Bilanz 2018/2019

Phoenix kämpft mit rauem Marktumfeld

Stuttgart - 24.05.2019, 10:15 Uhr

Phoenix konnte im 25. Jahr nach der Gründung zum neunten Mal in Folge stärker als die internationalen Pharmamärkte wachsen. (c / Foto:Phoenix)

Phoenix konnte im 25. Jahr nach der Gründung zum neunten Mal in Folge stärker als die internationalen Pharmamärkte wachsen. (c / Foto:Phoenix)


Ungeachtet schwieriger Rahmenbedingungen hat der Pharmagroßhändler und Gesundheitsdienstleister Phoenix Group seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 steigern können. Die reduzierte Apothekenvergütung in Großbritannien drückte allerdings das Ergebnis deutlich ins Minus.

Das Umfeld, in dem sich die Mannheimer Phoenix Group bewegt, ist anspruchsvoll: Der Wettbewerb im Pharmagroßhandel ist hart, die Margen sind begrenzt und regulatorische Veränderungen verlangen Flexibilität. Trotzdem ist es dem Unternehmen im 25. Jahr nach der Gründung gelungen, zum neunten Mal in Folge stärker als die internationalen Pharmamärkte zu wachsen. Wie der Konzern anlässlich der Veröffentlichung seines Geschäftsberichtes 2018/19 (zum 31. Januar 2019) mitteilte, stieg die Gesamtleistung des in 27 europäischen Ländern tätigen Gesundheitsdienstleisters auf über 33 Milliarden Euro. Die für den Pharmagroßhandel relevante Kennzahl, die sich aus Umsatzerlösen und dem bewegten Warenvolumen zusammensetzt, liege damit rund fünf Prozent über dem Vorjahreswert. Der Umsatz wuchs den Angaben zufolge gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent auf rund 26 Milliarden Euro.

Hohe Abwertung in Großbritannien

Anders sieht es auf der Ergebnisseite aus. Zwar konnte Phoenix das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (Ebitda) gegenüber dem Vorjahr leicht um drei Millionen auf 471,1 Millionen Euro steigern, doch unter dem Strich betrug das Periodenergebnis minus 112,0 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag diese Kennziffer mit fast 187 Millionen Euro noch deutlich im Plus. Als Grund für den Einbruch beim Ergebnis verweist Phoenix auf Abwertungen von Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von rund 280 Millionen Euro. Im Vereinigten Königreich habe die durch den Gesetzgeber verabschiedete Kürzung der Apothekenvergütung zu einer Reduzierung der künftigen Ertragsprognosen geführt. Ein umfassendes Optimierungsprogramm mit dem Ziel, die Ergebnissituation in UK mittelfristig zu verbessern, sei auf dem Weg. Zudem habe in den Balkanländern ein verändertes Marktumfeld die mittelfristigen Ergebniserwartungen gedrückt.



Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Phoenix Group: Umsatzplus, aber Einbruch beim Gewinn

Wachstum in rauem Umfeld

Erstes Quartal 2019/2020

Phoenix mit kräftigem Ergebnissprung

Phoenix schließt Geschäftsjahr erfolgreich ab

Um 9 Prozent verbessert

Mannheimer Pharmahändler

Phoenix wächst zum achten Mal in Folge

1 Kommentar

Bilanz 2018/2019

von GAGEL Reinhold am 20.12.2019 um 19:41 Uhr

....zur Weiterleitung an die Geschäftsleitung!

Wo kann ich die letzte Bilanz Ihrer Firma finden?

Danke für Ihren Hinweis und weiterhin viel Erfolg!

Reinhold Gagel 20.12.2019

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.