Expansion nach Tirol

Erste Easy-Apotheke in Österreich geplant

München - 06.08.2019, 16:30 Uhr

Die Easy-Apotheke expandiert ins Ausland: Im österreichischen Jenbach in Tirol soll die erste Easy-Apotheke eröffnen. (Foto: easy-Apotheken)

Die Easy-Apotheke expandiert ins Ausland: Im österreichischen Jenbach in Tirol soll die erste Easy-Apotheke eröffnen. (Foto: easy-Apotheken)


Im Tiroler Jenbach wird Anfang des nächsten Jahres eine Apotheke nach dem deutschen Easy-Konzept eröffnet. Damit ist es die erste Apotheke dieser Art außerhalb Deutschlands. Ob weitere Apotheken-Kooperationen folgen werden, behält sich die Kooperationsgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf vor.

„Easy-Apotheke in der Au“ soll der Name der neuen und ersten Apotheken-Kooperation dieser Art in Österreich sein, schreibt die Tiroler Tageszeitung (tt). Der österreichische Pharmazeut Dieter Glötzer habe das Shop-Konzept des deutschen Systemapothekenbetreibers bereits seit Längerem im Blick gehabt, insbesondere als Antwort der vor-Ort-Apotheken auf die starke Internet-Konkurrenz.

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In Jenbach plant der Pharmazeut, dem Medienbericht zufolge, ein Sortiment mit über 11.000 Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetikartikeln zu günstigen Preisen anzubieten. Die Eröffnung werde voraussichtlich im Januar oder Februar nächsten Jahres sein. Laut tt gibt es in ganz Österreich derzeit 1370 Apotheken, in Tirol sind es 120.

Freiverkäufliche Waren machen fast die Hälfte des Umsatzes aus

Lizenz- und Konzeptgeber des vielfach umstrittenen Apothekensystems ist die Düsseldorfer Easy-Apotheke Holding AG. Deren Partner wiederum sind eigenständige Pharmazeuten, die ihre Apotheken unabhängig und nach den Gesetzen des Apothekenmarkts, aber in Verbindung mit den System- und Konzeptrichtlinien der Easy-Apotheke AG, führen.

Nach Unternehmensangaben besteht fast die Hälfte des Umsatzes der über 120 an das Easy-Konzept angegliederten Apotheken in Deutschland aus freiverkäuflichen Waren. Diese Apotheken erinnern optisch eher an Drogeriemärkte mit großen Verkaufsräumen und Selbstbedienungsregalen, bei denen die pharmazeutische Beratung und der Bezahlvorgang räumlich voneinander getrennt sind.
 



Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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