von Celgene

Für 13,4 Milliarden Dollar: Amgen will Otezla-Rechte übernehmen

Stuttgart - 26.08.2019, 17:00 Uhr

Amgen will sich die Rechte an dem Psoriasis-Arzneimittel Otezla sichern. (s / Foto: imago images / ZUMA )

Amgen will sich die Rechte an dem Psoriasis-Arzneimittel Otezla sichern. (s / Foto: imago images / ZUMA )


Das Psoriasis-Arzneimittel Otezla (Apremilast) wird wohl künftig von Amgen vetrieben. Wenn die US-Handelsaufsicht FTC zustimmt, übernimmt Amgen die weltweiten Rechte an dem oralen niedermolekularen Phosphodiesterase 4 (PDE4)-Inhibitor von Celgene. Celgene wiederum wird derzeit von Bristol-Myers Squibb (BMS) übernommen. Die Einnahmen in Höhe von 13,4 Milliarden US-Dollar will BMS zum Schuldenabbau verwenden, heißt es.

Der US-Biotechkonzern Amgen übernimmt vom Konkurrenten Celgene die weltweiten Rechte am Psoriasis-Arzneimittel Otezla®, das den Wirkstoff Apremilast enthält. Wie die Unternehmen am Montag bekanntgaben, will Amgen für die Rechte 13,4 Milliarden US-Dollar (rund 12 Milliarden Euro) in bar auf den Tisch legen. Otezla® brachte 448 Millionen US-Dollar Umsatz im vierten Quartal 2018 ein, 2017 belief sich der Umsatz auf 1,279 Milliarden US-Dollar. Für 2024 werden 2,621 Milliarden prognostiziert. Damit gehört Otezla® nach Humira®, Enbrel® und Sinponi® zu den umsatzstärksten Antirheumatika weltweit. Im Gegensatz zu den mittlerweile patentfreien Humira® und Enbrel®, befindet sich demnach Otezla® noch auf dem aufsteigenden Ast (Quelle: Statista).

Ob das Geschäft zustande kommt, hängt jedoch davon ab, ob sich die US-Handelsaufsicht FTC einverstanden erklärt. Celgene wird derzeit vom US-Konzern Bristol-Myers Squibb (BMS) übernommen, der die Einnahmen aus dem Otezla®-Verkauf zum Schuldenabbau verwenden will. Bristol-Myers Squibb will das Geschäft bis Jahresende abschließen. Der Verkauf der Otezla®-Rechte betrifft auch sämtliche mit dem Medikament vorrangig verbundenen Beschäftigten, die zu Amgen wechseln sollen.

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So wirkt Apremilast

Das Präparat ist seit 2014 in den USA zugelassen, seit Februar 2015 ist es in Deutschland erhältlich. Apremilast kann alleine oder in Kombination mit krankheitsmodifizierenden antirheumatischen Arzneimitteln zur Behandlung der aktiven Psoriasis-Arthritis bei erwachsenen Patienten, die auf eine vorangegangene DMARD-Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben, eingesetzt werden. Außerdem ist es zur Behandlung der mittelschweren bis schweren chronischen Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen indiziert, wenn eine andere systemische Therapie, wie Ciclosporin oder Methotrexat oder Psoralen, in Kombination mit UVA-Licht, nicht wirksam war beziehungsweise kontraindiziert ist oder nicht vertragen wurde.

Apremilast ist ein oraler niedermolekularer Phosphodiesterase 4(PDE4)-Inhibitor. Die Substanz wirkt intrazellulär durch Modulation eines Netzwerks pro- und antiinflammatorischer Mediatoren. Von denen wird angenommen, dass sie am Krankheitsgeschehen der Psoriasis-Arthritis und Psoriasis beteiligt sind.


dpa-afx / jb
redaktion@daz.online


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