Medpex-Finanzierung

Zur Rose nimmt bei Kapitalerhöhung 200 Millionen Franken ein

München - 29.11.2018, 09:15 Uhr

Das Geld ist da: Der DocMorris-Mutterkonzern Zur Rose hat für die Medpex-Übernahme und weitere Aktivitäten 200 Millionen Franken eingenommen. ( r / Foto: Zur Rose)

Das Geld ist da: Der DocMorris-Mutterkonzern Zur Rose hat für die Medpex-Übernahme und weitere Aktivitäten 200 Millionen Franken eingenommen. ( r / Foto: Zur Rose)


Der Schweizer Pharmahandelskonzern Zur Rose hat die Übernahme der Ludwigshafener Versandapotheke Medpex finanziell unter Dach und Fach gebracht. Über eine Kapitalerhöhung wird der DocMorris-Mutterkonzern rund 200 Millionen Franken an frischem Geld einnehmen.

Der Schweizer Arzneimittelhändler und Ärztegrossist Zur Rose-Gruppe hat eine Kapitalerhöhung weitgehend abgeschlossen, mit der die Übernahme der Ludwigshafener Onlineapotheke Medpex und „weiterer, organischer Wachstumsinitiativen“ finanziert werden soll. Wie das Unternehmen in einer Finanzmarktmitteilung erklärte, sei der Preis der neu auszugebenden Aktien nach Abschluss des sogenannten Bookbuilding-Verfahrens auf 93 Franken je Anteilsschein festgelegt worden. Dabei seien 889.239 neue Aktien von bestehenden Aktionären gezeichnet worden, während 1.261.299 weitere Papiere im Rahmen des „International Offerings“ bei Investoren platziert worden seien. Insgesamt seien damit im Rahmen der Kapitalerhöhung 2,15 Millionen neuen Aktien ausgegeben und verkauft worden.

Der erste Handelstag der neuen Namensaktien an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange ist der Meldung nach auf den 3. Dezember 2018 angesetzt worden.  Basierend auf dem aufgerufenen Preis von 93 Franken je neuer Aktie erwartet die Zur Rose-Gruppe nach eigenen Angaben einen Bruttoerlös von 200 Millionen Franken und einen geschätzten Nettoerlös von rund 190 Millionen Franken. Durch die Kapitalerhöhung werde sich das Aktienkapital der Zur Rose Group AG um 12,37 Millionen Franken auf 48,12 Millionen Franken erhöhen.

Mitte Oktober hatte Zur Rose mitgeteilt, für rund 170 Millionen Euro das Versandhandelsgeschäft der drittgrößten deutschen Onlineapotheke Medpex übernehmen zu wollen. Das Ludwigshafener Unternehmen soll mit dem Versandhandel im laufenden Jahr einen Umsatz in Höhe des Kaufpreises, also von rund 170 Millionen Euro, erzielen.


Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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