Influenza

Sanofi Pasteur hat noch Grippeimpfstoffe

Berlin - 23.01.2019, 14:45 Uhr

Auch Nachzügler haben noch die Chance auf eine Grippeimpfung. ( r / Foto: weyo / stock.adobe.com)

Auch Nachzügler haben noch die Chance auf eine Grippeimpfung. ( r / Foto: weyo / stock.adobe.com)


Das Robert-Koch-Institut rechnet mit einem baldigen Beginn der Grippewelle. Wer sich jetzt noch impfen lassen will, könnte trotz der viel beklagten Engpässe bei den Influenzaimpfstoffen doch noch Glück haben: Sanofi Pasteur hat angekündigt, ab Ende Januar zusätzlich 79.000 Einzeldosen Vaxigrip Tetra mit Kanüle zur Verfügung stellen.

Die jährliche Influenzawelle hat in Deutschland in den vergangenen Jahren meist nach der Jahreswende begonnen. Im jüngsten Influenza-Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) heißt es entsprechend: „Es ist mit einem baldigen Beginn der Grippewelle zu rechnen“. Wer noch nicht gegen Influenza geimpft ist und angesichts dieser Meldung doch darüber nachdenkt, ist nicht zwingend zu spät dran.

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Die Grippewelle beginnt bald

Da es nach der Impfung zehn bis 14 Tage dauert, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist, empfiehlt das RKI zwar, sich bereits in den Monaten Oktober oder November impfen zu lassen. Doch selbst zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle kann es laut RKI noch sinnvoll sein, die Impfung nachzuholen. „Schließlich ist nie genau vorherzusagen, wie lange eine Influenzawelle andauern wird“, heißt es in den Fragen und Antworten des RKI zur saisonalen Influenzaimpfung. In einigen Saisons sei zum Beispiel nach einer Influenza A-Welle noch eine nachfolgende Influenza B-Welle beobachtet worden.

Allerdings: In den vergangenen Wochen gab es bekanntlich massive Engpässe bei Grippeimpfstoffen. Sogar das Bundesgesundheitsministerium hatte höchst offiziell einen Versorgungsengpass festgestellt und damit den Weg für eine flexible Beschaffung der Vakzine geöffnet. Zuletzt hatte man so auf für das Ausland bestimmte Impfdosen zurückgreifen können. Ein Grund für den Engpass dürfte die in dieser Saison besonders hohe Nachfrage sein. Viele erinnern sich noch an die heftige Grippewelle der vergangenen Saison und wollten sich mit den nun auch von den Krankenkassen bezahlten Vierfachimpfstoffen schützen.

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79.000 Dosen Vaxigrip Tetra

Jetzt gibt es nochmals Nachschub für Nachzügler – und zwar von Sanofi Pasteur. Das Unternehmen hatte bereits im November 2018 den gesamten Grippeimpfstoff für diese Saison ausgeliefert. Doch jetzt meldet es, es gebe weitere Dosen für Deutschland: Voraussichtlich ab der 5. Kalenderwoche könne man zusätzlich 79.000 Einzeldosen Vaxigrip Tetra mit Kanüle zur Verfügung stellen. Es handele sich um Dosen in englisch-/spanischsprachigen Packmitteln. Auch diese Dosen könnten im Rahmen des durch das BMG festgestellten Versorgungsengpasses in Verkehr gebracht werden. Der Impfstoff werde wie üblich über die Apotheken beziehungsweise den Großhandel beziehbar sein.

„Sanofi Pasteur hofft damit noch rechtzeitig einen Beitrag zur besseren Versorgung leisten zu können“, heißt es aus dem Unternehmen. Die aktuelle Saison habe ihren Höhepunkt noch nicht erreicht, ein ausreichender Grippeschutz könne mit der Impfung noch erzielt werden. Das gelte besonders für Patienten über 60 Jahre oder mit chronischen Grunderkrankungen.


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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