Verteidigungsministerium

Von der Leyen tritt zurück – Spahn als Nachfolger gehandelt

Berlin - 16.07.2019, 07:00 Uhr

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wird nicht mehr am Tisch des Bundeskabinetts Platz nehmen. Kurz vor der Wahl zur EU-Kommissionschefin kündigte sie ihren Rücktritt an. (Foto: imago images / photothek)

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wird nicht mehr am Tisch des Bundeskabinetts Platz nehmen. Kurz vor der Wahl zur EU-Kommissionschefin kündigte sie ihren Rücktritt an. (Foto: imago images / photothek)


Am morgigen Dienstag trifft das EU-Parlament die Entscheidung darüber, ob die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die erste Chefin der EU-Kommission wird. Schon am gestrigen Montag hat sie ihren Rücktritt bekanntgegeben. Über Nachfolger wird bereits seit Tagen spekuliert, auch der Name Jens Spahn wird immer wieder gehandelt.

Am Mittwoch werde sie ihr Amt zur Verfügung stellen, schrieb die CDU-Politikerin am gestrigen Montag in einem Tagesbefehl an die Angehörigen der Bundeswehr, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. „Die Bundeskanzlerin ist über diesen Schritt informiert und wird die notwendigen Schritte für einen verantwortungsvollen Übergang im Sinne der Bundeswehr und der Sicherheit Deutschlands einleiten“, heißt es darin.

Wer das Amt der Verteidigungsministerin übernimmt, war zunächst noch unklar. In Berlin sind mehrere Politiker im Gespräch, darunter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie die Verteidigungsexperten Johann Wadephul und Henning Otte (alle CDU) und auch Ex-CDU-Generalsekretär und Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber. Unklar schien allerdings auch, ob nur das Verteidigungsministerium neu besetzt wird, oder ob ein größeres Karussell in Gang gesetzt wird. Allerdings hatte CSU-Chef Markus Söder eine Kabinettsumbildung mit Beteiligung der CSU-geführten Ministerien abgelehnt.

Althusmann: CDU Niedersachsen sollte Stelle neu besetzen

Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann hat bereits Ansprüche seines Landesverbandes für das Bundeskabinett angemeldet. „Die CDU Niedersachsen als drittgrößter Landesverband muss in der Bundesregierung angemessen vertreten sein. Wir haben gute Frauen und Männer in Berlin, die aus dem Stand heraus ein Ministerium führen können. Die Entscheidung liegt bei der Kanzlerin“, sagte Althusmann der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Mit von der Leyen könnte erstmals seit mehr als 60 Jahren wieder jemand aus Deutschland das mächtige Brüsseler Amt erobern, das in etwa einem Regierungschef entspricht. Allerdings ist ungewiss, ob von der Leyen die nötige Mehrheit im Europaparlament bekommt. Zu den schärfsten Kritikern der Politikerin gehören die deutschen Sozialdemokraten. Die SPD ist aufgebracht, weil von der Leyens Nominierung dem Wunsch des Parlaments widerspricht, nur einen Spitzenkandidaten zur Europawahl zum Kommissionschef zu machen. Dagegen warnen Politiker aus der Union vor einer Handlungsunfähigkeit der EU für den Fall eines Scheiterns der Kandidatin.


bro / dpa
brohrer@daz.online


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1 Kommentar

Spahn

von Conny am 16.07.2019 um 13:19 Uhr

Der Mann kann alles !

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