Servicepaket für Apotheken

Phoenix lockt mit App und Payback-Zugang

München - 01.02.2019, 14:45 Uhr

Phoenix ermöglicht seinen Kunden einen Zugang zu Payback. (Foto: Phoenix)

Phoenix ermöglicht seinen Kunden einen Zugang zu Payback. (Foto: Phoenix)


Im Ringen um Kunden und Marktanteile wirbt der Pharmagroßhändler Phoenix mit einem neuen Servicepaket für Apotheken. Mittels einer App und einem Zugang zum Bonusprogramm Payback will das Unternehmen den Pharmazeuten digitale Instrumente für den Vertrieb anbieten. Die gibt es allerdings nicht umsonst – und auch der Neuheitsgrad hält sich bei näherem Hinsehen in Grenzen.

Angesichts des intensiven Wettbewerbs auf dem Apothekenmarkt müssen auch die Pharmagroßhändler darauf achten, die Bindung an ihre Kunden, die Apotheken, nicht zu verlieren. Alle großen Player im Markt setzen derzeit vor allen darauf, ihre Kunden beim Thema Digitalisierung zu unterstützen.Vor diesem Hintergrund bietet der Mannheimer Pharmagroßhändler Phoenix allen Apotheken in Deutschland ab sofort ein „neues digitales Servicepaket zur Vertriebsunterstützung“ an. Wie das Unternehmen mitteilt, besteht dieses aus zwei Komponenten: Zum einen aus der Phoenix-App namens „deine Apotheke“, mit der Endkunden „schnell und einfach Rezepte einlösen und Medikamente oder Gesundheitsprodukte direkt bei ihrer Apotheke bestellen können“. Zum anderen lockt Phoenix die Apotheker mit einem „exklusiven Zugang zum reichweitenstärksten deutschen Bonusprogramm Payback“ . Damit könnten Apotheken den Endkunden anbieten, beim Kauf von Gesundheitsprodukten und rezeptfreien Arzneimitteln Payback-Punkte zu sammeln.

Allerdings ist die App nicht wirklich neu – diese wurde bereits im Sommer 2018 gestartet. Neu ist hingegen, dass Kunden unter dem Dachnamen von „deine Apotheke“ ab sofort Bonuspunkte auf alle Produkte und Arzneimittel erhalten, die nicht rezeptpflichtig sind. Patientenbezogene Daten würden dabei „selbstverständlich nicht weitergegeben“, so Phoenix.

Komponenten könne auch einzeln genutzt werden

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, könnten beide Komponenten, also die App wie auch das Payback-Angebot, einzeln oder kombiniert eingesetzt werden. Durch die Kombination beider Instrumente würden Apotheken drei strategische Ziele abdecken: Sie bieten Patienten einfach nutzbare digitale Dienstleistungen, binden bestehende Kunden und könnten neue dazu gewinnen. Auf diese Weise hätten Apotheken die Möglichkeit, zusätzliches Geschäft zu generieren. „Wir wollen die Umsätze unserer Apothekenkunden steigern und sie strategisch bei der Digitalisierung unterstützen“, wird Phoenix-Deutschlandchef Marcus Freitag in der Unternehmensmitteilung zitiert. „So können sich Individual-Apotheken im Markt besser positionieren – insbesondere gegenüber dem ausländischen Versandhandel“, so Freitag weiter.



Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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