Geldstrafen drohen

New York: Masern-Notstand in Teilen Brooklyns ausgerufen

Stuttgart - 10.04.2019, 11:30 Uhr

Für bestimmte Teile des New
Yorker Stadtviertels Brooklyn wurde nun ein Notstand ausgerufen. (m / Foto: Victor Moussa
                                        
                                                    / stock.adobe.com)

Für bestimmte Teile des New Yorker Stadtviertels Brooklyn wurde nun ein Notstand ausgerufen. (m / Foto: Victor Moussa / stock.adobe.com)


Nicht nur in Europa sind die Masern auf dem Vormarsch. Eine Impfpflicht ist in Deutschland derzeit in der politischen Debatte, in Italien und Frankreich beispielsweise gibt es sie schon. Für bestimmte Teile des New Yorker Stadtviertels Brooklyn wurde nun ein Notstand ausgerufen. In bestimmten Postleitzahlbezirken müssen sich ungeimpfte Bewohner impfen lassen, andernfalls drohen Geldstrafen.

Seit Oktober 2018 wurden 285 Fälle von Masern in den New Yorker Stadtteilen Brooklyn und Queens registriert. 2017 waren es insgesamt nur zwei Fälle. Dazu kommen fast 200 Fälle in Landkreisen weiter im Norden des Staates New York. Der Landkreis Rockland County hatte bereits vor zwei Wochen wegen eines Masernausbruchs einen 30-tägigen Notstand ausgerufen. Nicht geimpfte Kinder müssen sich damit von öffentlichen Orten fernhalten. Der Ausbruch ist den Gesundheitsbehörden zufolge auf ein nicht geimpftes Kind zurückzuführen, das sich bei einer Reise nach Israel angesteckt hat. Seitdem sollen sich weitere Bewohner von Brooklyn und Queens in Israel mit dem Virus infiziert haben, wieder zurück in den USA haben sie dann andere angesteckt. Nun hat die Stadt auf den Ausbruch reagiert. 

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New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat einen Notstand für Teile des Stadtviertels Brooklyn ausgerufen. Jeder, der in bestimmten Teilen des Viertels Williamsburg lebe, müsse sich gegen Masern impfen lassen, sagte de Blasio am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Ansonsten drohten Strafen von bis zu 1.000 Dollar (etwa 890 Euro). In den betroffenen Gegenden Brooklyns leben viele orthodoxe Juden und auch im Landkreis Rockland ist Medienberichten zufolge vor allem die jüdisch-orthodoxe Gemeinschaft betroffen.

Bereits mehr Fälle als im Vorjahr

Doch nicht nur New York ist betroffen. In den USA wurden landesweit in 19 Staaten Masernausbrüche gemeldet. Seit Beginn des Jahres gab es laut der US-Gesundheitsbehörde mindestens 465 Fälle, das sind bereits mehr als im gesamten Vorjahr. Seit die Masern im Jahr 2000 für ausgerottet erklärt wurden, wurden nur einmal mehr Fälle gemeldet, nämlich 667 im Jahr 2014.


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