116 117

Was bringt die neue „Elfen“-Nummer für Kassenpatienten?

Berlin - 30.08.2019, 15:15 Uhr

Wie funktioniert der neue Terminservice (116117)? (Foto: KBV)

Wie funktioniert der neue Terminservice (116117)? (Foto: KBV)


Wenn sie einen Arzttermin brauchen, melden sich die meisten einfach direkt in der Praxis. Doch manchmal ist das nicht so leicht: Oft sind die Praxen voll, bei Fachärzten muss man teils lange warten auf Termine und oftmals gibt es auch Probleme, den richtigen Arzt zu finden. Für all solche Fälle sollen sich Kassenpatienten bald nur noch eine Telefonnummer merken müssen: 116 117. Die Große Koalition verordnete der bisher eher in der Nische steckenden Hotline einen Neustart zum 1. Januar 2020.

Momentan ist die Nummer vielen Bundesbürgern allerdings gar kein Begriff. Aber das soll eine jetzt gestartete Werbekampagne ändern. Hauptdarstellerinnen sind zwei „Elfen, die helfen“, eine türkis und eine pink kostümiert. „Elf6“ und „Elf7“ - so ausgesprochen, soll die Nummer auch „merk-würdig“ sein, wie der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Freitag in Berlin sagte. Dabei geht es um einen rundum zuständigen Service für alle Patienten, die nicht schon direkt einen Termin haben. Und zum Start des erweiterten Angebots ist nicht mehr viel Zeit.

Was ändert sich bei der 116 117?

Schon seit 2012 gibt es die Nummer für den Bereitschaftsdienst der Ärzte außerhalb der Praxiszeiten, also nachts und je nach Bundesland an manchen Nachmittagen. Künftig soll sie jeden Tag und rund um die Uhr erreichbar sein. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) in den Ländern stocken ihre Call Center dafür derzeit massiv auf, wie es bei der KBV heißt. Zum Start des neuen Angebots sollen es bundesweit 1500 Mitarbeiter sein. Damit verzahnt werden sollen auch schon bestehende Servicestellen, die telefonisch Termine bei Fachärzten vermitteln. Auch sie sind bisher aber je nach Land zu diversen Zeiten erreichbar.

Was passiert künftig bei Anrufern mit akuten Anliegen?

Hat ein Kleinkind hohes Fieber oder ein älterer Mann nach einem Wespenstich plötzlich rote Flecken, soll die 116 117 künftig ein „Wegweiser“ für sie sein. Patienten sollen am Telefon eine erste Einschätzung bekommen, wie dringlich sie behandelt werden müssen, sofern es kein Notfall ist: schnellstmöglich, binnen 24 Stunden oder später. Medizinisch geschulte Mitarbeiter im Call Center sollen dafür mit Hilfe einer neuen Software Symptome, Vorerkrankungen und Risikofaktoren abfragen - und Patienten entsprechen in eine Praxis oder eine Klinik weiterlotsen. Um eine Diagnose geht es noch nicht.



bro / dpa
brohrer@daz.online


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1 Kommentar

Notfall

von TAB am 04.10.2019 um 19:40 Uhr

Nicht 200 Puls erkannt. Lungenentzündung nicht erkannt.
Spritze gegen Übelkeit. War alles.
Alles schon `vorrecherchiert`da nicht das<erste Mal. Rettungswagen wäre erste Wahl gewesen-
Selber danach gemacht und diease hatten noch dringend den Notarzt dazu gerufen.
Liegt immer noch Intesivstation.

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