Chargenrückruf

„Gestörte Lieferkette“ bei Haemato Pharm

Stuttgart - 13.02.2019, 17:15 Uhr

Über eine „gestörte Lieferkette“ informiert Haemato Pharm bei Mabthera und Sprycel. ( r / Foto: Andrey Popov / stock.adobe.com)

Über eine „gestörte Lieferkette“ informiert Haemato Pharm bei Mabthera und Sprycel. ( r / Foto: Andrey Popov / stock.adobe.com)


Und wieder gibt es Probleme in der Lieferkette eines Importeurs. Nachdem CC-Pharma vergangen Woche „nach neuen Erkenntnissen zu einem Vorlieferanten eines Zulieferers in der Lieferkette von Afinitor® 10 mg“ einen Rückruf startete, ruft nun Haemato Pharm Mabthera® und Sprycel® zurück. Der Grund: Man sei über Vertriebsaktivitäten von Arzneimitteln mit „gestörter Lieferkette“ informiert worden. 

Importeur Haemato Pharm ruft mehrere Chargen der Arzneimittel Sprycel® 100 mg und Mabthera® 500 mg zurück – vorsorglich wie es heißt. Betroffen sind bei Mabthera® 500 mg, „Haemato Pharm“, (1 Stück, Infusionslösungskonzentrat; PZN 00230496) die Chargen N7146B06, N7160B07, N7187B03, N7207B06, N7213B06 und bei Sprycel® 100 mg, „Haemato Pharm“ (30 Filmtabletten; PZN 0994357) AAU8209, AAV5037, AAW0787, AAW3313.

In der heute von der Arzneimittelkommission der deutschen Apothekerschaft (AMK) veröffentlichten Mitteilung begründet die Firma diese folgendermaßen: „Wir wurden von unserer zuständigen Behörde über Vertriebsaktivitäten von Arzneimitteln mit ,gestörter Lieferkette' informiert. Die aufgeführten im Markt auch real existierenden Chargen sollen in diesem Zusammenhang bekannt geworden sein…“

Apotheken sollen ihre Bestände überprüfen und vorhandene Ware in Quarantäne nehmen. Mehr zum Vorgehen finden auf den Seiten der AMK.

CC-Pharma ruft Afinitor zurück

Erst vergangen Woche hatte ein Importeur im Zusammenhang mit Auffälligkeiten in der Lieferkette Ware zurückgerufen. CC-Pharma nahm mehrere Chargen seines Immunsuppressivums Afinitor® 10 mg zurück. „Nach neuen Erkenntnissen zu einem Vorlieferanten eines Zulieferers in der Lieferkette von Afinitor® 10 mg“, habe man sich entschlossen, vorsorglich zurückzurufen, hieß es zur Erklärung.

Auch das Paul-Ehrlich-Institut hat derzeit eine Warnung auf seiner Homepage aktualisiert. So warnt die Bundesoberbehörde vor Ware aus Italien.


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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