Auch außerhalb der Kooperation

Gehe-Hausmarke „gesund leben“ bald für alle Apotheken

Stuttgart - 04.12.2018, 12:45 Uhr

Ab kommendem Jahr können die Präparate der Gehe-Hausmarke auch von Apotheken, die nicht in der Kooperation sind, bezogen werden. ( r / Foto: DAZ.online/Gehe)

Ab kommendem Jahr können die Präparate der Gehe-Hausmarke auch von Apotheken, die nicht in der Kooperation sind, bezogen werden. ( r / Foto: DAZ.online/Gehe)


Super- und Drogeriemärkte haben sie, aber auch bei anderen Einzelhändlern sind sie verbreitet – und auch bei den Apothekenkooperationen. Die Rede ist von Eigenmarken. In vielen Fällen sind diese Eigenmarken aber den Mitgliedern einer Kooperation vorbehalten. Der Stuttgarter Großhändler Gehe ändert dies nun und macht seine Hausmarke „gesund leben“ für alle Apotheken zugänglich

Die gleichnamige Eigenmarke der Gehe-Kooperation „gesund leben“ umfasst OTC-Arzneimittel wie Schmerztabletten mit Ibuprofen oder Paracetamol, Xylometazolin Nasenspray und Bisacodyl Abführdragees – Gehe war die erste Apothekenkooperation, die OTC-Arzneimittel unter der Hausmarke herausbrachte. Außerdem umfasst das Sortiment eine ganze Reihe anderer apothekenüblicher Artikel wie Inkontinenzprodukte, Blutdruck- und Fiebermessgeräte, Schwangerschaftstests, Mittel zur Körperpflege und Vitamine.Ab 2019 soll die Sonnencreme-Eigenmarke Solero eingeführt werden. Die „gesund leben“-Eigenmarken wurden bereits mehrfach ausgezeichnet – beispielsweise die letzten fünf Jahre in Folge vom Kooperationskompass mit dem Titel „Beste Eigenmarke“. Zum 1. Januar macht die Gehe diese Artikel nun allen Apotheken zugänglich, auch solchen, die nicht in der Kooperation sind. Im ersten Schritt zunächst nur Gehe-Kunden, voraussichtlich ab April können dann Apotheken, die nicht Großhandelskunden bei Gehe sind, die „gesund leben“-Produkte bestellen – direkt oder sowie über alle weiteren pharmazeutischen Großhändler, die die Produkte vertreiben möchten.

Mit der Einführung reagiere man auf die wachsende Bedeutung von Eigenmarken für Apotheken, heißt es seitens der Gehe. Denn die Kundennachfrage in diesem Bereich sei hoch und wachse stetig. Im zunehmend harten Wettbewerb hätten Apotheken mit etablierten Eigenmarken daher gute Chancen, bestehende Kunden zu binden und neue hinzuzugewinnen, erklärt der Stuttgarter Großhändler in einer Mitteilung. 

Apothekenqualität und Beratung

Zwei Komponenten seien dabei für den Erfolg der Vor-Ort-Apotheke wichtig, heißt es weiter. Einerseits Eigenmarkenprodukte, die Apothekenqualität aufweisen, und anderseits die kompetente pharmazeutische Beratung durch das Apothekenteam. Geschäftsführer Andreas Thiede erklärt: „Die Kombination aus diesen beiden Komponenten verschafft der Apotheke ein Alleinstellungsmerkmal, durch das sie sich – vor allem vom Drogerie- und dem konventionellem Handel – in der Positionierung absetzen kann.“ Und auch für die Kooperation verspricht sich die Gehe Vorteile von der Maßnahme: „Durch die damit einhergehende höhere Marktdurchdringung wird die Markenbekanntheit und die Markenakzeptanz der Marke bei den Endverbrauchern und Patienten weiter steigen, wovon vor allem die ,gesund leben'-Kooperationsapotheken profitieren werden“, so Geschäftsführer Thiede. 

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Gesund leben-Apotheker wollen impfen

Die Gehe-Kooperation umfasst laut eigener Aussage etwa 2.100 Apotheken. Sie hatte zuletzt von sich Reden gemacht, weil der Apotheken-Beirat öffentlich die Forderung nach Impfungen in der Apotheke unterstützt hatte. Der „gesund leben“-Beiratsvorsitzende und Inhaber der „Saxonia Apotheke - Internationale Apotheke“ in Dresden, Christian Flössner, sagte damals: „Gerade jetzt zur Grippezeit könne die Kompetenz der Apotheker genutzt werden, um die Durchimpfungsrate zu erhöhen”.


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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