich, wie ahnungslos sowohl die Bevölkerung, die Politik als auch die Journalisten sind.
Deshalb ist es sehr wichtig, ständig über die Zusammenhänge aufzuklären.
Das Ärzte auf dem Land fehlen ist seit langem bekannt. Über Personal in den Apotheken hingegen herrscht Unwissen. Allein die Tatsache, dass ein Apotheker ständig vor Ort sein muss, ist den Meisten nicht bekannt.

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Thüringer SPD steht zur Öffentlichen Apotheke!

von Fink Stefan am 18.10.2019 um 10:24 Uhr

Es ist klasse, dass sich die Thüringer SPD durch Minister Tiefensee und Herrn Kromke für die Flächendeckung durch öffentliche Apotheken einsetzen! Von der Sorte Politiker könnten wir auf der SPD-Bundesebene mehr gebrauchen!

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Thüringer SPD steht zur Öffentlichen Apotheke!

von Fink Stefan am 18.10.2019 um 10:24 Uhr

Es ist klasse, dass sich die Thüringer SPD durch Minister Tiefensee und Herrn Kromke für die Flächendeckung durch öffentliche Apotheken einsetzen! Von der Sorte Politiker könnten wir auf der SPD-Bundesebene mehr gebrauchen!

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Den Anfang machen

von Lukas Messerschmidt am 18.10.2019 um 9:57 Uhr

Wenn es von oben nicht geht, muss man den Anfang eben von unten machen. Wichtig ist, dass wir die Vorteile der Apotheke vor Ort permanent in die Öffentlichkeit rücken und versuchen die Politik darüber abzuholen.

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Ausnahmen bestätigen die Regel

von Dominik Müller am 18.10.2019 um 9:28 Uhr

Nette Idee, aber der entscheidende Teil der SPD hört auf den inkompetenten Zwerg mit Fliege.

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