Nacht- und Notdienstfonds

Notdienstpauschale steigt wieder

Berlin - 13.03.2019, 13:15 Uhr

102.401 Vollnotdienste leisteten die deutschen Apotheken im vierten Quartal 2018. ( r / Foto: ABDA)

102.401 Vollnotdienste leisteten die deutschen Apotheken im vierten Quartal 2018. ( r / Foto: ABDA)


284,59 Euro werden die deutschen Apotheken für jeden im 4. Quartal 2018 erbrachten Vollnotdienst erhalten. Das hat der Geschäftsführende Vorstand des Deutschen Apothekerverbandes am gestrigen Dienstag beschlossen.

Wie der Nacht- und Notdienstfonds (NNF) mitteilt, stand ihm zum 8. März ein Ausschüttungsvolumen von insgesamt 29.142.216,89 Euro zur Verfügung. Die Apothekerkammern hatten für das 4. Quartal 2018 insgesamt 102.401 Vollnotdienste gemeldet, die von 19.344 Apotheken geleistet wurden. Entsprechend habe der Geschäftsführende Vorstand des DAV in der Sitzung am gestrigen Dienstag pro geleisteten Vollnotdienst einen pauschalen Zuschuss in Höhe von 284,59 Euro festgesetzt und beschlossen.

Im Vorquartal gab es pro Vollnotdienst noch 16,45 Euro weniger. Diese Veränderung, so der NNF, resultiere im Wesentlichen daraus, dass die Packungsabgabemengen der für den Notdienstfonds relevanten Arzneimittel im Vergleich zum Vorquartal – bei gleicher Anzahl von Abgabetagen – um 6,14 Prozent erwartungsgemäß gestiegen seien. Im Vorjahresquartal lag die Pauschale mit 280,12 Euro ebenfalls unter dem aktuellen Wert. Damals gab es auch noch über 300 Apotheken mehr als Ende 2018.

Die Höhe der Notdienstpauschale schwankte in den vergangenen zwei Jahren immer wieder.

Insgesamt belief sich das Ausschüttungsvolumen des NNF im vergangenen Jahr auf 114.229.677 Euro – errechnet aus den Einnahmen abzüglich der Verwaltungsausgaben. Die ursprünglich vom Gesetzgeber für die Notdienste versprochenen 120 Millionen Euro wurden somit auch 2018 nicht erreicht.

Das für die Pauschalen zur Verfügung stehende Volumen sollte nach den im vergangenen Dezember vorgestellten Reform-Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für den Apothekenmarkt eigentlich verdoppelt werden. Mittlerweile zeichnet sich allerdings ab, dass eine Erhöhung – wenn überhaupt – deutlich geringer ausfallen wird.


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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1 Kommentar

16,45 Euro vor Steuern pro Vollnotdienst mehr

von Armin Spychalski am 13.03.2019 um 18:18 Uhr

Mal ernsthaft, ist das wirklich ne Meldung wert? Oh, gerade ist der diensthabende Notarzt vor Lachen vom Stuhl gekippt..

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