Halbjahreszahlen 2019

Shop Apotheke leidet unter Wachstumskurs

München - 14.08.2019, 12:45 Uhr

Der EU-Versender Shop Apotheke ist auch im ersten Halbjahr 2019 weiter gewachsen, muss aber mit tief roten Zahlen beim Gewinn leben. ( r / Foto: Shop Apotheke)

Der EU-Versender Shop Apotheke ist auch im ersten Halbjahr 2019 weiter gewachsen, muss aber mit tief roten Zahlen beim Gewinn leben. ( r / Foto: Shop Apotheke)


Der niederländische Versandhändler Shop Apotheke Europe hat seinen Fokus auch im ersten Halbjahr 2019 auf Wachstum und Ausbau der Marktposition gelegt. Damit stieg zwar um ein weiteres Mal der Umsatz, das Ergebnis notierte hingegen erneut tief im roten Bereich. Ab 2020 soll damit Schluss sein: Dann will das Unternehmen die Gewinnschwelle erreichen. Die Phase starken Wachstums dürfte dann erst einmal vorbei sein.

Wie Shop Apotheke Europe in einer Presseerklärung mitteilte, stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 gegenüber der vergleichbaren Vorjahreszeit auf Basis von vorläufigen Zahlen von 257 Millionen Euro um 32 Prozent auf rund 338 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr bestätigt der Vorstand seine Prognose, die einen Umsatzzuwachs um rund 30 Prozent auf zirka 700 Millionen Euro vorsieht. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag stieg die Anzahl aktiver Kunden um 50 Prozent von 2,8 Millionen auf 4,2 Millionen.

Das nach Umsatz größte Segment DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) wuchs demnach in den ersten sechs Monaten um 27 Prozent auf 298 Millionen Euro. Außerhalb der DACH-Region kletterte der Umsatz noch stärker um 83 Prozent auf 40 Millionen Euro.

Allerdings erkaufte sich das Unternehmen das Wachstum zu Lasten des Gewinns. So lag das bereinigte Ergebnis nach Steuern mit minus 19,9 Millionen Euro gegenüber minus 14,5 Millionen Euro tief im roten Bereich und erreichte eine negative Rekordmarke. Auch das bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel mit minus 9,6 Millionen Euro deutlich niedriger aus in den ersten sechs Monaten 2018, als es minus 7,0 Millionen Euro betrug. Ins Kontor schlugen vor allem die Vertriebskosten: Aufgrund des starken Wachstums des Unternehmens und der damit verbundenen Kosten für die Neukundengewinnung kletterten diese nach Unternehmensangaben vor Abschreibungen deutlich um 46 Prozent von 46 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2018 auf 67 Millionen Euro in der Berichtszeit.



Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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