Brandbrief

Bühler „erwartet“ von DAT-Delegierten Diskussion über Rx-Versandverbot

Berlin - 25.09.2019, 07:00 Uhr

Der Pharmaziestudent Benedikt Bühler motiviert die DAT-Delegierten, einen Ad-hoc-Antrag zum Rx-Versandverbot zu stellen. (m / Foto: Hugger / PTAheute)

Der Pharmaziestudent Benedikt Bühler motiviert die DAT-Delegierten, einen Ad-hoc-Antrag zum Rx-Versandverbot zu stellen. (m / Foto: Hugger / PTAheute)


Der Pharmaziestudent Benedikt Bühler hat sich in einem Brief an die Delegierten der Hauptversammlung der Apotheker beim Deutschen Apothekertag gewandt. In dem Schreiben beschwert sich der 20-Jährige, der erst kürzlich eine Bundestagspetition zum Rx-Versandverbot erfolgreich beendete, über die von der Bundesregierung geplante Apothekenreform. Bühler ist der Meinung, dass sich die „Sachlage“ mit Blick auf das Rx-Versandverbot geändert hat – er motiviert die Apotheker daher, einen Ad-hoc-Antrag zum Rx-Versandverbot einzubringen.

Am heutigen Mittwochnachmittag beginnt beim Deutschen Apothekertag in Düsseldorf die Antragsberatung. Gleich zu Beginn der Beratung geht es in mehreren Anträgen um das Thema, das die Apotheker seit Oktober 2016 beschäftigt: der Versandhandelskonflikt. Im Antragsbuch der ABDA geht es um die Gleichpreisigkeit, um das Apotheken-Stärkungsgesetz, den Einfluss des Versandhandels und andere Forderungen, die sich um die aktuelle politische Lage drehen. Das Wort „Rx-Versandverbot“ fehlt jedoch in dem Buch.

Bühler warnt vor Versender-Stationen

Der 20-jährige Pharmaziestudent Benedikt Bühler will das ändern. In einem Brandbrief an die DAT-Delegierten aus den 34 Kammern und Verbänden malt Bühler ein ziemlich düsteres Bild der Apothekenreform, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) derzeit plant. Zunächst appelliert Bühler an die Verantwortung der Delegierten: „Hierbei bitte ich Sie, gerade die kommenden Generationen – die die getroffenen Entscheidungen maßgeblich beeinflussen werden – nicht aus dem Auge zu verlieren.“

Was genau kritisiert Bühler an der Apothekenreform? Zunächst stört er sich daran, dass die von ihm begrüßte Einführung honorierter pharmazeutischer Dienstleistungen mit der Gleichpreisigkeit in einem Gesetz verknüpft wird. Dies seien „zweierlei Paar Schuhe“, schreibt Bühler, der in Budapest Pharmazie studiert. Man müsse sich fragen, was „der Preis“ der Dienstleistungen sei, so Bühler. Und weiter: „Dafür sollen Arzneimittelabgabeautomaten auch für ausländische Versender in Zukunft legalisiert werden. Ich bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis an Bahnhöfen, Tankstellen, Supermärkten, Ärztehäusern und anderen stark frequentierten Orten solche Abgabeautomaten zu finden sind“, heißt es in dem Brief. Bühler bezieht sich hier auf eine Passage im Gesetz, in der Versender dazu befähigt werden sollen, Arzneimittel-Automaten zu errichten, wenn sie sich an gewisse Bedingungen halten.



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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4 Kommentare

Weiter so in die Zukunft ?

von Ulrich Ströh am 25.09.2019 um 8:06 Uhr

Der deutsche Apothekertag steht heute vor einer Wegscheide.

300 Delegierte müssen sich entscheiden.

Die Generation U 40 der Apotheker ist betroffen .

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Weiter so in die Zukunft

von Anita Peter am 25.09.2019 um 9:27 Uhr

Die Duracell Klatschhasen sind voll aufgeladen.

Perspektive

von Thomas Kerlag am 25.09.2019 um 7:45 Uhr

An seiner Stelle würde ich jetzt auf Medizin ummatrikulieren. Ernsthaft

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Perspektive

von Michael Zeimke am 25.09.2019 um 11:52 Uhr

Sehr richtig und dann ab in die Schweiz oder Norwegen.

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