Medienbericht

Zunehmender Online-Handel erfordert neue Lösungen für die Zustellung

Stuttgart - 04.01.2019, 16:30 Uhr

Pilotprojekt: In Berlin testen Logistiker die Zustellung mit Cargo-Bikes. (c / Foto: imago)

Pilotprojekt: In Berlin testen Logistiker die Zustellung mit Cargo-Bikes. (c / Foto: imago)


Einem Bericht der Lebensmittelzeitung zufolge, nimmt der Verkehr in den Städten zu – mit ein Grund sei der wachsende Online-Handel, heißt es. Händler und Logistiker suchten nach Lösungen, auch angesichts der drohenden Dieselfahrverbote. Ein wesentlicher Punkt, um unnötige Wege zu vermeiden, ist demnach, die Annahme beim ersten Zustellversuch zu gewährleisten – zum Beispiel durch Zustellung in den Kofferraum.

In einem Interview mit der Lebensmittelzeitung (LZ) erklärt Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber, was der Online-Riese tut, um das Lieferverkehrsaufkommen in den Städten zu reduzieren. Denn das steigt laut LZ, und der zunehmende Online-Handel, also auch Amazon, habe seinen Anteil daran, heißt es.

Mehr zum Thema

Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes

Großhändler fürchten Fahrverbote

Dazu kommen die drohenden Dieselfahrvebote. In Stuttgart gelten diese seit 1. Januar, der geschäftsmäßige Lieferverkehr ist allerdings ausgenommen. Händler und Logistikdienstleister machen sich also Gedanken, wie man die Umwelt entlasten und einen Verkehrskollaps vermeiden kann.

Logistiker setzen auf E-Bikes und E-Autos

Bei Amazon setzt man beim Schnelllieferdienst Prime-Now deswegen teilweise schon E-Bikes ein, wie der Amazon-Deutschland-Chef erklärt. Überhaupt wird seiner Meinung nach E-Mobilität in Zukunft eine große Rolle spielen. Auch Logistikdienstleister Hermes setzt laut LZ auf den letzten Metern Elektrofahrzeuge und Cargo-Bikes ein, die Otto-Tochter hat sich nämlich hohe Klimaziele gesetzt und will bis 2025 in den 80 größten Städten keine Emissionen mehr ausstoßen. Allerdings sei die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und andere alternative Antriebe mit hohen Kosten verbunden – nicht nur was die Anschaffung der Fahrzeuge, sondern auch was die Infrastruktur betreffe, wird Alexander Birken, Chef der Otto-Gruppe, zitiert. Er sieht beim Aufbau der Infrastruktur auch die Politik und die Kommunen in der Pflicht.



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

DAZ.online-Themenwoche Digitalisierung

Alle fürchten Amazon

Eine aktuelle Studie von Noweda und Prof. Kaapke Projekte

Wie leistungsfähig sind Arzneimittelversender?

Der Online-Gigant entdeckt den Gesundheitssektor

Wer hat Angst vor Amazon?

4 Kommentare

Versandhandel

von Uwe Hüsgen am 05.01.2019 um 13:29 Uhr

Wenn man das liest:
>>Allerdings sei die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und andere alternative Antriebe mit hohen Kosten verbunden – nicht nur was die Anschaffung der Fahrzeuge, sondern auch was die Infrastruktur betreffe, wird Alexander Birken, Chef der Otto-Gruppe, zitiert. Er sieht beim Aufbau der Infrastruktur auch die Politik und die Kommunen in der Pflicht.<<,
fragt man sich unwillkürlich: Warum werden die Kosten nicht nach dem Verursacherprinzip umgelegt? City-Maut und höhere Kraftstoffpreise wären „Mittel der Wahl“. Und warum zahlen ausländische Versender in Deutschland so gut wie keine Steuern? Da ist die Politik j e t z t gefordert.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Onlinehandel

von Ingrid Schierle am 04.01.2019 um 19:17 Uhr

Die Leute müssen umdenken, Verantwortung übernehmen, nicht wahllos bequem vom Sofa aus bestellen. Ein Klick und alle Bedürfnisse sind befriedigt, ja, aber zu welchem Preis?!?
Online einkaufen muss teurer werden, deshalb 25% MwSt auf Waren aus dem Onlinehandel.

https://www.openpetition.de/petition/online/25-mehrwertsteuer-fuer-waren-von-amazon-und-co

Wenn die Forderungen wohl auch nicht umgesetzt werden, es muss eine Diskussion in Gang gesetzt werden, die Verbraucher müssen wenigstens darüber nachdenken, was ihr Verhalten für Konsequenzen hat, das Übel muss an der Wurzel gepackt werden, nicht an der Spitze.

Deshalb bitte unterschreiben und die Petition unterstützen.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

was für ein Schwachsinn, versuchte Volksverblödung

von Karl Friedrich Müller am 04.01.2019 um 16:55 Uhr

wie wäre es mit einem D3 Drucker? LOL
E Auto, klar. Schon mal bemerkt dass die nicht umweltfreundlich sind? Das ist eine fast so große Lüge wie bei den Atomkraftwerken. LOL
Lieferung in denn Kofferraum? LOL. für Arzneimittel? wenn man da nicht jede Glaubwürdigkeit verlieren will, muss das verboten sein. Arzneimittelsicherheit, Verwechslung, Diebstahl....
Ich bekomme das kalte Grausen,, wenn ich diesen ganzen Schwachsinn lese. Da wird die sogenannte "Digitalisierung" zum Umweltproblem und man versucht das mit allen Mitteln schön zu reden. Inkonsequent wie die ganze Politik.
Auf Kosten des Bürgers. Er darf Autos bezahlen,, die nicht den Versprechungen entspricht. Er darf sie aber nicht fahren. es wird Umweltschutz versprochen, aber alles gefördert, was dem Gegenteil dient, zuallererst aber den Konzernen. Der Bürger ist hilflos ausgeliefert.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: was für ein Schwachsinn, versuchte

von Karl Friedrich Müller am 04.01.2019 um 16:58 Uhr

PS. den ganzen Müll nicht vergessen. Wir sollen den Leuten ( nicht umweltfreundliche) Papiertüten aufschwatzen, dabei produziert der Versand gigantische Mengen Müll.
Noch so eine Lüge der Politik. Nichts wird vermieden, sondern immer schlimmer.

Kommentar abgeben

 

Ich akzeptiere die allgemeinen Verhaltensregeln (Netiquette).

Ich möchte über Antworten auf diesen Kommentar per E-Mail benachrichtigt werden.

Sie müssen alle Felder ausfüllen und die allgemeinen Verhaltensregeln akzeptieren, um fortfahren zu können.