Infomail an die Mitglieder

Noweda ruft Apotheker zur Teilnahme an Versandverbot-Petition auf

Berlin - 18.07.2019, 16:00 Uhr

Noweda-Chef Michael P. Kuck und der Rest des Vorstands der Genossenschaft rufen die Apotheker zur Teilnahme an der Petition zum Rx-Versandverbot auf. (s / Foto: Noweda)

Noweda-Chef Michael P. Kuck und der Rest des Vorstands der Genossenschaft rufen die Apotheker zur Teilnahme an der Petition zum Rx-Versandverbot auf. (s / Foto: Noweda)


Die Apotheker-Genossenschaft kämpft Seite an Seite mit dem Pharmaziestudenten Benedikt Bühler für das Rx-Versandverbot. In einer Sonder-Infomail ruft die Genossenschaft ihre Mitglieder dazu auf, an der Bundestagspetition zum Rx-Versandverbot teilzunehmen, die Bühler initiiert hatte. Die Petition ist seit dem gestrigen Mittwoch online.

Apotheker können seit dem gestrigen Mittwoch die Petition zum Rx-Versandverbot auf der Internetseite des Petitionsausschusses des Bundestages zeichnen. (Hier geht es direkt zur Petition). In dem Anliegen fordert der 19-jährige Pharmaziestudent Benedikt Bühler, der als CDU-Mitglied auch schon innerhalb seiner Partei für das Rx-Versandverbot kämpfte, den Versand mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zum Schutz der Vor-Ort-Apotheken gänzlich zu verbieten. Unterstützt wurde Bühler unter anderem von der Noweda – die hatte dem Studenten finanziell unter die Arme gegriffen, auch weil er sich juristisch dagegen wehrte, dass der Petitionsausschuss seine Petition zunächst nicht gesondert veröffentlichen wollte.

Die Petition ist online einsehbar, kann aber auch in der Apotheke vor Ort unterschrieben werden. Nun schreibt die Noweda auch nochmal alle Mitglieder an und ruft zur Teilnahme auf. In der Infomail heißt es unter anderem:


Wie unterscheidet sich diese Petition von den bisherigen Petitionen zum Rx-Versandverbot? Wenn das Quorum von 50.000 Unterschriften innerhalb von 30 Tagen erfüllt ist, muss eine öffentliche Diskussion im Petitionsausschuss stattfinden, bei der Herr Bühler sein Anliegen nochmals vorbringen kann. Für Sie alle hat die Umsetzung des Rx-Versandhandelsverbots Relevanz. Wir bitten Sie daher: Unterzeichnen auch Sie diese Petition und laden Sie außerdem Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weitere Interessenten, z. B. Ihre Kunden und Patienten oder Familienmitglieder aktiv dazu ein.“

Noweda-Infomail


Als Anhang sendet die Noweda auch den Brandbrief von Benedikt Bühler mit, den der Student kürzlich an die Apotheker formuliert hatte. Auch Unterschriftenbögen als Kopiervorlage gibt es dazu sowie ein Poster auf dem es heißt: „Alle 38 Stunden schließt in Deutschland eine Apotheke für immer. Und es könnte noch schlimmer kommen, wenn der ausländische Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten weiter zunimmt.“

ABDA auf Abstand zum Rx-Versandverbot

Die ABDA hat das Rx-Versandverbot inzwischen zurückgestellt. Bei einer Mitgliederversammlung im Juni beschlossen die Kammern und Verbände, dass das Verbot nur noch eine „Handlungsoption“ sei. Die ABDA-Spitze ist seitdem nicht mehr per Beschluss daran gebunden, das Verbot in politischen Gesprächen zu fordern. ABDA-Friedemann Schmidt bekräftigte in einem Zeitungsinterview kürzlich diesen Kurs: Er sagte, man solle sich nicht weiter mit dem Verbot „verkämpfen“, weil es politisch und in der Gesellschaft nicht gewollt werde.

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Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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1 Kommentar

Verkämpfter ABDA-Präsident „im kleinen Kreis“ beigesetzt ...

von Christian Timme am 19.07.2019 um 9:16 Uhr

Dieser ABDA-Präsident ist kein Wahrer der nationalen Apothekenkompetenz ... ohne je ein „Pflaster“ würdevoll als Zeichen eines Kampfes getragen zu haben ... zieht er sich auf ein einziges Wort zurück ... nein, nicht er- sondern ver-kämpft ... da fehlen einem nicht nur die Worte ...

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