Versorgungsatlas-Studie des ZI

Niedergelassene Ärzte verordnen weniger Antibiotika

Stuttgart - 22.08.2019, 13:59 Uhr

Ärzte haben der Versorgungsatlas-Studie zufolge zurückhaltender Antibiotika verschrieben. (s / Foto: M.Dörr & M.Frommherz / stock.adobe.com)

Ärzte haben der Versorgungsatlas-Studie zufolge zurückhaltender Antibiotika verschrieben. (s / Foto: M.Dörr & M.Frommherz / stock.adobe.com)


Die Antibiotikaverordnungen durch niedergelassene Ärzte sind in den letzten Jahren in ganz Deutschland signifikant zurückgegangen – für alle Altersgruppen. Das geht aus der Versorgungsatlas-Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) hervor. Ein Grund dafür könnten die zahlreichen bundesweiten „Antibiotic Stewardship“-Initiativen in Deutschland sein, heißt es in einer Mitteilung anlässlich der Veröffentlichung der Studie am gestrigen Mittwoch.

Niedergelassene Ärzte in Deutschland verschreiben deutlich weniger Antibiotika als noch 2010. Das berichtet das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) am gestrigen Mittwoch anlässlich der Veröffentlichung der Versorgungsatlas-Studie. So wurden 2010 zulasten der GKV noch 562 Verordnungen über Antibiotika pro 1000 Versicherte ausgestellt, 2018 waren es nur noch 446. Das entspricht einem Rückgang von 21 Prozent. Fast zwei Drittel aller Antibiotikaverordnungen wurden durch Allgemeinmediziner beziehungsweise Hausärzte ausgestellt. Die nächstniedrigeren Verordnungsanteile in 2018 entfielen auf Kinder- und Jugendmediziner (8,4 Prozent) und HNO-Ärzte (5,3 Prozent).

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Der deutliche Rückgang des Antibiotikagebrauchs bei allen Kindern zeige einen tiefgreifenden Wandel in der pädiatrischen Versorgung, schreibt das Zentralinstitut. Ein Grund könnten die zahlreichen bundesweiten Initiativen für einen angemessenen Antibiotikaeinsatz („Antibiotic Stewardship“) sein, an denen teilweise auch Apotheker beteiligt sind.



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