Bundesgesundheitsministerium

Thomas Steffen wird neuer Staatssekretär im BMG

Berlin - 24.04.2019, 12:30 Uhr

Der ehemalige verbeamtete Staatssekretär im Finanzministerium, Thomas Steffen, wechselt ab Mitte Mai 2019 als Staatssekretär ins Bundesgesundheitsministerium. (c / Foto: dpa)

Der ehemalige verbeamtete Staatssekretär im Finanzministerium, Thomas Steffen, wechselt ab Mitte Mai 2019 als Staatssekretär ins Bundesgesundheitsministerium. (c / Foto: dpa)


An der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums gibt es einen Wechsel: Thomas Steffen wird neuer verbeamteter Staatssekretär und löst damit den langjährigen Beamten Lutz Stroppe ab, der in den vorzeitigen Ruhestand geht. Steffen ist Jurist und kennt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sehr gut: Beide waren Staatssekretäre unter Ex-Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte am heutigen Mittwoch, dass Steffen seinen neuen Job bereits Mitte Mai antreten soll. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet. Der Personalie muss das Bundeskabinett noch zustimmen.

In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass der langjährige, verbeamtete BMG-Staatssekretär Lutz Stroppe seinen Dienst im Ministerium quittieren werde. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte darüber berichtet, dass Spahn den Staatssekretär in den vorzeitigen Ruhestand versetzen werde. Stroppe hatte zuvor auch länger krankheitsbedingt gefehlt, war aber erst kürzlich wieder an seinen Arbeitsplatz im Ministerium zurückgekehrt.

Der verbeamtete Staatssekretär hat eine wichtige Funktion

Neben dem verbeamteten Staatssekretär sitzen im BMG zwei parlamentarische Staatssekretäre. Derzeit sind dies Thomas Gebhart und Sabine Weiss. Der verbeamtete Staatssekretär ist inhaltlich verantwortlich für die einzelnen Abteilungen im BMG, also auch für die Abteilung 1, zu der die Themen Arzneimittel und Apotheken gehören. In der vergangenen Legislaturperiode hatte Stroppe den Arzneimittelmarkt zu einem seiner Themenschwerpunkte gemacht: Er beschäftigte sich intensiv mit dem Pharmadialog zwischen der Bundesregierung und der Pharmaindustrie und trat öffentlich regelmäßig zu diesem Thema auf.

Der gebürtige Niedersachse ist studierter Lehrer für Geschichte und Politikwissenschaft. Vor seiner Tätigkeit im BMG, die er seit 2014 ausübt, war Stroppe bereits Leiter des Büros von Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl. In den Jahren 2006 bis 2010 arbeitete er als Bereichsleiter „Politische Programme und Analysen“ in der Bundesgeschäftsstelle der CDU, später wurde er Staatssekretär im Bildungsministerium.

Steffen ohne gesundheitspolitische Erfahrung

Stroppes Nachfolger im BMG ist Thomas Steffen. Spahn und Steffen kennen sich gut: In der vergangenen Legislaturperiode arbeiteten beide als Staatssekretäre unter Wolfgang Schäuble, wobei Steffen verbeamtet war. Er war dort unter anderem zuständig für die Euro-Krise. Vor seiner Tätigkeit als Staatssekretär leitete Steffen, der Rechts- und Staatswissenschaften studiert hat, die Europa-Abteilung des BMF (Bundesfinanzministerium).

Nach der Bundestagswahl 2017 soll seine Rolle im Finanzministerium sogar noch wichtiger geworden sein: Denn unter Interimsfinanzminister Peter Altmaier (CDU) soll Steffen in dieser Zeit die Geschicke im BMF zumindest temporär gelenkt haben. Der jetzige SPD-Minister Olaf Scholz ersetzte Steffen. Bei der Postenvergabe in der neuen Großen Koalition ging er zunächst leer aus. Im vergangenen Jahr hielt er laut Handelsblatt an der Uni Bonn einen Vortrag über die europäische Währungsunion. Gesundheitspolitische Erfahrungen hat Steffen bislang nicht sammeln können.


Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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