Nach Beitritt von Brandenburg

ATHINA: Schon 10 Kammern sind an Bord

Düsseldorf / Stuttgart - 22.07.2019, 12:45 Uhr

ATHINA-geschulte Apotheken haben unter anderem den Prozess der Medikationsanalyse gelernt. (s / Foto: ABDA)

ATHINA-geschulte Apotheken haben unter anderem den Prozess der Medikationsanalyse gelernt. (s / Foto: ABDA)


Das Qualifizierungskonzept ATHINA – Arzneimitteltherapiesicherheit in Apotheken –  gibt es bereits seit 2012. Federführend wurde es von der Apothekerkammer Nordrhein entwickelt. Das Konzept basiert auf Schulung und praktischer Erprobung des Medikationsmanagements in öffentlichen Apotheken. Mittlerweile wird ATHINA in zehn Kammern angeboten, seit neuestem auch in Brandenburg.

ATHINA steht für „Arzneimitteltherapiesicherheit in Apotheken“ und feiert eine Art Jubiläum: Mit Brandenburg ist nun die zehnte Kammer an Bord. Außerdem wir das Konzept in Nordrhein, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Bayern und Schleswig-Holstein (Reihenfolge des Beitritts) angeboten. Seit 2012 wird das Projekt, das federführend durch die Apothekerkammer Nordrhein entwickelt wurde, durchgeführt und weiterentwickelt. Bundesweit haben bisher mehr als 2.000 Teilnehmer die Schulung durchlaufen, mehr als 1.000 Apotheker sind zertifiziert.

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ATHINA - das Wichtigste im Überblick

Worum geht es bei ATHINA? Ziel ist es, das Medikationsmanagement praxisnah und nach einheitlichen Qualitätsstandards, die sich an der Leitlinie zur Qualitätssicherung der Medikationsanalyse der Bundesapothekerkammer orientieren, in den öffentlichen Apotheken zu implementieren. Hierzu wurde ein Curriculum entwickelt. Es beinhaltet sowohl den Prozess der Medikationsanalyse als auch Grundlagen zum Interaktionsmanagement und umfasst das Erkennen, Bewerten und Lösen von arzneimittelbezogenen Problemen sowie Aspekte der Dokumentation und der Kommunikation.

 

Wie kann man sich qualifizieren? An zwei Tagen theoretischer Qualifizierung inklusive praktischer Übungen erlernen die Seminarteilnehmer die oben genannten Grundfertigkeiten und sind in einer nachfolgenden Praxisphase gefordert, Patientenfälle in der Apotheke zu bearbeiten und zu dokumentieren. Hierbei findet gemeinsam mit dem Patienten eine ausführliche systematische Analyse aller Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel sowie eine Besprechung arzneimittelbezogener Probleme und deren Lösungen statt – mit dem Fokus, dem Patienten einen überprüften und aktuellen Medikationsplan auszuhändigen. Dabei ist die interprofessionelle Zusammenarbeit mit den Ärzten ausdrücklich erwünscht.

 

Gibt es fachliche Unterstützung? Bei der praktischen Umsetzung stehen den Apothekern Tutoren zur Seite, die bei Bedarf fachliche und strukturelle Unterstützung leisten. Begleitend werden den ATHINA-Apothekern während ihrer Praxisphase und darüber hinaus exklusive kostenlose Online-Seminare angeboten, die sich jeweils schwerpunktmäßig mit einem bestimmten Krankheitsbild beschäftigen.

 

Wie lange gilt das Zertifikat? Nach erfolgreich absolvierter Schulungs- und Praxisphase erhalten die Apotheker ein ATHINA-Zertifikat, welches drei Jahre gültig ist.


jb / DAZ.online
redaktion@daz.online


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