Sammelaktion „Deckel gegen Polio“

NRW-Justizminister übergibt Preisgeld an Apotheke

Berlin - 11.03.2019, 11:15 Uhr

NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU)
überreichte 500 Euro Preisgeld für den 1. Platz bei der Sammelaktion „Deckel gegen
Polio“ an Apothekenleiterin Barbara Schwinghammer-Steinbach von der
Oberbergischen Apotheke in Hückeswagen, Oberbergischer Kreis. ( r / Foto: Karsten Mittelstädt / Remscheider General-Anzeiger)                                               

NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) überreichte 500 Euro Preisgeld für den 1. Platz bei der Sammelaktion „Deckel gegen Polio“ an Apothekenleiterin Barbara Schwinghammer-Steinbach von der Oberbergischen Apotheke in Hückeswagen, Oberbergischer Kreis. ( r / Foto: Karsten Mittelstädt / Remscheider General-Anzeiger)                                               


Sammeln lohnt sich – und die Teilnahme an einer Sammelaktion ebenfalls. Ende Februar wurde das Engagement der Oberbergischen Apotheke in Hückeswagen im Oberbergischen Kreis belohnt. NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) überreichte dem Apotheken-Team den Gewinnerscheck über 500 Euro für den Gewinn eines von ihm ausgelobten Wettbewerbes anlässlich der Sammelaktion „Deckel gegen Polio“ – DAZ.online hat nachgefragt.

242 Säcke mit einer kunterbunten Sammlung von Deckeln verschiedenster Plastikflaschen war das Ergebnis von einem Jahr Sammelaktion in der Oberbergischen Apotheke im nordrhein-westfälischen Hückeswagen. Das ist nicht nur ein stolzes Ergebnis, die Apotheke gewann damit auch einen von NRW-Justizminister Peter Biesenbach ausgelobten Wettbewerb mit weitem Vorsprung. Ende Februar wurde der Gewinnerscheck über 500 Euro von Biesenbach persönlich der Leiterin der Apotheke, Barbara Schwinghammer-Steinbach, überreicht. Die Apothekerin wiederum spendete das Geld dem örtlichen Jugendzentrum für die Ferienbetreuung „Kinderdorf 2019“. Damit solle Kindern die Teilnahme ermöglicht werden, denen es ansonsten finanziell nicht möglich wäre.

Deckel gegen Polio – Sammeln für den guten Zweck

Deckel sammeln und damit Gutes tun, das ist die Devise der Sammelaktion des gemeinnützigen Vereins  „Deckel drauf e.V.“, der sich mit seinem Schwerpunktprojekt  „Deckel gegen Polio - 500 Deckel für 1 Leben ohne Kinderlähmung“ der endgültigen weltweiten Besiegung der Poliomyelitis widmet. Zentral ist die Sammlung von Kunststoffdeckeln. Aus deren Verkaufserlös soll die weltweite Initiative von Rotary International „End Polio Now“ unterstützt werden. Die hochansteckende Infektionskrankheit kann nur durch eine Impfung präventiv verhindert, aber nicht geheilt werden. Fast überall auf der Welt – bis auf Afghanistan, Pakistan und Nigeria – gilt Polio dank der Impfungen inzwischen als ausgerottet. 

Im Oberbergischen Kreis arbeiten der Rotary Club Wipperfürth Lindlar/Romerike Berge und der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) Hand in Hand und treiben so gemeinsam das Sammelprojekt voran. Mit dem Verkaufserlös von den meist aus hochwertigen Kunststoffen (HDPE und PP) produzierten Deckeln solle die Impfkampagne gegen Polio aktiv unterstützt werden. 500 Deckel entsprächen dabei einer Polio-Impfung.

„Team wollte ein soziales Projekt unterstützen“

Überall in Deutschland werden Deckel gegen Polio gesammelt. So auch in den beiden Apotheken von Barbara Schwinghammer-Steinbach. Im Gespräch mit DAZ.online berichtet die Apothekenleiterin von der Vorgeschichte zur Sammelaktion, der Motivation Gutes zu tun – und dem Besuch des NRW-Justizministers. „Mein Team wollte ein soziales Projekt unterstützen“, so Schwinghammer-Steinbach. Schon vor einigen Jahren hätten sie gemeinsam überlegt und geschaut, was sie als Apotheke tun könnten und seien in diesem Zusammenhang irgendwann auf das Projekt „Deckel gegen Polio“ gestoßen. Auch sie persönlich unterstütze grundsätzlich gerne soziale Projekte. 

Der vom NRW-Justizminister Peter Biesenbach ausgelobte Wettbewerb habe den Sammeleifer im Apothekenteam noch angefacht. „Da Herr Biesenbach direkt in der Nähe wohnt, war es uns, weil wir ihn ja kennen, ein Bedürfnis ihn zu unterstützen.“ Der Rotarier Biesenbach habe aus privater Initiative mit den von ihm gespendeten 500 Euro für den Gewinn der Sammelaktion des lokalen Rotary Clubs den Sammelanreiz noch erhöhen wollen. „Diese 500 Euro sind ja ausgelobt gewesen für den besten Sammler, aber wir haben uns im Team gedacht, dass wir das Geld dann an das Kinderdorf weitergeben wollen, das hier in den Sommerferien in Hückeswagen stattfindet“, so Schwinghammer-Steinbach.



Inken Rutz, Apothekerin, Autorin DAZ.online
redaktion@daz.online


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