Bewerbung um SPD-Vorsitz

Lauterbach gibt Amt als Fraktionsvize ab

Berlin - 06.09.2019, 16:00 Uhr

Karl Lauterbach will sich nun ganz auf seine Kandidatur für den SPD-Parteivorsitz konzentrieren, zusammen mit Nina Scheer. (Foto: imago images / photothek)

Karl Lauterbach will sich nun ganz auf seine Kandidatur für den SPD-Parteivorsitz konzentrieren, zusammen mit Nina Scheer. (Foto: imago images / photothek)


Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach kandidiert bekanntermaßen für den SPD-Parteivorsitz. Gemeinsam mit seiner Ko-Bewerberin Nina Scheer hat er sich für ein Ende der Großen Koalition ausgesprochen. Nun hat Lauterbach sein Amt als Fraktionsvize aufgegeben – aus Gründen der Glaubwürdigkeit.

Acht Zweierteams, jeweils eine Frau und ein Mann, bewerben sich derzeit für den SPD-Parteivorsitz. Unter ihnen ist auch Karl Lauterbach – gemeinsam mit Nina Scheer. Bislang ist Lauterbach als Vizevorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion zuständig für die Themen Gesundheit, Bildung und Forschung sowie für Petitionen. Im Gesundheitsausschuss des Bundestages ist er stellvertretendes Mitglied. Nicht erst in der laufenden Legislaturperiode hat er in gesundheitspolitischen Fragen eng mit Jens Spahn (CDU) zusammengearbeitet. Doch damit soll nun Schluss sein. Am heutigen Freitag verkündete Lauterbach per Twitter: „Es wäre unglaubwürdig, wenn ich als Fraktionsvize weiter GroKo-Gesetze verhandeln würde, aber der Partei das Ende der GroKo rate. Daher gebe ich nach 6 Jahren mein Amt auf und konzentriere mich mit Nina Scheer voll auf die Kandidatur für den Parteivorsitz.“


Der 1963 geborene Mediziner und Epidemiologe kam zunächst als Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen mit der Politik in Berührung. Von 1999 bis 2005 gehört er diesem an. 2001 wurde er SPD-Mitglied. 2005 wurde er erstmals in den Bundestag gewählt. Während der schwarz-gelben Koalition von 2009 bis 2013 war Lauterbach gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Seit Dezember ist 2013 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD.


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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