CSU-Landtagsabgeordneter besucht Apotheke

Bernhard Seidenath: Rx-Versandverbot bleibt auf der Agenda

Berlin - 03.05.2019, 16:30 Uhr

Der CSU-Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath (li.) und Dr. Franz Stadler vor dem Reinraum, in dem die Herstellung parenteraler
Zubereitungen unter aseptischen Bedingungen erfolgt. (Foto: privat)

Der CSU-Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath (li.) und Dr. Franz Stadler vor dem Reinraum, in dem die Herstellung parenteraler Zubereitungen unter aseptischen Bedingungen erfolgt. (Foto: privat)


Wie arbeiten eigentlich Apotheken vor Ort, die über einen Reinraum verfügen? Das wollte sich der Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Pflege des Bayerischen Landtages, Bernhard Seidenath (CSU), einmal genauer anschauen – und besuchte Dr. Franz Stadler in der Sempt-Apotheke in Erding. Gesprochen wurde auch über aktuelle politische Fragen.

Am 30. April empfing Apotheker Dr. Franz Stadler den bayerischen Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath in der Erdinger Sempt-Apotheke. Der Gesundheitspolitiker wollte sich über die lokale Arbeit der öffentlichen Apotheken mit Reinraum informieren. Stadler zeigte ihm auf, wo die Vorteil dieser kleinen, wohnortnahen Reinräume liegen: Sie sicherten nicht nur eine hohe Qualität, sondern auch eine flexible und zeitnahe Herstellung der parenteralen Zubereitungen – je nach tagesaktuellem Befinden/Blutwerten des Patienten, die sogenannte Adhoc-Herstellung. Außerdem könnten durch die kurzen Entfernungen zu den behandelnden Praxen die mechanischen Belastungen der empfindlichen Wirkstoffe beim Transport auf ein Minimum beschränkt werden. Stadler ist überzeugt, dass unter dem Gesichtspunkt der Arzneimittelsicherheit dieses lokale Modell das Modell der Zukunft sein sollte. Idealerweise sollte jeder Landkreis über mindestens eine Apotheke mit Reinraum verfügen, erklärte der dem Landtagsabgeordneten.

Seidenath und Stadler sprachen auch über weitere aktuelle politische Themen, die die öffentlichen Apotheken betreffen. Dabei betonte Seidenath erneut die Auffassung der CSU, dass nur ein Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Medikamente für die gebotene Sicherheit bei der Arzneimitteldistribution sorgen kann. Er habe deshalb weiterhin ein solches Versandhandelsverbot auf der Agenda und hoffe auf die Unterstützung durch die Apothekerverbände selbst. 


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