Retax-Bilanz 2018

LAV sichert Apotheken mehr als 776.000 Euro

Berlin - 18.07.2019, 15:15 Uhr

Der LAV Baden-Württemberg (hier Geschäftsführerin Ina Hofferberth) hat etwa die Hälfte aller von den Kassen beanstandeten Rezeptsummen für die Apotheker wieder zurückgeholt. (Foto: LAV)

Der LAV Baden-Württemberg (hier Geschäftsführerin Ina Hofferberth) hat etwa die Hälfte aller von den Kassen beanstandeten Rezeptsummen für die Apotheker wieder zurückgeholt. (Foto: LAV)


Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) hat im vergangenen Jahr 12.631 von den Kassen beanstandete Rezepte geprüft – mehr als 1,5 Millionen Euro hatten die Kassen von den Apotheke einbehalten. Doch nicht immer zu Recht. Rund 50 Prozent der Summe holte der LAV für die baden-württembergischen Apotheken zurück.

Auch in diesem Jahr präsentierte Geschäftsführerin Ina Hofferberth bei der Mitgliederversammlung des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV) die Retax-Bilanz des Vorjahrs. Im Jahr 2018 hat die Fachabteilung Taxation des LAV 12.631 von den Kassen beanstandete Rezepte geprüft – und damit knapp 2.000 weniger als im Vorjahr. Die Rezepte waren zu insgesamt 5.720 Retaxationsvorgängen zusammengefasst, von denen jeder einem komplexen Prüf- und Einspruchsverfahren bearbeitet wurde.

Doch auch wenn es weniger Fälle waren: Der Gesamtwert der geprüften Retaxationen ist 2018 gestiegen: auf 1.519.821 Euro – im Vorjahr  waren es 1,3 Millionen Euro. Von den rund 1,52 Millionen Euro konnten im Einspruchsverfahren über 50 Prozent zurückgeholt werden – insgesamt 776.321 Euro. Damit sei auch die Summe der Retaxationen, die der LAV für seine Mitglieder zurückholen konnte, wieder deutlich gestiegen, freut sich Hofferberth. Im letzten Jahr habe man bei rund 42 Prozent gelegen.

Doch trotz dieses Erfolgs bleiben die vielen Retaxationen ein Ärgernis: Nicht alle Kassen würden die Vorgänge angemessen und mit Augenmaß verfolgen, sagt die LAV-Geschäftsführerin. „All diese Retaxationen binden in den Apotheken und bei uns im Verband viele personelle Ressourcen, weil es nach wie vor zahlreiche unberechtigte Beanstandungen gibt. Die LAV-Mitglieder könnten diese Einsprüche ohne die fachkundige Unterstützung unseres Teams in der Abteilung Taxation gar nicht bewältigen“, so Hofferberth.


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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