Interview mit Chefredakteurin Martina Schiffter-Weinle

Was steckt hinter dem Filialapotheken-Magazin „Eins & Drei“?

Stuttgart - 19.03.2019, 09:00 Uhr

Das Filialapotheken-Magazin ist seit Kurzem erhältlich. (m / Foto: DAZ.online)

Das Filialapotheken-Magazin ist seit Kurzem erhältlich. (m / Foto: DAZ.online)


Seit Kurzem ist die erste Ausgabe von „Eins & Drei“ verfügbar: das Filialapotheken-Magazin des Deutschen Apotheke Verlags. Ein Magazin extra für Filialapotheken? Gibt es da besonderen Informationsbedarf? An wen richtet sich das Heft? Und was soll eigentlich der Name? Wir haben mit Chefredakteurin Martina Schiffter-Weinle über das neue Format gesprochen.

DAZ.online: Was bedeutet der Name „Eins & Drei“?

Schiffter-Weinle: Eins & Drei steht für die eine Haupt- und die drei Filialapotheken, aus denen ein Filialverbund laut Apothekengesetz maximal bestehen darf.

DAZ.online: An wen richtet sich das Heft?

Schiffter-Weinle: Eins & Drei ist die erste Fachzeitschrift für Fililalapotheken in Deutschland. Unsere Zielgruppe sind sowohl die Filialleiter als auch die Inhaber von Filialapotheken. Aber auch für Apotheker in mittleren Führungspositionen, die keine Filialleiter sind, sowie für angehende Filialleiter und Apothekeninhaber, die über eine Filialisierung nachdenken, ist Eins & Drei auf jeden Fall interessant.

DAZ.online: Wie oft soll das Heft erscheinen?

Schiffter-Weinle: Die Zeitschrift erscheint sechsmal im Jahr, also alle zwei Monate.

DAZ.online:  Haben Filialleiter bzw. die Inhaber von Filialen ein besonderes Informationsbedürfnis, weil sie zum Beispiel Probleme haben, die andere nicht haben?

Schiffter-Weinle: Das ist definitiv der Fall. Inhaber von Filialapotheken haben eine größere Verantwortung als „normale“ Inhaber. Sie werden vom Organisator einer einzelnen Apotheke zum Manager von insgesamt zwei, drei oder vier Betrieben und somit auch von einem viel größeren Mitarbeiterteam. Um den Filialverbund zum Erfolg zu führen, müssen viele Arbeitsabläufe gemeinsam organisiert und optimiert, Aufgaben und Verantwortlichkeiten richtig verteilt und eine transparente Kommunikation geschaffen werden. Diese Prozesse erfordern viel Zeit und Fähigkeiten, die einem im Pharmaziestudium nicht beigebracht werden.


„Eins & Drei“-Chefredakteurin Martina Schiffter-Weinle auf der Interpharm

Ebenso unterschiedlich sind die Fragestellungen der Filialleiter im Vergleich zu denen von „normalen“ angestellten Apothekern. Denn als Filialleiter ist man in einer Führungsposition, muss auch mal nicht populäre Entscheidungen treffen, die Mitarbeiter seiner Filiale motivieren und führen. Gleichzeitig muss ein Filialleiter als Angestellter aber auch den Erwartungen des Inhabers entsprechen – keine leichte Rolle, die ebenfalls neues Wissen sowie neue Kompetenzen erfordert und häufig rechtliche Fragen aufwirft.



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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