US-Arzneimittelbehörde

Krebsforscher Ned Sharpless soll FDA leiten

München - 13.03.2019, 14:30 Uhr

Ned Sharpless, der
derzeitige Direktor des National Cancer Institute (NCI), soll neuer Chef der US-Arzneimittelbehörde FDA werden. ( r / Foto: National Institutes of Health)

Ned Sharpless, der derzeitige Direktor des National Cancer Institute (NCI), soll neuer Chef der US-Arzneimittelbehörde FDA werden. ( r / Foto: National Institutes of Health)


Nachdem der bisherige Chef der US-Arzneimittelbehörde FDA, Scott Gottlieb, vor wenigen Tagen überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte, ist nun offenbar ein Nachfolger gefunden. Nach Angaben des US-Gesundheitsministeriums soll der Krebsspezialist Dr. Ned Sharpless künftig die mächtige Behörde führen.

Die Suche nach einem Nachfolger von Scott Gottlieb hat nur wenige Tage gedauert. Ned Sharpless, der derzeitige Direktor des National Cancer Institute (NCI), wird an die Spitze der US-Food and Drug Administration (FDA) rücken, sobald der bisherige Chef Scott Gottlieb sein Amt wie kürzlich angekündigt in weniger als einem Monat aufgibt. Das teilte US-Gesundheitsminister Alex Azar am Dienstag während einer Kongressanhörung mit. Demnach werde Sharpless vorerst als Interims-Chef der FDA tätig werden. Allerdings weist die bisherige Kommunikation zu seiner Personalie darauf hin, dass er diese Funktion auch längerfristig ausfüllen könnte. 

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Der 52-jährige Sharpless hat, wie sein Vorgänger Gottlieb, einen medizinischen und wissenschaftlichen Hintergrund. Als Arzt und Forscher ist er seit mehr als 20 Jahren im Bereich der Onkologie tätig. Bevor er 2017 seine Stelle am NCI antrat, war er Direktor des Lineberger Comprehensive Cancer Center der University of North Carolina.

Wie Gottlieb hatte Sharpless in früheren Jahren zudem Verbindungen zur Pharmaindustrie. Er ist Erfinder mehrerer Patente und einer der Mitbegründer von G1 Therapeutics, einem Biotech-Start-up. Im Jahr 2016, im Jahr vor seinem Wechsel an die Spitze des NCI, soll er laut US-Medienberichten vom Pharmariesen Pfizer über 5.000 Dollar an Beratungshonorar erhalten haben.



Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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