Rx-Versandverbot

BMG: Wir nehmen jede Petition ernst

Berlin - 13.08.2019, 07:00 Uhr

Der Pharmaziestudent Benedikt Bühler wird am heutigen Dienstag vor dem Bundesgesundheitsministerium seine Petition für das Rx-Versandverbot an BMG-Abteilungsleiter Thomas Müller übergeben. (Foto: Sket)

Der Pharmaziestudent Benedikt Bühler wird am heutigen Dienstag vor dem Bundesgesundheitsministerium seine Petition für das Rx-Versandverbot an BMG-Abteilungsleiter Thomas Müller übergeben. (Foto: Sket)


Der Pharmaziestudent Benedikt Bühler will seine Petition für das Rx-Versandverbot am heutigen Dienstag in Berlin symbolisch an das Bundesgesundheitsministerium übergeben. Abnehmer wird Thomas Müller sein, der im BMG die Arzneimittel-Abteilung leitet. Inhaltlich verweist das Ministerium aber auf das Apotheken-Stärkungsgesetz.

Der Pharmaziestudent Benedikt Bühler hat mit seiner Bundestagspetition das nötige Quorum von 50.000 Unterzeichnern deutlich erreicht: Noch immer steht nicht die exakte Teilnehmerzahl fest, weil noch nicht alle gezählt sind. Allerdings wurde 50.000-Stimmen-Grenze schon deutlich überschritten.

Am heutigen Dienstag ist Bühler nun zur Übergabe der Petition nach Berlin gereist: Zur Mittagszeit hat er einen Termin vor dem BMG. Dort wird er einen Teil der Unterschriften symbolisch übergeben. Abnehmer ist BMG-Abteilungsleiter Thomas Müller, der selbst Apotheker und Arzt ist. Später hat Bühler dann noch ein nicht-öffentliches Fachgespräch mit Müller im BMG.

Welche politischen Auswirkungen hat die Petition?

Aber welche Auswirkungen wird die Petition, die von zahlreichen Bundesbürgern unterschrieben wurde, auf die Politik von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) haben? Spahn hat mit dem Apotheken-Stärkungsgesetz eine Reform ins Parlament eingebracht, in der das Verbot nicht vorkommt. Mehrfach hat er den Apothekern inzwischen verdeutlicht, dass er das Verbot nicht umsetzen will.

Auf die Frage, inwiefern das Ministerium seine Politik mit Blick auf die Petition nun ändern will, erklärte ein Sprecher gegenüber DAZ.online: „Grundsätzlich nehmen wir jede Petition ernst. Im konkreten Fall ist gerade ein Gesetzentwurf in der parlamentarischen Beratung, der sich genau dem Anliegen des Pententen und der Unterzeichner der Petition widmet: die flächendeckende Versorgung mit Vor-Ort-Apotheken zu sichern.“


Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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1 Kommentar

jemanden ernst nehmen

von J.M.L. am 13.08.2019 um 9:24 Uhr

"Wir nehmen jede Petition ernst" heißt übersetzt "Danke für Ihren Einsatz in Sachen Demokratie".
"Grundsätzlich nehmen wir jede Petition ernst" heißt übersetzt "Danke, aber selten so gelacht".

Ein wenig störend ist nämlich das Wort "grundsätzlich".
Man hätte jedoch die Aussichtslosigkeit des Unterfangens ein wenig abmildern können, indem man sich nur folgendermaßen geäußert hätte: "Wir nehmen jede Petition ernst". Das wäre neutral gewesen. So schwingt für mich eine ordentliche Portion Ignoranz und Häme in dieser Aussage mit.

So nicht. So geht man nicht mit dem Schicksal hunderttausender Apothekenmitarbeiter um die hier eine famose Arbeit verrichten!

JETZT ERST RECHT!
denn "grundsätzlich schätze ich die Arbeit des BMG".

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